In a nutshell

 

Die Zeichnung bringt es auf den Punkt – egal, ob und wie sich Betroffene äußern oder ob sie schweigen: es wird garantiert gegen sie verwendet. Ich tu’s trotzdem von Zeit zu Zeit.

So gut wie alle Frauen und Männer kennen Sexismus aus eigener Erfahrung und weit mehr, als Sie wahrscheinlich glauben, sind von sexualisierter Gewalt betroffen. Eigentlich sind wir die Mehrheit. Trotzdem glaubt fast jede/r, mit der Beschämung und dem Leid alleine zu sein, denn Scham und Schande sexualisierter Grenzüberschreitungen klebt nicht an den Grenzüberschreitern, sondern zuverlässig an denen, auf die übergegriffen wurde. Um wenigstens das zu ändern, gibt es von Zeit zu Zeit Social-Media-Phänomene wie #Aufschrei oder aktuell #MeToo. Es scheint vielen gut zu tun, sich nicht mehr ganz so allein zu fühlen.

Nicht so gut tut, wenn rschlchr solche hashtags zum Anlaß nehmen, ihren inneren Schweinehund ausgiebig Gassi führen. Nicht so gut tut auch, daß sich am Elefanten im Gesellschaftszimmer seit Jahrzehnten wenig ändert, auch nicht seit den letzten Skandalen in Kirche, Internaten, bei den Grünen, nicht nach #Aufschrei, nicht nach #ausnahmslos. Der allgegenwärtige Sexismus und dessen Extrem-Form, die sexualisierte Gewalt, wird lieber an „Nafris“ o.ä. ausgelagert, der Muslim ist schuld und unser Unglück.

Oder, auch schön: die Betroffenen sind selber schuld. Weil: sie haben unzweideutige Grenzziehung versäumt, tragen die Bluse nicht geschlossen genug, haben den Armlängen-Rat nicht beherzigt, den Fluchtweg nicht geklärt, sind nicht selbstbewußt genug, haben ein „Opfer-Abo“. Woher sollten rschlchr auch wissen, wo sie aufhören und wo andere Menschen anfangen?

Feinsinnige Kritik findet sich auch zur Vermischung von sexualisierter Belästigung und Gewalt in den Social-Media-Wortmeldungen. Weil: „richtige Opfer“ würden auf diese Weise herabgewürdigt und unglaubwürdig gemacht.

Ich wurde zwischen dem 4. und 9. Lebensjahr von meinem Vater vergewaltigt, falle also mutmaßlich unter „richtiges Opfer“. Die Schubladierung als „Opfer“ beleidigt mich, denn für kaum etwas habe ich mehr getan, als eben genau kein Opfer mehr zu sein. Für mich überlebenswichtig, denn Opfer werden weiter mißbraucht, auf jede nur erdenkliche Weise. Das reicht von erneuter sexualisierter Gewalt (zwei Versuche, durch Therapeuten) über das vermeintliche Sprechen in meinem Namen z.B. zu Gesetzesverschärfungen, die unerbetene Mitverhandlung bei jeder medialen Skandalisierung sexualisierter Gewalt bis zu Rassismus gegen Muslime zu angeblich meinem Schutz als Frau, nein halt, als deutscher Frau. Parallel dazu muß ich um jede Bewilligung notwendiger Therapie oder anderer Hilfe kämpfen wie verrückt. In Zeiten, in denen es mir nicht gut geht, finden sich auch zuverlässig die vermeintlich guten Freunde ein, die mir noch das letzte bißchen Kraft rauben, indem sie mich – trotz gezogener Grenzen – als ihre persönliche Trümmerfrau mißbrauchen, in deren reflektiertes Ohr sie sich jederzeit erbrechen können. Die, die mir eigentlich immer schon mal sagen wollten, wie … sie mich finden und den Zeitpunkt des Kontaktabbruchs geschickt wählen. Ich werde Freunden trotzdem immer zuhören und auf die Achtung meiner Grenzen Wert legen.

Der Spießrutenlauf sexualisierter Belästigung als junge Frau im öffentlichen Raum setzte mir Grenzen, denn er versicherte mir, daß ich jederzeit wieder zum Opfer gemacht werden kann. Sexismus ist ein Machtmittel, das rschlchr besonders gern gegen die anwenden, die jung, schön oder stark wirken und zu verunsichern sind.

Ich habe einige Belästigungen in der Öffentlichkeit erlebt, die mich so getriggert haben, daß ich wieder viereinhalb Jahre alt, macht- und hilflos, von der Zugewandtheit meines Vaters abhängig und buchstäblich starr vor Angst war – es mir also gar nicht möglich war, dem jeweiligen rschlch passend zu wechseln. Das mußten nicht mal unbedingt unerbetene Berührungen sein. In einer Situation reichte, daß das rschlch ständig den Mindestabstand zu Fremden unterschritt, ähnliche Worte wählte und auch roch wie mein Vater, um mir einen Flashback erster Ordnung zu bescheren. Andere Belästigungen hat mein kluges Hirn jahrelang verdrängt, mir fiel beim Lesen der #Aufschrei-Schilderung einer anderen Frau, U-Bahn-Situation, wieder ein, daß ein rschlch vor Jahren in der überfüllten U9 seinen Schwanz auf meine Schulter gelegt hatte, während ich eingeklemmt da saß, Zeitung las und auf einmal etwas Weichwarmfeuchtes am Ohrläppchen spürte. Keine Ahnung, wie ich damals reagiert habe, vermutlich war ich starr vor Angst. Den schönen Wintermantel konnte ich nie wieder anziehen. Starr vor Angst war ich auch vor ein paar Jahren, als ich im Ruheraum der örtlichen Elixia-Sauna unter meinem großen Handtuch kurz weggedämmert war und von einer haarigen Hand zwischen meinen Beinen geweckt wurde. Das Tresenpersonal erklärte mir etwas später, ich hätte Namen und Mitgliedsnummer der haarigen Hand zu ermitteln, damit man etwas gegen Sexismus tun könne.

