„nicht beeinträchtigt“

broder

Foto: Bernd Schwabe, Wikimedia Commons

Du fragst mich, ob ich in meiner „Lebensfreiheit und Lebenslust eingeschränkt“ werde „durch die Flüchtlinge in Berlin“. Ob ich „keine U-Bahn mehr betreten, in keinem Restaurant mehr essen, nicht mehr ungestört aus dem Hause gehen“ kann, „weil überall die Flüchtlinge sitzen, liegen, schreien, streiten“.

Weißt du, im Dritten Reich konnten die Menschen auch ganz normal leben, ohne einen Verlust an Lebensfreiheit und Lebensfreude, so lange sie nicht jüdisch, nicht schwul, keine Kommunisten, keine Zeugen Jehovas waren und den Blockwart immer höflich grüßten. So betrachtet, ist meine Lebensqualität bis jetzt nicht beeinträchtigt worden.

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„Pacific Solution“

Minimal sea http://barnimages.com/
Minimal Sea. Mit Dank an Oscar Keys, Barn Images

(Übersetzung (alle Fehler sind meine) eines Artikels von Mark Isaacs, ehemaliger Angestellter der Heilsarmee in Nauru, erschienen am 2.5.2016 in Foreign Policy)

Die unerträgliche Grausamkeit der australischen Flüchtlingsabschreckungs-Strategie.

Canberras Entscheidung, Asylsuchende in inhumane Einrichtungen in Papua-Neuguinea und Nauru auszulagern, ist kein Unfall. Es ist genau die Absicht.

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3. Mai, Tag der Pressefreiheit

3.mai

Schützenscheibe „Pressfreiheit! Constitution!“, Vorarlberg Museum, Wikimedia Commons

Reporter ohne Grenzen geben immer am 3. Mai den Band ‚Fotos für die Pressefreiheit‘ heraus. Der diesjährige mit unentgeltlich überlassenen Fotos von Yannis Behrakis | Enri Canaj | Carolyn Cole | Jerome Delay | Pierre-Olivier Deschamps | Fayed El-Geziry | Can Erok | Christopher Furlong | Tobias Hase | Omar Imam | Slawomir Kaminski | Stephane Mahe | Sergey Novikov | Britta Pedersen | Sarker Protick | Tina Remiz | Tamas Soki | Soeren Stache | Goran Tomasevic | Jonas Wresch | Jahangir Yusif | Francesco Zizola |

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„The Policy Perspective“

thepolicyperspectivePostkarte, Wikimedia Commons, gemeinfrei

Und ich dachte schon, mich könnte eigentlich nichts mehr schockieren an der australischen „Pacific Solution“. Hätte falscher kaum sein können.

Da ist der iranische Flüchtling, der sich anläßlich des Besuches von UNHCR-Vertretern auf Nauru selbst anzündete und heute verstarb, nachdem man ihn zunächst im örtlichen Krankenhaus nicht adäquat behandeln konnte und zu spät nach Australien brachte.

Und dann ist da die Frau aus Somalia, mit 16 an einen gewalttätigen Mann verheiratet, der sie später der Al-Shabaab-Miliz überließ, sie ist in Nauru interniert, sie ist anerkannter Flüchtling. Sie ist Epileptikerin und wurde während eines schweren Anfalls vergewaltigt. Sie ist schwanger, sie will eine Abtreibung.

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Lächeln und schweigen

Kyaikto Pagoda (Golden Rock), Mon State, Maanmar Foto: Stefan Fussan, Blattgold am Golden Rock, Kyaikto Pagode, Myanmar, beschnitten

Heute protestierten Mitglieder der Partei ‚Myanmar National Movement‘ (MNM) und Mönche der faschistischen 969-Bewegung vor der Botschaft der USA in Yangon.

Nein, nicht gegen die Transpazifische Partnerschaft TTP, auch nicht gegen das eher wirtschaftsinteressengestützte Menschenrechts-Engagement der USA in Südostasien.

Sondern gegen die Verwendung des Wortes „Rohingya“:

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