Hilflos

Gegenüber denen, die ihrem (und anderem) Leben weniger Wert beimessen als egal welcher Sache, sind wir hilflos. Gegen Terror unter Einsatz des eigenen Lebens hilft keine noch so hochgerüstete Polizei oder Armee, keine Kameraüberwachung, keine elektronische Fußfessel, keine staatliche Schnüffelei und deren Speicherung, keine andere Beschneidung von Bürgerrechten.

Wenn der eigene Lebenswille weniger stark ist als – im Zweifel – der Wunsch nach 15-Minutenberühmtheit, sind Entwicklungen lange vorher katastrophal schief gelaufen. Darunter fällt die Auflage- und Klickgeilheit der Medien, darunter fällt das offensichtlich dumme Gewäsch über „feige“ Anschläge.

Denn es ist das genaue Gegenteil: tradierte Helden- und Männlichkeitsmythen ebnen Attentätern den Weg. Der Unterschied zwischen Held und Terrorist liegt bekanntlich im Erfolg der jeweiligen Mission.

Das ist ein Plädoyer für Egoismus. Nur, wer sich und das eigene Leben liebt, kann andere lieben. Und hat innere Sicherheit.


Bild: Alfred Rethel, 34. AventüreHagen und Volker werfen nach der Saalschlacht erschlagene Hunnen aus dem Saal, Wikimedia Commons, gemeinfrei


„wie auf morsches Holz geklopft“

Zum würdigen Leben gehört mehr als nur soziale Gerechtigkeit. Eine andere Bedingung ist die Identität. Die soziale Gerechtigkeit muss gegen Kapital und Konzerne errungen werden – aber die Identität gegen die Migration. Das Thema ist für die Linken gefährlich: In der Theorie soll doch der Ausländer ein Freund sein. Aber in der Wirklichkeit ist die Einwanderung ein Quell der Sorge. Wenn die Aufgabe einer linken Regierung die Solidarität mit der arbeitenden Bevölkerung ist, dann gehört dazu auch der Schutz der Heimat. … Es gibt kein Recht auf Nischen, an denen die Zeit vorüber geht. Aber es gibt auch unter den Bedingungen der Beschleunigung ein Recht auf die eigene Identität.

Das stammt nicht von Martin Sellner, nicht von Jürgen Elsässer, nicht von Götz Kubitschek noch ist das ein Aprilscherz. Sondern das steht in Jakob Augsteins aktueller SPON-Kolumne. Die meint er mutmaßlich ernst – als Ratschlag, was die SPD und Martin Schulz so alles zu tun und zu lassen hätten: Unsere Heimat.

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Verschlimmbessern

 

Können Sie eine Trennschärfe zwischen „bloßer Neugier“ und „begründetem“ bzw. „gerechtfertigtem öffentlichem Interesse“ ausmachen? In der selbstverschuldeten Medienkrise, in der (z.B. zum gestrigen Attentat in London) auch eigentlich seriöse Medien im Stundentakt neue Online-Artikelchen raushauen, um die Klickzahlen zu erhöhen und die Werbeeinnahmen zu mehren?

Seit gestern gilt eine Neufassung des Pressekodex:

Neue Richtlinie 12.1 – Berichterstattung über Straftaten (Gültig ab 22.03.2017)

In der Berichterstattung über Straftaten ist darauf zu achten, dass die Erwähnung der Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu ethnischen, religiösen oder anderen Minderheiten nicht zu einer diskriminierenden Verallgemeinerung individuellen Fehlverhaltens führt. Die Zugehörigkeit soll in der Regel nicht erwähnt werden, es sei denn, es besteht ein begründetes öffentliches Interesse. Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte.

Bisherige Richtlinie 12.1 – Berichterstattung über Straftaten
In der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann erwähnt, wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht. Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte.

Man ist also tatsächlich der Meinung, mit der neuen Richtlinie den Diskriminierungsschutz zu „präzisieren“ und die „eigenständige Verantwortung der Medien zu bekräftigen“. Der Presserat verlagert damit die Verantwortung für Leser-Ressentiments an Journalisten und in Redaktionen, nimmt ihnen aber gleichzeitig die bündig formulierte Richtlinie „begründbarer Sachbezug“.

Und das ist noch längst nicht alles.

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Journalismus in Zeiten der Social Media

Facebook betont gern und oft die hauseigene Sicherheit und Familienfreundlichkeit.