Nicht alle, die sich bei #MeToo äußern, amüsieren sich mit so üblen Kinder-Gewalterfahrungen und deren Folgen, wie ich das bis heute, 45 Jahre später, immer noch tue.

Äußern kann man nur, was man weiß.

Jeder hier kann wissen, daß jede 3. Frau irgendeine Gewalterfahrung und jedes 3.-4. Mädchen, jeder 5.-7. Junge mindestens eine Erfahrung sexualisierter Gewalt vor dem 16. Lebensjahr gemacht hat. Gehen wir also davon aus, daß 20% der Bevölkerung Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt hat, heißt das, daß potentielle 20% nicht immer souverän agieren oder reagieren. Wissen kann man auch, daß Erfahrungen sexualisierter Gewalt unterschiedlich gut verarbeitet werden. Auffällig oft werden zu Opfern Gemachte im Laufe ihres Lebens zu Tätern. Dabei neigen Männer eher zur direkten Weitergabe der erlittenen Gewalt, während Frauen variantenreicher sind. Sie verhalten sich oft autoaggressiv, neigen zu Alkohol-/Drogensucht, Suizid, Prostitution, suchen sich immer wieder das gleiche gewalttätige Modell Partner oder sie haben einen blinden Fleck in der Wahrnehmung, wenn der auf die Kinder übergreift, geben die erlittene Gewalt direkt weiter, verlagern sie in psychische und physische Gewaltausübung.

Der Haupttatort für sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Kinder ist nicht der öffentliche Raum. Die Haupttäter sind zwar Männer, nicht aber hauptsächlich der Fremde im Gebüsch oder am Kölner HBF. Frauen und Kinder werden hauptsächlich zuhause und durch vertraute Personen vergewaltigt. Zuhause prügeln Männer und Frauen Männer, Frauen und Kinder. Zuhause werden Männer, Frauen und Kinder gedemütigt und entwertet, von Frauen und Männern. Der öffentliche Raum ist „nur“ der Resonanzraum des privaten Raums.

Ich vertrete die These, daß sexualisierte Belästigung und Gewalt gegen Frauen und Kinder „nur“ ein Ausläufer des Sexismus unter Männern ist. Sexismus schadet nicht nur Frauen, sondern vor allem den Männern selbst, die Haupt-Täter und Haupt-Opfer der gewalttätigen Geweih- und Schwanzmesserei unter Männern sind. Auch die Gefängnisse sind voller Männer, während in Psychotherapie-Praxen hauptsächlich Frauen arbeiten, so oder so.

Es sind die Nicht-Alpha-Tiere, die mit den kleinen Geweihen, die deswegen besonders gefährlich sind, weil sie, wenn’s blöd läuft, weiter nach unten treten. Für den überfälligen gesellschaftlichen Sexismus-Diskurs ist es völlig unerheblich, ob Alpha-Tiere wie Trump, Weinstein, Strauss-Kahn Frauen vergewaltigt und Woody Allen, Klaus Kinski, David Hamilton Kinder gefickt haben und dafür rechtskräftig verurteilt werden. Nur sehr wenige Männer sind Alpha-Tiere, noch weniger werden nur tatsächliche Vergewaltiger verurteilt. Strafrecht hilft nicht. Es kommt immer zu spät. Eine Gesellschaft, die einen überfälligen Diskurs ins Strafrecht verschieben will, unterzeichnet ihren Offenbarungseid.

Am Sexismus-Elefanten im Gesellschaftszimmer wird sich wenig ändern, bis nicht endlich eine nennenswert große Zahl der vermeintlich Unbeteiligten den Betroffenen zuhört und ihnen glaubt, sich für ihre Rechte einsetzt und ihre oft mühsam gezogenen Grenzen achtet. Es ist immer elend, sich gegen die Überschreitung der eigenen Grenzen wehren zu müssen. Umgekehrt ist es heilsam und herzerwärmend, wenn andere Menschen aufmerksam sind und gegen sexistische Kackscheiße eintreten. Durchlauferhitzer wie Social-Media sind dafür nur sehr bedingt geeignet, wegen Fressefreiheit, rschlch-Dichte, Alpha-Tier-Versessenheit, Aufmerksamkeitsökonomie.

