Dies und das

Warum eigentlich kennt jede/r die RAF, aber kaum jemand die Hepp-Kexel-Gruppe? Oder die Aktion Widerstand, die Nationalsozialistische Kampfgruppe Ost-Westfalen, Volkssozialistische Bewegung Deutschland, Kommando Omega, Gruppe Ludwig, Odfried Hepp, Peter Naumann, Karl-Heinz Lembke, Ekkehard Weil, Manfred Roeder, Frank Schubert? Allenfalls die Wehrsportgruppe Hofmann bildet die regelbestätigende Ausnahme.

Aus welchem Grund wird der Terror des NSU als „neue Qualität des Rechtsextremismus“ und nicht als Teil einer kontinuierlich ausgeübten, rechtsradikalen Terrortradition seit den 1960er Jahren verstanden?

Diesen Fragen geht ein Feature im Deutschlandfunk Kultur Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik: Verdrängte Vergangenheit? von Philipp Schnee nach.

Wenn Sie heute nur eine halbe Stunde Zeit haben: widmen Sie sie diesem Beitrag.

 


 

Annette Steinich widmet sich in der Neuen Zürcher Zeitung der historisch kontextualisierten Koranausgabe des tunesischen Islamwissenschafters Abdelmajid Charfi:

Der Titel ist Programm: «Der Koran-Text und seine Varianten». … «Oben steht der jeweilige Vers in der Kalligrafie des koranischen Textkorpus. Darunter folgt in Rot die Übersetzung in die arabische Schrift, wie wir sie heute verwenden. Und im dritten, hellgrauen Teil» … «sind zu jedem Vers die Varianten mit Autor und Quelle verzeichnet.» … Zu fast allen Versen der 114 Suren gibt es Varianten. Nur die kurzen, leicht zu merkenden Suren aus der Zeit des Propheten in Mekka, also etwa fünf Prozent des gesamten Textes, sind in allen Überlieferungen identisch. … «Die Varianten können rein formal sein oder inhaltlich bedeutsam» … «Wer sich mit den Varianten beschäftigt, erkennt, wie gefährlich die rein wörtliche Lektüre sein kann.» Die koranischen Verse könnten nicht auf alle Situationen unserer Gegenwart angewandt werden. Charfi sagt: «Die Offenbarung an den Propheten fand unter bestimmten historischen Bedingungen statt.» …

Ein Beispiel: In Sure 61:6 des kanonisierten Koran heisst es, dass Jesus einen ihm nachfolgenden Propheten namens Ahmed ankündigt. Für Muslime ist dies Mohammed, der letzte Prophet Gottes. Doch in Charfis Ausgabe findet sich dazu eine Variante, die keinen Namen enthält. In Saudiarabien wurde Charfis Ausgabe unmittelbar nach Erscheinen verboten. In Tunesien ist die Auflage mittlerweile ausverkauft.

… «Wir müssen aufhören, den Koran wortwörtlich zu nehmen» … «Es gibt eine subversive prophetische Botschaft des Koran. Und es gibt auch im Islam institutionalisierte Religion, die Dogmen, Rituale und Konfessionen erschafft.» Für den gläubigen Muslim heute heisst das: «Zurück zu den Quellen: Es gibt nichts Grösseres als Gott.»

Das ist übrigens Fundamentalismus, in seiner eigentlichen Bedeutung.

 


 

Daß die EU die Grenzen gegen die Kriegs-, Bürgerkriegs-, Klima-, Armutsflüchtlinge und politisch Verfolgten aus aller Welt immer unüberwindlicher macht, ist nicht neu. Ein Mittel dieser Politik ist die Kriminalisierung nichtstaatlicher Seenotrettungsorganisationen, die nur deswegen einspringen müssen, weil die EU die Umwandlung vom Mare Nostrum, von unserem Meer als Austausch-, Handels-, Flucht- und Reiseort zum Massengrab vorantreibt und die abschreckende Wirkung der dort Ertrunkenen billigend in Kauf nimmt.