Ein Team der BBC beschäftigt sich seit 2015 mit der Verbreitung pädokrimineller Inhalte und mit ‚closed groups‘ bei Facebook, mit klingenden Namen wie ‚We ♥ Skoolgirlz‘. In solchen Gruppen werden sexualisierte Kinderbilder und -filme verbreitet, mit gestohlenen unverfänglichen Kinderbildern und -filmen aus Medien, Katalogen und Blogs gemischt und von Nutzern sexualisiert kommentiert.

Unter den Betreibern der von der BBC beobachteten Gruppen firmiert u.a. ein einschlägig vorbestrafter Pädokrimineller als Initiator und Moderator, der im britischen ’sex offenders register‘ gelistet ist.

Facebook hatte nach der ersten BBC-Recherche erklärt, die Sicherheitsstandards erhöht zu haben und „solicitation of sexual material, any sexual content involving minors, threats to share intimate images and offers of sexual services“ sofort löschen zu wollen.

Das wollte das BBC-Team kürzlich genau wissen und meldete gegen die Nutzerrichtlinien verstoßende Bilder über das facebookeigene System.

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„Dummheit und Journalismus“

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Prolog:

Planet Interview hatte im November ’16 ein Interview mit Nikolaus Blome geführt, der einen großen Teil seiner Äußerungen im Nachhinein nicht mehr autorisisieren wollte. Die dazugehörigen Fragen wurden veröffentlicht und sprechen für sich, nicht für Blome. Darauf bezog sich Augstein mit obigem Tweet und wurde ebenfalls zum Interview gebeten, bei Planet Interview erschienen am 17.2.17:

Viele Zeitungen vertreten nicht das Interesse ihrer Leser

Aus der Mitte des Interviews:

Jakob Buhre: Gibt es eine Blattlinie beim „Freitag“?

Jakob Augstein: Es gibt keine Blattlinien. Aber es gibt den Charakter und die Identität einer Zeitung. Wir sind eine linke Zeitung. Wir würden nie einen Artikel drucken –  jedenfalls nicht, wenn ich es vorher weiß – der auf dem Rücken von Schwächeren, von sozial ausgegrenzten Menschen oder von Migranten Stimmung machen will.

Da mußte ich das erste Mal auflachen.

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Mariam Lau, Die Zeit und die Scripted Reality

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Bei Zeit Online erschien gestern (in der Holz-Zeit am 9.2.17) ein Artikel von Mariam Lau mit dem für sich sprechenden Titel: No-go-Areas in Deutschland. Unterwegs an der Front

Man nehme:

1 „Front“ – according to Mariam Lau ist das die Neuköllner Sonnenallee, sie schreibt:

„Arabischer“ als diese Straße ist kaum eine in Berlin. Halal-Fleischereien gibt es da neben Hochzeitsgeschäften, die Nikabs im Schaufenster zeigen; libanesische Cafés konkurrieren um den besten Hummus. Von „No-go-Areas“ oder „Problemvierteln für Juden“ in Berlin spricht der Zentralrat der Juden schon seit einer ganzen Weile, und damit dürften wohl vor allem Straßen wie die Sonnenallee gemeint sein. Über die Frage, wie gefährlich es ist, sich dort zu erkennen zu geben, ist in der jüdischen Gemeinde heftiger Streit entbrannt. Wir wollen es testen.

1en möglichst fremd anmutenden Juden – Mariam Lau fand für diese Rolle Jehuda Teichtal geeignet, denn der ist kein beliebiger jüdischer Geistlicher, sondern das religiöse Oberhaupt der Berliner Lubawitscher, einer missionierenden, messianisch-chassidischen Sekte – mit strikter Geschlechtertrennung, streng eingehaltenen Speisevorschriften, obligater Kopfbedeckung, Bart und allem religionsfolkloristischen Pipapo. Die Lubawitscher positionieren sich oft politisch auf der besonders friedliebenden Seite der israelischen Siedler und gaben in Berlin schon zu einigen Kontroversen innerhalb der jüdischen Communities Anlaß.

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Reblog: Deutschlands Totalitäre träumen von der „Psychiatrie“

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Reblog mit freundlicher Erlaubnis von ed2murrow, zuerst veröffentlicht bei Die Ausrufer.


 

Der braune Sumpf in der 4. Reihe hat sehr konkrete Vorstellungen, wie mit politischen Gegnern umzugehen ist (*)

Nach den Anschlägen in Paris vom 13.11.2015 hat die Tageszeitung Le Monde die Toten portraitiert und ihnen online ein Denkmal errichtet: „Weil wir uns geweigert haben, sie auf eine Zahl, 130, oder einen Zustand, dem der „Opfer“ zu reduzieren, haben wir ihnen ein Gesicht geben, ihre Geschichte erzählen wollen aus der Sicht derer, die sie kannten und liebten.“ Die beiden Autorinnen Aline Leclerc und Sylvie Kauffmann schreiben dazu, das Ziel der Terroristen seien Orte gewesen, „wo sich Juden, Christen oder Muslime, Männer oder Frauen mischten. Orte wo man zusammen zu leben wusste“.