Nein, das Schließen von Blusen schützt niemanden vor gar nichts. Ja, es sind nicht nur Frauen und Mädchen, sondern auch Männer und Jungen betroffen. Nein, schärfere Gesetze werden weder helfen noch ist von Betroffenen zu erwarten, daß sie Anzeige erstatten und die Gesellschaft schützen (aka Kernpunkt unseres Strafrechts). Ja, Verjährungsfristen für sexualisierte Gewalt in der Kindheit müssen trotzdem weg, viel wichtiger ist aber: das Therapieangebot für Opfer und für potentielle Täter jeden Alters und Geschlecht muß endlich dem Bedarf angepasst werden. Nein, mit Sex hat sexualisierte Herabwürdigung und Gewalt wenig bis gar nichts zu tun, sondern weit eher mit Machtausübung und Kontrolle. Ja, Sexisten und Vergewaltiger sind meistens erbärmliche rschlchr, die es nötig haben, andere Menschen zu degradieren, um sich nicht mehr ganz so unterlebensgroß zu fühlen. Nein, das macht es für Beschämte und Betroffene noch nicht mal ein bißchen besser. Ja, es ändert sich etwas, aber zu wenig und zu langsam. Nein, es sind definitiv nicht alle Männer rschlchr und potentielle Vergewaltiger. Ja, alle Männer müssen endlich über Sexismus nachdenken, auch über den zwischen Männern und den in ihrem eigenen Kopf und in ihrem Männer- und Selbstbild. Nein, der Unterschied zwischen Kompliment und sexistischer Bemerkung, zwischen Flirt und Übergriff, zwischen lustvollem Sex und Vergewaltigung wird nicht von prüden „Feminazis“ definiert, sondern von Ihnen und Ihrem Gegenüber.

There is no such thing as a Schema F in zwischenmenschlichen Beziehungen (obwohl F wie Freundlichkeit eigentlich immer hilfreich ist). Jedes Gegenüber ist anders. Und jede/r hat die gleichen Menschenrechte.

 


In-a-nutshell-Zeichnung: Screenshot bei Twitter.

Mein Geduldsfaden in Diskussionen über Sexismus und sexualisierte Gewalt ist kein Gummiband. Mir fehlt jeder Humor bei Täter-Opfer-Verschiebungen, bei Menschenverachtung in egal welcher Form und bei Großfressigkeit. Bitte stimmen Sie Ihre Kommentierung darauf ab.


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59 Gedanken zu „In a nutshell

  1. Ein Video erklärt knapp und schlüssig, warum Männer sexualisierte Gewalt noch seltener anzeigen als Frauen. Eine m.M.n. sehr empfehlenswerte Beratungsstelle für von sexualisierter Gewalt betroffene Jungen und Männer: Tauwetter, dort finden Sie weiterführende Information ohne Ende. Geschützte Häuser/Wohnungen für Männer (und ihre Kinder) vor häuslicher Gewalt gibt es inzwischen in Oldenburg, Berlin, Osterrode am Harz, Leipzig und Dresden. Potentielle Täter sexualisierter Gewalt gegen Kinder können sich an Kein Täter werden wenden. Eine nach meiner Erfahrung hochwirksame Trauma-Therapie ist EMDR, Therapeutensuche, leider oft lange Wartezeiten – bleiben Sie dran, es lohnt sich.
    Um Beratung und geschützte Räume für Frauen und Mädchen zu finden, bedienen Sie bitte einer Suchmaschine Ihrer Wahl.

    Um Mißverständnissen vorzubeugen: es gibt inzwischen zwar einiges an Hilfsangeboten, aber immer noch viel zu wenige, für Kinder, Frauen und Männer gleichermaßen zu wenige.

  2. Pingback: Hat jemand die Mondrakete gesehen? | Fädenrisse

    • Ach liebe meertau…
      (an Sie muß ich seit Tagen dauernd denken, bei mir war’s vor Jahren die liebste schönste Katze überhaupt und es dauerte ewig, bis ich sie nicht mehr 100 Mal am Tag schrecklich vermisste. Ich begrub sie damals im Garten einer Freundin im Oderbruch und jetzt wird’s ein bißchen kitschig, ischwöriswahr: Grab mit Bepflanzung fand ich extrem schräg, ich wollte lieber Gras über sie wachsen lassen – nach einem Jahr hatte sich eine wilde Rose dort ausgesät, die inzwischen ein amtlicher Busch ist. Die Freundin wiederum schwor, daß sie nix daran gemacht hat und ich fand’s tröstend. Und das wünsche Ihnen auch, sehr)

  3. Ouhhh! Ich wittere üble Ketzerei! Alles menschliche Streben beruht doch schon immer auf dem Ansporn, in der Hierarchie aufzusteigen, sich über die Nächsten zu erheben und sie sich mit Unterstützung des Rechts als dingliche Verfügungsgegenständen zu halten. Über unappetitliches Untenrum ist da tunlichst zu Schweigen, das rüttelt an der Uralten Ordnung!!! Verwirren Sie bitte die Frauen nicht! Ihre Aufgabe in dem Spiel ist doch, sich nur von solchen Individuen mißbrauchen zu lassen, die eine Verbesserung der eigenen Machtverhältnisse versprechen. Am Ende wollen Sie noch behaupten, das Phantasma der Gleichheit beziehe sich auf etwas anderes, als die Ersetzbarkeit der Besitzlosen?!?