Boote bis auf weiteres zu beschlagnahmen und deren Besatzung der Schlepperei und/oder des Menschenhandels anzuklagen, hat in Italien schon seit der Cap Anamur unschöne Tradition, die jüngsten Rechtsbeugungen knapp zusammengefasst vom antirassistischen Netzwerk Sachsen-Anhalt:

Das Schiff der spanischen NGO „Proactiva open arms“ ist nach der Juventa von „Jugend rettet“ das zweite Schiff, das durch die italienische Staatsanwaltschaft beschlagnahmt wurde.
Gegen drei Mitgliedern der NGO wird wegen Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung im Bereich der illegalen Einwanderung ermittelt. Die Open Arms hatte sich am Freitag geweigert, dem Hinweis der italienischen Küstenwache zu folgen, 216 Menschen an die libysche Küstenwache zu liefern. Diese hatte das Rettungsschiff und seine Crew mit Waffengewalt und Mord bedroht. Nicht der erste „Vorfall“ dieser Art, wie ein Bericht von CNN zeigt.
Auf die Weigerung von Open Arms hin, die Menschen an die libysche „Küstenwache“ auszuliefern, reagierten die italienischen Behörden erst mal mit dem Verbot, in Italien zu landen. Am Samstag wurde die Einfahrt in den Hafen Pozzallo erlaubt. Heute dann wurde das Schiff beschlagnahmt.

Am 26.April 2018 wird in Rom ein Urteil zur Juventa erwartet. Ob das Schiff von den Behörden wieder frei gegeben wird, bleibt mit Hinblick auf die Ereignisse der letzten Tage, ungewiss. Die Analyse und der detailierte Bericht der Forensic Oceanography, ein Teilprojekt der Forensic Architecture agency, legt deutlich nahe, daß die Vorwürfe gegenüber „Jugend rettet“ nicht haltbar sind.

Zur vielstrapazierten „Bekämpfung der Fluchtursachen“ als Vademecum gegen die „Flüchtlingskrise“ existiert eine bemerkenswerte Planung für das EU-Budget 2021–2027: Kommissionschef Jean-Claude Juncker und Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) wollen „einige schwere Entscheidungen“ treffen und das EU-Entwicklungsressort schleifen, in der geplanten Praxis soll es dem Außen-, Wirtschaftsförderungs- und Verteidigungsressort untergeordnet werden.

Nein, das ist kein Scherz. Letztlich wird Rheinmetall mit der „Bekämpfung der Fluchtursachen“ betraut, den Bock zum Gärtner machen ist gar kein Ausdruck!

Eric Bonse in der taz:

Konkret geht es darum, den Vorrang der Außenpolitik durchzusetzen und die Entwicklungshilfe auf neue, umstrittene Ziele zu verpflichten. Dazu sollen zwölf bisher eigenständige Haushaltslinien, die sich mit Entwicklungspolitik, Demokratie und Menschenrechten befassen, unter einem einzigen, neuen Budgettitel zusammengefasst werden.

Das sogenannte außenpolitische Instrument soll sich nicht nur stärker auf die Nachbarschaft (zum Beispiel die Ukraine oder Georgien) konzentrieren, womit traditionelle Hilfsempfänger etwa in Afrika oder Asien in den Hintergrund rücken würden. Es soll auch „einen starken Fokus auf Migration“ bekommen, wie es in einem Anhang heißt.

Nicht genutzte Mittel sollen demnach vor allem in die Flüchtlingspolitik fließen – also in die Aufrüstung der EU-Außengrenzen und in sogenannte Migrationspartnerschaften mit afrikanischen Ländern. …

„Das Zusammenwerfen bewährter Finanzinstrumente in einen großen außenpolitischen Topf ist weit mehr als eine vermeintliche Budgetvereinfachung“, kritisierte Lochbihler. Vielmehr könnten mit EU-Geldern, die eigentlich für zivile Konfliktprävention vorgesehen sind, auch militärische Zwecke finanziert werden, etwa Ausrüstung und Ausbildung für Armeen in Drittstaaten in Afrika.

Tatsächlich fließt bereit jetzt zunehmend EU-Geld in Militärprojekte. Vor allem der Trust Fund for Africa wird deswegen kritisiert. Zudem hat die EU begonnen, im Rahmen der Außen- und Sicherheitspolitik eigene Rüstungsprojekte zu fördern. Zu den ersten Nutznießern gehört die Düsseldorfer Waffenschmiede Rheinmetall.

Rheinmetall. Das ist doch da, wo Dirk Niebel seine Anschlussverwendung gefunden hat. Dirk Niebel, untauglichster Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung aller Zeiten, wollte besagtes Bundesministerium im vorletzten Wahlkampf noch abschaffen, um ihm anschließend vorzustehen und es der Wirtschafts- und Außenpolitik (der mit anderen Mitteln) zu unterstellen. Nachtigall, trapsen, anyone?