Zahlen, Verdinglichung und das Zusammenleben unmöglich machen: Wenn ich Terrorismus an diesen Vorgaben messe, werde ich schnell bei ganz anderen Leuten fündig. Bei Jürgen Fritz etwa. Oder bei David Berger. Der freie Autor Fritz ist Verfasser des Artikels „Warum Sie mit psychopathologisch gestörten Gutmenschen nicht diskutieren sollten“, der am 6.1. als Gastbeitrag im Webzine Tichys Einblick veröffentlicht wurde. Verantwortet wird es von Roland Tichy, dessen Karrierehöhepunkt war, von 2007 bis 2014 Chefredakteur der Wirtschaftswoche gewesen zu sein.

Der Rest ist bereits Geschichte: Am 7.1. großes Raunen in der Öffentlichkeit wegen der Veröffentlichung, am 8.1. Rücknahme des Artikels („Wir bedauern und bitten um Entschuldigung“), dann immer noch großes Raunen Richtung Tichy („Das hat aber nicht zur Ruhe geführt. Stattdessen erhielt ich Morddrohungen.“), am 9.1. dessen Rücktritt als Verantwortlicher von XING Klartext („das neue Format für Debatten über Wirtschaft, Beruf und Karriere“). XING ist dem eigenen Verständnis zufolge eine „Online-Plattform für das Social-Networking neuer und bestehender Business-Kontakte“. Nur zwei hat es bei dem Ganzen nicht getroffen, sie machen fröhlich weiter.

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Scheißestürmer

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Sie kennen die Werbeagentur Scholz & Friends? In deren Berlin-Dependance arbeitet Gerald Hensel, der sich anläßlich der Ankündigung von BreitbartNews, sich nach Europa und auch in Deutschland ausbreiten zu wollen, Gedanken über die Finanzierung rechter bis rechtsradikaler Medien durch Werbeeinnahmen machte. Denn:

Es gibt ein Recht auf freie Meinungsäußerung. Aber es gibt kein Grundrecht auf Werbeeinnahmen.

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„Und das ist super, das bringt jedes Mal Geld.“

kenjebsengeld

Gute Güte, der Jebsen schon wieder!

Ich wunderte mich über den Traffic von der (mir bis dahin nicht bekannten) Plattform Planet Interview zu meinem Blog und entdeckte dort ein langes, lesenswertes, da tapfer geführtes Interview mit Ken Jebsen vom 6.10.2016 (auch die Anmerkungen dazu sind lesenswert), daraus:

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„extremely together“

extremelytogether Screenshot bei Art School Vets. Jonas Dahlberg, Entwurf für die Gedenkstätte auf Utøya

We’re missing a trick when it comes to those carrying out violent acts. Communities touched by violence have an understandable and overwhelming tendency to scrutinise the ways in which extremists, both those we consider “disturbed” and those we consider “ordinary”, are lured into violence. But rather than trying to pathologise the individual or the process that led him there, we should shift the focus instead towards what opportunities are available to us to prevent him resorting to violence in the first place.

In a young extremist’s daily life, in their school, among their family or friends, were there openings, moments when they could have been led to change?

Hateful people have the ability to take charge of their own lives. If we deny this is possible, we stop it from happening. If we see violence as contagious, we can view … (someone’s) act as the latest in an epidemic of young men who are not necessarily deeply disturbed, but rationalise their own violence and are inspired by others across the world. But if we did more to anticipate and intervene before such individuals erupt, then there is potential to stop ordinary people from becoming murderers.

Rather than looking for the moment they “snapped”, we should be looking for the missed opportunities in the ways our societies handle them: the many moments when we could have changed their perceptions and steered them away from violence. We need to ensure that similar opportunities aren’t missed with others.

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Henkel. Wahlkampf. Berlin. Wir löschen mit Benzin.

wirlöschenmitbenzinScreenshot Berliner Abendblatt

Lorenz Maroldt kommentiert am 11.7.2016 im Tagesspiegel:

Die Rollen in diesem Senatstheater sind gut besetzt, und so hat der Intendant auf Druck des Chefdramaturgen beschlossen, das Stück „Rigaer“ wegen großen Erfolgs auf dem Spielplan zu lassen – so lässt sich das Spitzentreffen Müller/Henkel zusammenfassen.