    • Verwirren Sie bitte die Frauen nicht! Ihre Aufgabe in dem Spiel ist doch, sich nur von solchen Individuen mißbrauchen zu lassen, die eine Verbesserung der eigenen Machtverhältnisse versprechen.

      Nicht ganz, denn auch ersetzbare besitzlose Männer brauchen noch welche, über die sie sich erheben können. Außerdem sind Frauen auch im Katastrophenfall verwertbar und nützlich.

      Sehr empfehlenswert dazu ist die schönste Schirrmacher-Zerlegung überhaupt, von Robert Kurz – Liebesökonomie und Schicksalsgemeinschaft.

      • Haben Sie sich etwa noch nicht zum freiwilligen Pflegedienst gemeldet, um Ihren Pflichtteil zum Endsieg des heiligen Neoliberalismus beizutragen? Oder sind Sie vielleicht freigestellt wg Kurtisanentätigkeit am höherrangigen Manne?

  4. Danke für den Text und die persönliche Offenheit .

    Auch Ihren Hinweis auf Hilfsangebote halte ich für sinnvoll.

    Offenbar gibt es auch hier Menschen, die zu einem sachlichen Diskurs nicht in der Lage sind.

    Bitte lassen Sie sich von Beleidigungen nicht einschüchtern. Bitte bringen Sie Themen weiter auf den Punkt.

    • Es ist schwer und anstrengend, den Sexismus-Diskurs sachlich zu führen – auch, weil jede Menge Emotionen involviert sind und jede/r aufgefordert ist, die eigene Haltung und das eigene Handeln zu hinterfragen. Falls Sie Alice Wunders Bemerkung zur Kurtisanentätigkeit als Beleidigung interpretiert haben: ich weiß, daß er das nicht beleidigend meint. Ich halte es aber nicht für sinnvoll, die Diskussion jetzt in Richtung Neoliberalismus zu erweitern. Obwohl es zweifellos einen Zusammenhang gibt: Neoliberalismus ist ein Alpha-Tier-begünstigendes System.

      Solange es viele Linke vorziehen, sich einen großen bösen Feind wie Kapitalismus oder Neoliberalismus zu suchen, demgegenüber sie sich völlig machtlos fühlen und sich als Lösung nur noch die erfolgreich absolvierte Weltrevolution herbeiwünschen können, wird sich weder am jede/n betreffenden Sexismus etwas ändern noch wird die Weltrevolution ever stattfinden.

      Stellt sich die Frage, ob sich Linke eine solche Verdrängungs- und Vermeidungshaltung leisten sollten und leisten können.

      • Ja, alle Männer müssen endlich über Sexismus nachdenken, auch über den zwischen Männern und den in ihrem eigenen Kopf und in ihrem Männer- und Selbstbild.

        Was soll man dazu sagen?
        Männerverachtender Sexismus unter Frauen? Gibts nicht, klar.
        Mal Statistiken zu sexuellen Missbrauch gesichtet? Anscheinend nicht!
        Ich persönlich bin schon mehrmals „Opfer“ sexuell übergriffigen Verhaltens in der Öffentlichkeit seitens der Damenwelt gewesen.
        Aber auch privat weiß die holde Weiblichkeit zu liefern: im meiner Kindheit wars die Tante und in der Jugend eine Nachbarin, eine zweifache Mutter wohlgemerkt.
        WER ist hier wohl voreingenommen?

        Im Frühling und Sommer seh ich hier in Berlin übrigens fast keine JoggerINNEN mehr, erst wenns kalt und regnerisch wird.
        Volksfeste Dorffeste, Halloween, Sylvester usw usw., mal Regionalzeitungen gelesen, aktuell z.B. zu den Vorkommnissen am 31.10?
        Liegt bestimmt an der sexistischen Geisteshaltung und der inhärenten Gewalt der deutschen Männer und garantiert nicht an Mittelalterlichen Verhältnissen im Nahen Osten und deren Import..
        Und jetzt nenn mich einen gottverdammten Nazi.

        Grüße,
        Ein Linksparteimitglied der allerersten Stunde.

        • Willkommen paule!
          Warum sollte ich Sie denn einen „gottverdammten Nazi“ nennen?
          Ich finde eigentlich, bemerkenswert unfreundlich, schlecht informiert und rassistisch/sexistisch reicht auch.

          Männerverachtender Sexismus unter Frauen? Gibts nicht, klar.

          Selbstverständlich gibt es männerverachtenden Sexismus unter Frauen. Aber: der ist hier und im Moment nicht Thema. Falls Sie das Thema bewegen sollte, schreiben Sie doch bitte einen fundierten Blog dazu, werde ich gern lesen und ggbfs kommentieren.

          Mal Statistiken zu sexuellen Missbrauch gesichtet? Anscheinend nicht!

