Dies und das

Alle, die bis zum 3. Oktober im Oberbayerischen sind oder gar dort leben, sollten unbedingt nach Herrenchiemsee pilgern und die Königsklasse IV besuchen! Der Chiemsee ist sowieso immer eine Reise wert, die Insel ein Traum, die Bootsfahrt dahin hochvergnüglich und die Ausstellung wird Ihren Blick auf barocke Architektur und auf zeitgenössische Kunst verändern.

Schloß Herrenchiemsee wurde innen nicht fertig ausgebaut. Im Nordflügel erwartet Sie kein Stuck mit viel Gold und Spiegeln, sondern nackige Ziegelwände und davor liebevoll gehängte Bilder und sorgfältig platzierte Skulpturen, die endlich alle mal genug Platz haben, interessanteste Bezüge zueinander herstellen und in diesem Jahr wird es dort auch noch sehr gut riechen. Gönnen Sie sich das, Sie werden begeistert sein, versprochen! Ich finde es oberschade, daß ich in diesem Jahr schon wieder nicht hinfahren kann, denn mich hat die erste und zweite Ausstellung schwer begeistert. Danke an die Schachnerin für die Begleitungen und jetzt für die stete Versorgung mit verlockenden links, mehr davon später in den Kommentaren – vielleicht hat ja die verehrte Katastrophenchronistin Lust, einen Besuch der Königsklasse in ihre still-alpinen Ferienpläne einzubinden.

 


 

Herrenchiemsee ist aber nicht nur eine Kulisse für einen herrlichen Tag, sondern dort tagte ab Sommer 1948 der parlamentarische Rat und erarbeitete das Grundgesetz. Zu Zeiten, als es in Deutschland rund 13 Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den ex-deutschen Ostgebieten, zahllose Ausgebombte, Obdachlose und staatenlos gemachte Displaced Persons gab.

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Reblog Pro Asyl: Asylrechtsverschärfung: Scharfer Widerspruch aus der Zivilgesellschaft

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(Bild: Screenshot bei Pro-Asyl, beschnitten. Foto: Flickr / Caruso Pinguin) In Erstaufnahmeeinrichtungen, wie hier in Leipzig-Dölitz, sollen Flüchtlinge künftig nicht nur drei, sondern bis zu sechs Monate bleiben. Das ist eine der Maßnahmen, die auf dem Bund-Länder-Treffen zum Thema Asyl beschlossen wurden. Eine Entspannung der schwierigen Unterbringungssituation ist dadurch nicht zu erwarten – im Gegenteil.

Während sich CDU/CSU, SPD und Grüne auf weitreichende Maßnahmen zur Entrechtung und Ausgrenzung von Flüchtlingen geeinigt haben, trifft die geplante Asylrechtsverschärfung bei Kirchen, Wohlfahrtsverbänden, Menschenrechtsorganisationen und weiteren mit Flüchtlingsarbeit und Asylrecht befassten Akteuren der Zivilgesellschaft auf scharfe Kritik.

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