‚from somewhere in the mediterranian‘

Haben Sie schon mal von Abie Nathan gehört? Voice of Peace? Nein?

Falls nicht, sind Sie damit nicht alleine. Ich war zwar in eben dieser Zeit schwer friedensbewegt, aber auch bei mir klingelte allenfalls ein kleines, weit entferntes Glöckchen. Erfreulicherweise gibt es aber eine Dokumentation von Eric Friedler in der ARD-Mediathek: The Voice of Peace – Der Traum des Abie Nathan

Was für eine Persönlichkeit! Und wie absurd, daß er nicht nur in Israel nahezu vergessen ist. Ich will nicht spoilern, denn Sie sollen sich unbedingt den Film ansehen! Nur soviel: es gibt auch noch beste Musike aus vor allem den 70ern. Allein schon dadurch wird der Film zu einer Zeitreise. Irgendwie war damals mehr Zukunft als heute…

Ebenso sehenswert fand ich eine 4-teilige Doku über die Entwicklung von Judentum und Islam in der arte-Mediathek: So nah. Und doch so fern

Darüber hielt ich mich für halbwegs informiert, werch ein Illtum. Die ersten beiden Teile sind liebevoll gezeichnet, in den letzten beiden gibt’s beeindruckende Fotos und Filme. Eine wirklich schöne Doku, die ganz nebenbei dabei hilft, die aktuelle Ausprägung des Nahost-Dramas ein klein bißchen besser zu verstehen.

Beides TV-Gold, enjoy!

Foto: Fabio Visconti, Wikimedia Commons

4 Kommentare zu „‚from somewhere in the mediterranian‘

  1. Schön wieder von Ihnen zu lesen und endlich auch wieder etwas intellektueller Ansporn am hoffentlichen Ende dröger Zeiten!

    Und mit den Verweisen auf die Mediatheken bin ich angefixt, zumal das Thema Naher Osten wie Afghanistan schon wegen meines Einbringens für Geflüchtete eines ist, welches mich sehr beschäftigt.

    Beim Konflikt der arabischen Bevölkerung mit den Folgen israelischer Siedlungspolitik bin ich etwas hin- und hergerissen. Die derzeit favorisierte oder vielleicht auch eher als Hoffnungsballon von Biden aufgeblasene Zweistaatenlösung sehe ich jedenfalls nicht als Ideal. Eher denke ich, dass die Konfliktparteien irgendwann miteinander klarkommen müssen. Grenzen sind immer nur eine Lösung auf Zeit und das zeigt sich in diesem Gebiet mindestens an den langen Linien seit dem Sykes-Pikot-Abkommen.

    Ich halte weder die Hardliner auf arabischer als auch israelischer Seite für den, der Recht hat.

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