          Welche Statistiken zu sexuellen Missbrauch (<-ist btw. Tätersprache: "Mißbrauch" impliziert, es gäbe einen legitimen sexuellen Ge-brauch von Kindern) meinen Sie? PKS, Dunkelfeldforschung, Kinderfick-Tourismus, Zahlen von Tauwetter, Kein Täter werden, Wildwasser usw. – welche Statistiken habe ich nicht zu Rate gezogen?
          Ich schreibe es in ungefähr jedem 3. Blog: jedes 3.-4. Mädchen, jeder 5.-7. Junge macht mindestens eine Erfahrung sexualisierter Gewalt vor dem 16. Lebensjahr. Die Täter sind mehrheitlich Männer (mehr als 80%, die meisten sind nicht pädophil, sondern "normal". Daraus ergibt sich logisch: knapp 20% der Straftaten werden von Frauen verübt, pädophile Frauen kommen so gut wie nicht vor) und zwar nicht der oder die Fremde aus dem Gebüsch, sondern der Hauptatort heißt Familie und kindlicher Nahbereich. Wie bei Ihnen, wie bei mir. Kein Grund, mir Voreingenommenheit und Uninformiertheit zu unterstellen und eine Opferkonkurrenz anzustreben.

          Im Frühling und Sommer seh ich hier in Berlin übrigens fast keine JoggerINNEN mehr, erst wenns kalt und regnerisch wird.

          Sind’s die Augen, geh zu Ruhnke.
          Ich sehe hier in Berlin (im Hort alles Bösen, Kreuzberg, an der Grenze zum noch Böseren, Neukölln) übrigens jeden Tag jede Menge Joggerinnen – im Frühling, Sommer, Herbst und bei trockenem Wetter mehr, im Winter und bei Regen weniger. Erfreulicherweise aus der Mode gekommen ist aber Nordic Walking, fand ich schwer erträglich, ganzen Pulks verbissen guckender Generalinnen in bunten Wurstpellen zu begegnen.

          Volksfeste Dorffeste, Halloween, Sylvester usw usw., mal Regionalzeitungen gelesen, aktuell z.B. zu den Vorkommnissen am 31.10?
          Liegt bestimmt an der sexistischen Geisteshaltung und der inhärenten Gewalt der deutschen Männer und garantiert nicht an Mittelalterlichen Verhältnissen im Nahen Osten und deren Import..

          Ob Sie bitte mit Hilfe der erwähnten Regionalzeitungen allgemein verständlich machen, was Sie meinen? Ihren Grundtenor meine ich allerdings schon so verstanden zu haben: DerMuslimistunserUnglück. Ja, ist ein beliebtes Manöver, um den „autochthon deutschen“ Sexismus kleinzureden. Gäbe es den „Nafri“ nicht, er müßte schnellstens erfunden werden. Das Mittelalter war übrigens weit besser als sein Ruf, richtig übel wurde es erst mit der Neuzeit.

          Ein Linksparteimitglied der allerersten Stunde.

          Irgendwie würde es Ihnen doch nicht so gefallen, „gottverdammter Nazi“ genannt zu werden, n’est ce pas? Mir ist es Jacke wie Hose, wo Sie Ihr Kreuzchen machen oder in welcher Partei Sie seit wann Mitglied sind – Ihre Ausführungen sprechen auch ohne diesen Beitrag zum nutzlosen Wissen für sich.
          Falls Sie hier weiter kommentieren möchten, würde ich mich über einen Hauch mehr Sachlichkeit und Höflichkeit und über verständliche und belegte Aussagen freuen. Falls Sie aber nur mal wohin kacken wollten, auch gut.

          • Jungejungejunge, ich bin im Wedding aufgewachsen und googeln kannste selba wa?
            Hier laufen nur noch in den seltensten Fällen Frauen rum, war mal ne beliebte Laufstrecke, ist aber kein Park wo eventuell andere in der Sonne sitzen und helfen könnten, sondern ein schmaler Grünstreifen.
            Selbst in den Rehbergen sieht man sie nur noch selten da der Park eher einem Wald ähnelt und nicht gany so gut besucht ist wie beispielsweise die Hasenheide odere der Treptower Park.
            Gelegenheit macht Täter, wieder so eine Selbstverständlichkeit die man heutzutage vielen, nicht allen!, Linken anscheinend erklären muss.
            Ich schimpfe mich trotzdem immer noch links, mir ziemlich egal was pseudolinke elitäre Sprachpolizisten mir andichten wollen.
            Und zum Thema dass dich wohl hat ausrasten lassen:
            Die Zeitungsberichte hast du wohl nie gelesen, merkwürdiger weise liest man diese auch eher in Lokalblättchen aus der Provinz.
            Hier in Berlin passiert das irgendwie wesentlich seltener, die drei großen Berliner Zeitungen berichten jedenfalls auffallend wenig, als ob hier weniger los wäre als in Mittelstädten wie Duisburg, Wesel, Chemnitz, Augsburg, Schwabingen, usw.
            Merkels Auffforderung möglichts positiv zu Berichten ist dir wohl auch unbekannt.
            Nachrichtensprerre für die Hauptstadtpresse?
            Völlig paranoid, ne wa?
            Wenns es in diesen Käffern schon an einem Wochenende mehrere versuchte oder vollendete Vergewaltigungen gab kannst du diese Zahlen ja mal hochrechenen und dich wundern warum hier so wenig in der Zeitung steht..