„Es ist nicht die Zeit für Runde Tische“, sagt der Regierende Bürgermeister (SPD), für den die Angriffe auf Polizisten die größere Niederlage sind. Innensenator Henkel (CDU) zieht Müllers absichtsvoll missverstandenen, aber auch hilflos-ungelenk formulierten Vorschlag zu Gesprächen (mit wem, blieb offen) genüsslich durch den Scherbenhaufen, und CDU-Generalsekretär Wegner eskaliert den koalitionären Krawall munter weiter: Müller habe „eine Gewaltspirale in Gang gesetzt“, weil er „vorherige Brandanschläge mit Gesprächsangeboten belohnt“ habe.

Ja, so dumm geht’s zu im Wahlkampf von Berlin, in dem ein singuläres Problem (einem Investor passen die Bewohner seines Hauses nicht) zu einem grundsätzlichen hochgejazzt wurde – von beiden daran interessierten Seiten.

Aber mit Gewalttätern wollte auch Müller nicht verhandeln. Es geht um die Szene drumherum, zu der auch Anwohner zählen, die inzwischen mehr genervt sind von der massiven Polizeipräsenz als von den Allmachtsfantasien einzelner Linksextremisten.


 

Mehr wäre dazu eigentlich kaum zu sagen, gäbe es nicht eine äußerst einseitige, journalistisch unredliche Medienberichterstattung über die Rigaer Straße 94 und die Demonstration am 9.7.2016. Die meisten Medien übernehmen unhinterfragt und unüberprüft die Sichtweise von Frank Henkel, Stefan Redlich, Rainer Wendt, Verfassungsschutz.

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Kandidatenraten

kandidatenraten Foto: Taxiarchos228 Wikimedia Commons

Joachim Gauck hat verlauten lassen, daß er für keine zweite Amtszeit als Bundespräsident zur Verfügung steht. Ähnlich wie beim Rücktritt von Wir-sind-Papst-Ratzinger kann das als die erste uneingeschränkt richtige Entscheidung im Amt gelten.

Vom Amt des Bundespräsidenten und dessen Beschädigung war bei Horst Köhlers Rücktritt und Christian Wulffs Rück-getreten-werden reichlich die Rede, während Gauck unterstellt wird, er sei „ehemaliger DDR-Bürgerrechtler„, habe Kraft „seiner politischen Sozialisation und Erfahrung“ das „ramponierte Amt rehabilitiert“ und mit ihm würde „das Pathos der Freiheit verbunden„.

Nein, das sind keine albernen Scherze, das meint der Historiker Martin Sabrow im Interview mit Katharina Schuler, Zeit-Online.

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Die AfD spricht Recht…sradikal

afdsprichtrechts

Lucas Cranach der Ältere, 1537, Gerechtigkeit

Maximilian Steinbeis im Verfassungsblog: Neues aus Dresden: Knebel für NPD-kritischen Wissenschaftler

Jens Maier, Richter am Landgericht Dresden, ist in der sächsischen AfD aktiv. Er dient der Partei als Mitglied des Landesschiedsgerichts. …

Steffen Kailitz, habilitierter Politikwissenschaftler am Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung in Dresden, darf bei Androhung von bis zu 250.000 Euro Ordnungsgeld oder sechs Monaten Ordnungshaft nicht mehr öffentlich behaupten, die NPD plane „rassistische Staatsverbrechen“ und wolle „acht bis elf Millionen Menschen aus Deutschland vertreiben, darunter mehrere Millionen deutsche Staatsbürger mit Migrationshintergrund“.

Steffen Kailitz, das muss man dabei wissen, ist einer der vom Bundesverfassungsgericht geladenen Sachverständigen im NPD-Verbotsverfahren.

Er hat, das muss man ebenfalls wissen, von Richter Maier keine Gelegenheit bekommen, sich zu äußern, da dieser fand, die Sache sei so dringlich, dass ohne mündliche Verhandlung entschieden werden müsse. Dafür muss er jetzt erst mal die Kosten des Verfahrens tragen. Den Streitwert hat Richter Maier auf 10.000 Euro festgesetzt.

Kailitz hat schließlich, das sollte man ebenfalls wissen, die inkriminierte Äußerung in einem Artikel auf ZEIT Online getan. Der Artikel ist (Di, 23:05) noch verfügbar.

Das ist der ZON-Artikel auch noch Mi, 17:00 und ich hoffe inständig, daß er das auch bleibt. Für den Fall der Fälle ist er hier gespeichert.

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