Jede kleine Klitsche schließt Arbeitsverträge mit ihren leitenden Mitarbeitern, die einen Job bei der Konkurrenz und die Weitergabe von Firmeninterna ausschließen, bzw. unter Strafe stellen. Abgewählte Politiker, die auf sich ihren Kontostand halten, wechseln fröhlich von der Politik in die Wirtschaft, um dort ihre Informationen und Kontakte gegen jede vernünftige Politik auszuspielen, mit tätiger Unterstützung aus der Politik im Juncker- und Öttinger-Zuschnitt.

Warum eigentlich beschränkt sich der Begriff des „Gefährders“ auf Islamisten? Eine elektronische Fußfessel hätte immerhin Aufschluß darüber verliehen, in wessen Büros der saubere Herr Klagt-nicht-kämpft-Niebel so alles aufgeschlagen ist.

 


 

Sie mögen Vanille sowieso nicht, oder? Dann lesen Sie den Artikel im Mail&Guardian (von Ingrid Gercama und Nathalie Bertrams) über Vanilleanbau und -handel in Madagaskar, über Klimawandel, illegale Abholzungen streng geschützer Regenwälder, Geldwäsche, Umweltkatastrophen, Korruption, Spekulation, Gewalt, Armut und Nutznießer daran.

“The trade here — it is worse than cocaine.”

Das ist: keine Übertreibung.

 


 

Bevor wir uns jetzt aber alle entleiben, lieber noch ein all-time-favourite – King Crimson (1984 live in Japan) Frame by Frame

Das komplette Japankonzert gäb’s aber auch, ich wünsche Ihnen ein angenehmes Wochenende!

 


Bild: meins, Ilha de Mozambique


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20 Gedanken zu „Dies und das

    • … und den wohlverstandenen strategischen Interessen der Bundesrepublik, in der eine Dame, deren Namen ich vergessen habe, heute in der taz sich auslassen durfte.
      Eine Bitte an Sie, verehrte Dame von Welt: Wenn sie statt der langen Texpassagen Links oder Fußnoten verwenden könnten, wäre es mir leichter Ihre Beiträge bis zu Ende zu lesen.

      • Hacken Sie sich meine Beiträge gern in für Sie verdaubare Stücke (das erleichtere ich Ihnen bereits durch die horizontalen Linien) und lesen Sie sie mit Unterbrechungen. Oder lassen Sie die deutlich als Zitat gekennzeichneten Zitate einfach aus.
        Und nun suche ich gern nach dem taz-Beitrag, von der Dame, deren Name Ihnen entfallen ist.
        Danke für Ihren Kommentar.

      • Tut mir sehr leid, ich habe keine blasse Ahnung, welchen taz-Artikel und welche Autorin Sie meinen könnten. Falls es Ihnen wieder einfallen sollte, würde es mich freuen, wenn Sie den link noch nachreichen könnten.

        • Ich habe in im Café gelesen, in der taz am Wochendende. Aber das ist keine Einzelmeinung. Vor wenigen Tagen war ich auf einem Vortrag der Stiftung Politik und Wissenschaft, einem Think-Tank, der von der Bundesregierung finanziert wird. Auch hier wurde die Forderung nach einer „strategischen Außenpolitik“ laut. Also Rüstungsexporte und Auslandseinsätze sind nicht per se schlecht, sie müssen nur einem strategischen Ziel folgen, das den deutschen Interessen nützt. Als Oberschüler habe ich Geld für „Waffen für El Salvador“ gesammelt. Der Gedanke ist mir also nicht ganz fremd.

  1. Pingback: Aufgelesen und kommentiert 2018-03-25 – "Aufgelesen und kommentiert"

  2. Bezaubernd die drei Herren im Video-Still, wobei ich eindeutig Bruford den Vorzug gebe – sein gepunktetes T-Shirt ist ein echter Hingucker (nur schade, dass er so gar nicht mehr trommelt, sondern wahrscheinlich Orchideen im heimischen Garten züchtet, oder was auch immer distinguierte Britische Gentlemen sonst noch so treiben. Am 1. Juli werde ich ihn jedenfalls schmerzlich vermissen!)

  3. Auch Jonathan Watts, Guardian beschäftigt sich mit Erntediebstahl, illegalen Abholzungen, Geldwäsche, Gewalt, Armut und Madagaskar – also mit unserer Vorliebe für Vanille.