            Ich wohne immer noch im Wedding und ich kenne einige Frauen die hier leben und laut ihren Erzählungen gehen fast ausnahmslos alle ÖFFENTLICHE sexuellen Übergriffigkeiten hier von Türken und Arabern aus, face it.
            Da ich aber DIFFERENZIEREN kann, bin ich weder gegen Araber noch Türken.
            Ich bin aber auch dagegen gewisse, durch die Flüchtlingskrise offensichtlich schlimmer gewordene Probleme, zu relativieren und zu verschweigen derweil man den deutschen Mann mal wieder als Sündenbock ausfindig gemacht hat.

            Zum Thema Missbrauch ( nich ma jutet Deutsch, tut weh wa?):
            Es gibt Studien die einen weit höheren Anteil weiblicher Tater anzeigen, vorallem was den Missbrauch an Kindern angeht.
            Du redest hier übrigens mit einem Betroffenen, bisschen eklig was du dir hier erlaubst.
            Ein wirklich schäbiges Manöver mir anhand eines Alltagsbegriffes auch noch Tätersprache zu unterstellen, weeste selbst wa?

            Und ALLE Männer ansprechen is auch nicht gerade ne intellektuelle Höchstleistung und zudem SEXISTISCH.
            Aber danke fürs Hoserunterlassen, hihi der musste sein..
            Ihr stellt euch nicht nur dumm , ihr gebt anscheinend auch noch eure humanistische Einstellung auf damit das intellektuelle Fundament nicht zerbröselt.
            Ihr seid die letzten Menschen, und ihr seid pünktlich!

            Gruß
            Ein Mann, ein Täter, ein sexistischer Gedankenverbecher und ein gottverdammter Nazi.

            • Eine weitere Dimension:

              „Dennoch haben „Scharia-Staaten“ auch hierzulande großen ideologischen Einfluss, gerade auf junge Menschen, belegt Adamek. Staaten, regierungsnahe Vermögende oder „Wohltätigkeitsorganisationen“ finanzierten zum Beispiel Koranschulen die hier wöchentlich von Tausenden Kindern besucht würden. Adamek zitiert aus einem vertraulichen Bericht von Verfassungsschutz und Bundesnachrichtendienst. Die Geheimdienste sprechen dort von „Missionierungsorganisationen“ aus Katar, Saudi-Arabien und Kuwait die „eine langfristige Strategie der Einflussnahme“ in Deutschland verfolgten.

              (…)

              Adamek schickte beispielsweise 252 Moscheevereinen und -verbänden Fragen zu ihrer Finanzierung – gerademal fünf antworteten. Und keiner von ihnen wird aus dem Ausland finanziert. Die Finanzierung der Moscheen ist in Deutschland eine „Blackbox“. Dabei werde das lückenhafte deutsche Steuer- und Vereinsrecht ausgenutzt. Viele islamistische Vereine erhielten gar Steuerprivilegien beziehungsweise würden als gemeinnützig eingestuft – und müssten dann gar keine Steuern mehr zahlen. Damit finanziere jeder Steuerzahler fundamentalistische Aktivitäten mit.“

              https://www.freitag.de/autoren/benmen/selbstzerstoerer

              „Fakt ist, dass ein Mitglied der palästinensischstämmigen Großfamilie, die immer wieder im Zusammenhang mit Organisierter Kriminalität in Berlin steht, und Amri am selben Tatort gewesen sind“

              http://www.tagesspiegel.de/berlin/der-fall-anis-amri-hatte-der-attentaeter-kontakt-zu-kriminellem-clan/20463052.html

              „Wieder geht es um Polizeianwärter aus arabischen Familien. In einem anonymen Brief an Polizeipräsident Klaus Kandt, der dem Tagesspiegel vorliegt, heißt es sinngemäß: Die Truppe habe sich inzwischen für kriminelle Clans geöffnet.

              Der Verfasser, eigener Auskunft zufolge langjähriger Mitarbeiter des Landeskriminalamtes (LKA), schreibt: „Bewerber aus diesen Großfamilien werden – trotz Strafakte – in der Polizei angenommen.“ Dies habe mittelbar wohl auch mit Polizei-Vizepräsidentin Margarete Koppers zu tun. Sie stehe demnach für die Praxis der Einstellung junger Migranten, gerade aus muslimischen Herkunftsländern. Koppers ist designierte Generalstaatsanwältin und gilt als Wunschkandidatin von SPD, Grünen und Linken.

              Sie sende, heißt es wiederum in dem Brief, die falschen Signale, indem sie selbst einen Anwalt gewählt habe, der Männer jener Clans vertrete. Zudem trauten sich Beamte derzeit nicht, mit Kritik zu Vorgesetzten zu kommen.
              Nach Tagesspiegel-Informationen wird der Brief intern als echt eingestuft. Der Rechtsbeistand von Koppers ist ein erfahrender Anwalt, der auch Bandenkriminelle vertreten haben soll.

