Mariam Lau, Die Zeit und die Scripted Reality

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Bei Zeit Online erschien gestern (in der Holz-Zeit am 9.2.17) ein Artikel von Mariam Lau mit dem für sich sprechenden Titel: No-go-Areas in Deutschland. Unterwegs an der Front

Man nehme:

1 „Front“ – according to Mariam Lau ist das die Neuköllner Sonnenallee, sie schreibt:

„Arabischer“ als diese Straße ist kaum eine in Berlin. Halal-Fleischereien gibt es da neben Hochzeitsgeschäften, die Nikabs im Schaufenster zeigen; libanesische Cafés konkurrieren um den besten Hummus. Von „No-go-Areas“ oder „Problemvierteln für Juden“ in Berlin spricht der Zentralrat der Juden schon seit einer ganzen Weile, und damit dürften wohl vor allem Straßen wie die Sonnenallee gemeint sein. Über die Frage, wie gefährlich es ist, sich dort zu erkennen zu geben, ist in der jüdischen Gemeinde heftiger Streit entbrannt. Wir wollen es testen.

1en möglichst fremd anmutenden Juden – Mariam Lau fand für diese Rolle Jehuda Teichtal geeignet, denn der ist kein beliebiger jüdischer Geistlicher, sondern das religiöse Oberhaupt der Berliner Lubawitscher, einer missionierenden, messianisch-chassidischen Sekte – mit strikter Geschlechtertrennung, streng eingehaltenen Speisevorschriften, obligater Kopfbedeckung, Bart und allem religionsfolkloristischen Pipapo. Die Lubawitscher positionieren sich oft politisch auf der besonders friedliebenden Seite der israelischen Siedler und gaben in Berlin schon zu einigen Kontroversen innerhalb der jüdischen Communities Anlaß.

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