    “They hacked and stabbed them to death with machetes and harpoons,” said a vanilla farmer, who was among the crowd of onlookers. “I think it’s good. The police did nothing. Now the gangsters will be afraid of stealing from us. We have our own guard now. The young men of the community make patrols at night.”

    These extrajudicial killings – confirmed to the Guardian by a local priest – have gone unsolved and under-reported internationally until now. But environmental defenders say they highlight how the surging price of vanilla on global markets is connected to village crime and forest destruction.

    • Wenn mensch deutschsprachig „Vanille fairtrade“ sucht, landet er*sie über fairtrade deutschland gleich bei Nestle, andere Anbieter haben da keine aktuellen Infos und schreiben nur, daß die auf kleinbäuerliche Strukturen setzen. Bin mit Vanillin großgeworden und mal ehrlich, ehe mensch sich (teure) Vanillestangen im Supermarkt aus fragwürdigem Anbau/Vertrieb und/oder blutigem Diebstahl holt, kann sie*er auch Vanillin verwenden, wenn Vanille nicht das vorherrschende Aroma sein soll, zur Abrundung eines Kuchens z.B. . Wenn mensch das Vanillin als das Synthetische rausschmeckt, hat der (Hobby-)Konditor eh zuviel nangehauen.
      Bei Kaffee bin ich seit paar Jahren bei zumindest fair trade aus dem Supermarkt/Discounter, oder wenn hier mal jemand vorbeikommt, der das elektronisch im I-Net bezahlen kann ne größere Bestellung bei Zapatisten-Kaffee, das nicht aus Mitleid sondern weil der gut ist. (Link, wenn gewünscht, will keine unauthorisierte Werbung machen @Dame). In der Provinz hat mensch halt auch keine gescheiten Läden und was Geschäfte übers I-Net angeht bin ich der totale digitale Neandertaler.

      • (gegen Werbung für biologisch angebauten, fair gehandelten Kaffee ist nicht allzuviel einzuwenden, gegen Zapatistenkaffeewerbung sowieso nicht)

        Zwischen synthetischem Vanillin und echter Vanille liegen mehrere Welten, schmeckt man nicht erst bei rauhen Mengen. Es gibt aber einige Möglichkeiten, sehr sparsam mit Vanille umzugehen – z.B. ausgekratzte Schoten in Zucker zu betten und auf diese Weise excellenten Vanillezucker herzustellen oder Vanilleschoten in Stücke zu schneiden, mit Zucker und Wasser zu einem Sirup zu kochen, der mit dem Stabmixer atomisiert wird, 1 Teelöffel davon würzt wie eine ganze Schote – um auch bei schmalem Geldbeutel fair gehandelte Vanille kaufen zu können. Gibt es in Bioläden und im Internet von z.B. Rapunzel oder BioVegan. Bestellungen im Internet gibt’s auch via Vorabüberweisung oder auf Rechnung.

        • Im nächsten (30km) Bioladen gabs vor paar Wochen keine und zwei Stück wo bestellen wo ich nicht weiß, daß die nicht mit der ehemaligen Staatspost kommen ist auch blöd, so wegen ökologischem Fußabdruck ;).

          http://www.cafe-libertad.de
          Irgendwo muß mensch ja anfangen,..

          Der Rechtsterrorismus-Beitrag des DLF lohnt wirklich!

        • Gestern in einem kleinen Cafe‘ mit selbstgebackenem Kuchen Softeis gegessen mit Patenkind. Er Kirsch, das war voll die Chemie („durfte“ die Hälfte auffuttern) und schmeckte so wie sich das: Benzaldehyd, Hexanal, (E)-2-Hexenal, Phenylacetaldehyd, (E,Z)-Nona-2,6-dien-1-al, Eugenol liest (https://de.wikipedia.org/wiki/Fruchtaroma), mein Vanilleeis ging, war halt wohl alles Fertigpulver und ja, das Vanillin schmeckte mensch raus. Für so kleine Läden, die Softeis anbieten, ist die Frischherstellung wohl unmöglich, da machen die zu beachtenden Hygenievorschriften und das Frühlingswetter den Konditoren das Leben zu schwer um das noch zu nem sozial verträglichen Preis anbieten zu können…