              (…)

              Die Vorwürfe aus dem neuen Schreiben wurden am Donnerstag von Beamten diverser Wachen bestätigt, insbesondere die Angst davor, dass Antisemitismus, Homophobie und Frauenfeindlichkeit zunehmen könnten. Diese Probleme gebe es sicher schon länger, sagte ein Fahnder, der selbst nicht in Deutschland geboren wurde, aber sie würden durch bildungsferne, oft aus dem Libanon stammende Bewerber leider massiv verstärkt.“

              In Polen trainiert man Nazis und der IS ist made in USA..
              Hier ist mehr im Busch als ihr Naivlinge wohl wahrhaben wollt.

            • Es gibt Studien die einen weit höheren Anteil weiblicher Tater anzeigen, vorallem was den Missbrauch an Kindern angeht.

              Immer her damit, das will ich lesen.

              den deutschen Mann … als Sündenbock“ haben Sie in die Diskussion eingeführt, nicht ich. Lesen Sie nochmal nach, ich schreibe von rschlchrn und von Männern, nirgendwo von deutschen Männern.
              Über den Wedding müssen Sie mich nicht belehren, ich habe dort 10 Jahre gewohnt.

              Und zum Thema dass dich wohl hat ausrasten lassen:
              Die Zeitungsberichte hast du wohl nie gelesen, merkwürdiger weise liest man diese auch eher in Lokalblättchen aus der Provinz.
              Hier in Berlin passiert das irgendwie wesentlich seltener, die drei großen Berliner Zeitungen berichten jedenfalls auffallend wenig, als ob hier weniger los wäre als in Mittelstädten wie Duisburg, Wesel, Chemnitz, Augsburg, Schwabingen, usw.
              Merkels Auffforderung möglichts positiv zu Berichten ist dir wohl auch unbekannt.
              Nachrichtensprerre für die Hauptstadtpresse?
              Völlig paranoid, ne wa?

              Ihre Schlußfrage mit einem Wort beantwortet: ja. Sie sind Anwärter auf einen formschönen Aluhut.
              Davon, daß Ihre Äußerungen mich „ausrasten lassen„, träumen Sie nachts, feucht.
              Ansonsten bleibt festzuhalten, daß Sie keine einzige Quelle für Ihre Behauptungen anführen und daß RT alles mögliche und unmögliche ist, nicht aber seriös. Ihr Kommentar von 18:55 segelt um Lichtjahre am Thema hier vorbei, den nächsten dieser Art werde ich löschen, word. Wundern Sie sich nicht, daß mögliche weitere Ihrer Kommentare nicht sofort veröffentlicht werden, denn ich werde sie mir ansehen, bevor ich sie freischalte. Weil Sie ein bißchen arg unhöflich sind für meinen Geschmack und alles mögliche, nicht aber das Thema hier behandeln.
              Abschließend: ist gar nicht nötig, mich im Plural Majestatis anzusprechen, ein einfaches Sie reicht aus^^

              • Wo bleibt denn dann die Diskussion um diese Vorfälle.
                Nein, stattdessen zum wiederholten Male eine Kampagne die einen dummen Blick mit tatschlicher Belästigung und Schlimmerem in einen Topf wirft!
                Damit relativiert man Letzteres, hetzt gegen jeden der sich Unbeholfen anstellt(Ersteres!) und lenkt damit ab – die Medien thematisieren erst gar nicht die explodierende Vergewaltigungsrate durch Flüchtlinge(Statistik vom BKA!) aber ein falsches Wort ist jetzt der Super-Gau, ist das so schwer zu begreifen?
                Kriegstraumatas haben natürlich keine Konsequenzen, und es sind auch auf keinen Fall massenhaft radikalislamistische Kämpfer eingewandert nachdem es in Syrien brenzlig für sie wurde und der IS genau jenes zu seiner neuen Taktik auserkoren hatte..
                Bitte gehen sie weiter, hier gibt es nur Nazi-Propaganda zu sehen!
                Jeder der es anspricht ist gleich rechts und/oder Aluhutträger, herzlichen Glückwunsch, du kriegst nen SPIEGEL-Abo von mir..
                Und RT ist natürlich unseriöser als die hiesige Presse, nee is klar!
                Vielliecht mal zuhören statt gleich zu urteilen.
                Desweiteren hat man dem UNHCR dort unten die Mittel radikal gekürzt und war somit der direkte Auslöser der Flüchtlingskrise.
                Man hätte den menschen weit konstruktiver helfen können.
                Aber mach dich ruhig weiter zum nützlichen Idioten.
                Ach ja: Wenn du etwas wirklich wissen wolltest, hättest du es schon lang gegoogelt.
                An deiner Stelle würde ich mich nochmal mit erkenntnistheoretischen Erörterungen auseinandersetzen, oder mit kognitiver Dissonanz und das sage ich in guter Absicht.
                Du bist zu emotional.(Das war doch schon wieder das nächste Fettnäpfchen, hab ich Recht?)

                • Ach ja, wer liest denn die hiesigen Qualittsmedien in denen diese abgehobenen Diskussionen stattfinden?
                  Die Türken und Araber?
                  Wohl kaum..
                  Schlaf weiter.

