Brian Eno

Irgendwann in den 80ern stolperte ich durch Berlin und geriet – ich glaube, in der Nähe der Potsdamer Straße – in eine höchst eigenartige Ausstellung. Der Eingang war tiefschwarz verhängt, dahinter wurde es noch dunkler und das mir, ich bin stocknachtblind.

Fallgruben! Stolperdrähte! Angst!

Es dauerte eine Weile, bis ich mich bewegen konnte, weil ich ein schwaches farbiges Leuchten ausmachte. Darunter eine Installation verdrehter und seltsam proportionierter Stühle an einem Tisch, deren Kanten aus unterschiedlichen Richtungen in sehr langsam wechselnden Farben beleuchtet waren. Ganz allmählich weitete sich das Tiefschwarzdunkel zu Räumen, an den Wänden sich in Farbe und Textur unmerklich verändernde Flächen und es lief Musik, alles nur knapp oberhalb der Wahrnehmungsschwelle.

Ich mäanderte gefühlte 20 Minuten durch die Ausstellung. Als ich wieder auf der Straße stand, waren fast 3 Stunden vergangen und es war wie Aufwachen aus einem langen erholsamen Schlaf.

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