  4. https://www.ndr.de/sport/fussball/VfL-Osnabrueck-Gegen-Rechts-und-Beatrix-von-Storch,osnabrueck5066.html
    Aus den Kommentaren:
    „Knolli schrieb am 03.04.2018 12:33 Uhr:
    „Wer nicht für uns ist, ist Linksextremist oder billigt zumindest Linksextremismus.“, so liest sich der teils unverschämte Text von Frau von Storch (Ehemann übrigens ausländischer Abstammung).
    Der VfL hat richtig darauf geantwortet.
    Und wer oder was rechts ist? Gucken Sie mal in den Spiegel, Frau von Storch.“

    Diesen „whataboutism“ kenn ich zur Genüge im realen Leben.
    Wußte auch nicht, daß die immer so mürrisch dreinblickende Störchin aus Schleswig-Holstein bekennende Anhängerin einer niedersächsischen Mannschaft ist und oder sich überhaupt für Fußball interessiert.
    Fußball war nämlich mal in Deutschland verpönt:
    „Sport zu treiben war damals ein Privileg der feinen Leute, und unter Sportausübung wurden in den Turn- und Sportvereinen in erster Linie Turnübungen in Gruppen verstanden, die Harmonie und Disziplin zum Ziel hatten. Der Wettkampfsport Fußball, bei dem auch die individuelle Leistung eines Sportlers im Vordergrund steht, stand in krassem Gegensatz zu diesen Idealen, er wurde als „Lümmelei“ oder „Englische Krankheit“ bezeichnet und seine Ausübung in den Vereinen zunächst fast überall verboten.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Fu%C3%9Fball_in_Deutschland
    Und auch dazu: http://www.spiegel.de/einestages/fussballanfaenge-in-deutschland-a-947074.html

  5. The Damned haben ne neue Platte draußen:

    Langsam weiß ich, warum ich mit denen nie so richtig warm geworden bin; die sind mir zu dillerig (*) und haben so meist nen verkleisterten Happy-Sound wie die Beatles, sprich mit ner ordentlichen Kelle Wut und mehr Geschwindigkeit sind die bestimmt richtig gut, muß das mal nem Freund von mir vorschlagen, der kann im Gegensatz zu mir sämtliche Instrumente, die die spielen und will (wieder) ne Punkband aufmachen; The Damned- Coverband in dreckiger und schneller, so (frühe) Cure meets Nirvana.
    Am Besten und da gefällts mir auch, sind die mit diesem poppigen Cure-Touch und bißchen (grade stimmlich) Depeche Mode:
    (Das hier schomma irgendwo erwähnte weil Gitarrengriff auch bei Killing Joke und Nirvanas „Smells like teen spirit“.)
    „Life goes on“ von der Scheibe „Strawberries“ (**) ab min 32:45:

    und die am rundesten in die Richtung gemachte Platte „Phantasmagoria“, Lied weiß ich ned, ab min 6:12, soo ein Musiknerd bin ich ned, da vielzuviel Chaos:

    (*) dillern; hm, ist so einfach nicht zu finden im www, kommt wohl von Di(l)letant in der Bedeutung:
    http://www.wie-sagt-man-noch.de/synonyme/diletant.html
    Also ambivalent; wenn wie die Tage abends ich bei unserem Klempner mit ner Klempnerfrage war, der grade ne AWO (https://de.wikipedia.org/wiki/AWO_425) verkabelte, dieses als Gesprächseinstieg nutzte: „Ach, Du dillerst an ner AWO rum in der Freizeit?!?“ was als Dialog länger wäre und etwa so ging:
    „Hallo XYZ“ – Hallo Hugo“ – „Du hast ne AWO (erstaunt, Frage eigentlich dämlich, da das Moped ja auf der Werkbank steht)?!?“ – „Ja, seit xyz Jahren, jetzt bau ich die auf (Informationsgehalt Eigentumserwerb ist jetzt nicht soo wichtig für mich, letzteres siehe oben selbsterklärend).“ – „Coole Karre blabla, (so die Liebhaberei wertschätzend annerkennen)“
    Wertneutral: „Das ist ein ganz schönes Gediller!“ bedeuted, um bei der Awo zu bleiben; den Vergaser auseinanderzufuzzeln und alle Düsen etc zu reinigen.
    Als herzliche bis bösartige Kritik: „Was dillerst Du da solange rum, so geht das?!?“ (also Stümper)

    (**) die ganzen Alben, um sich ein Bild machen zu können, zu Haushaltstätigkeiten ist des ne gute Begleitmusik

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