              • Die Datenlage ist absolut unterirdisch was weibliche Täter angeht, das spricht Bände..
                Bisschen gewagt gleich Vergleiche zu ziehen zum sehr gut erforschten Thema männlicher Täter, oder?
                Was (heterosexuellen) Missbrauch angeht, komme ich auf einen weiblichen Anteil von 37%!
                Aber auch viele Frauen sind betroffen: Eine Bekannte von ihr wurde in der Kindheit jahrelang von ihrer Oma vergewaltigt, bis hinein in die Pubertät.
                Aber natürlich fiel der Anfangsverdacht erstmal auf den Vater, sah die Mutter (die es mitbekommen haben MUSS!)als Feministin natürlich auch so, kotz…

                http://www.rossilhol.de/pdf/Sexueller%20Missbrauch%20durch%20Taeterinnen.pdf

                Auch sehr interessant:

                Allen verweist weiterhin auf eine Studie von Freeman-Longo
                1
                , nach der
                40% der untersuchten Vergewaltiger von Frauen mißbraucht wurden.
                Rudin et al. (1995) zitieren eine Studie von Petrovich et al.
                2
                , nach der
                59% von 83 Vergewaltigern
                3
                von einer Frau sexuell mißbraucht wurden
                und die Hauptform des Mißbrauchs Geschlechtsverkehr war.

                Frauen als Initiator der patriachalen „Rapeculture“?
                Oder das hier:

                Stemples neue, breit angelegte Studie präsentiert die Ergebnisse einer aktuellen Telefonumfrage des CDC, bei der festgestellt wurde, dass 68,8 Prozent der Männer, die angaben, Opfer eines sexuellen Übergriffs geworden zu sein, von weiblichen Tätern berichten. Gleichzeitig führten 79,2 Prozent der Männer, die zur Penetration gezwungen wurden—„die Art von nicht einvernehmlichem Sex, den Männer im Laufe ihres Lebens mit erhöhter Wahrscheinlichkeit erleben“, so die Studie—einen weiblichen Täter an.

                https://broadly.vice.com/de/article/kze8qn/the-hidden-epidemic-of-men-who-are-raped-by-women-591ee0f202f2e0da2ef69668

                • „Stemples Forschungsarbeit konzentriert sich seit Langem auf die Untersuchung der lückenhaften Dokumentation von sexueller Gewalt gegen Männer. Im Rahmen einer Arbeit über männliche Opfer sexueller Gewalt aus dem Jahr 2014 analysierte sie mehrere US-amerikanische Untersuchungen. Dabei stellte sie fest, dass die Zahlen von nicht einvernehmlichen sexuellen Kontakten bei Männern und Frauen grundsätzlich gleich sind, wenn auch die Fälle berücksichtigt werden, in denen Männer zur Penetration einer anderen Person gezwungen wurden: 1.267 Millionen Männer gaben an, dass sie Opfer von sexueller Gewalt geworden sind, während es bei den Frauen 1.270 Millionen waren.“

                • „Für viele Frauen, die Opfer sexueller Übergriffe durch Frauen wurden, ist es unmöglich, über ihre Erfahrung zu sprechen, da es keine Berichte über vergleichbare Geschichten gibt. Liza* ist heute 48. Mit 11 Jahren wurde sie von ihrer Cousine belästigt. Wie wohl viele von uns, wurde auch sie nicht über gleichgeschlechtlichen Missbrauch aufgeklärt. „Ich wusste nicht einmal, dass das möglich ist“, sagt Liza in einem Telefoninterview, das sie von sich zuhause aus in Wisconsin führt. „Ich hatte einfach keine Worte dafür. Das passte nicht zu dem, was ich kannte.“

                  Alles, was Liza über sexuellen Missbrauch wusste, war, dass die Täter stark, fremd und männlich sein mussten—nicht jung, vertraut und weiblich. Der Missbrauch, den sie erlebt hat, entsprach nicht dem, was nach ihrem Wissen „normal“ und „glaubhaft“ war. Aufgrund der mangelnden Aufklärung und weil es weder Beispiele noch spezielle Unterstützung für diese Form des Traumas gab, konnte Liza ihre Erfahrung einfach nicht zuordnen. Sie war sich selbst überlassen“

                  https://broadly.vice.com/de/article/7855zx/das-schicksal-von-frauen-die-von-frauen-missbraucht-wurden

                  Ach ja, zum Thema Promis: Lena Dunham, Vorzeigefeministin
                  (schön zu sehen, wie dieser korrupte Haufen ihr auch noch zur Seite springt, was wäre wohl geschehen wenn sie ein Mann wäre??)
                  Zur Verdeutlichung: Der Altersunterschied zwischen ihr und ihrer Schwester beträgt 6 Jahre, vonwegen Doktorspielchen.., übrigens ist ihre Schwester nun „geschlechtslos“, was fürn Zufall..
                  Der jahrelange Missbrauch, öffentlich gemacht!, war bestimmt ohne jegliche Konsequenz..stimmt ja allerdings – ohne jegliche Konsequens für die „Sympathin“ Dunham

                  „Sexual abuse

                  In November 2014, Dunham and the book became a subject of controversy[14] following a profile of Dunham by Kevin D. Williamson published in National Review. In her book, Dunham describes examining her sister Grace’s genitals when they were children out of curiosity, bribing her with candy for kisses and casually masturbating while lying in bed next to her. Williamson characterizes this as sexual abuse,[15] but Lena, Grace, and child psychologists, sexual abuse experts, and researchers in human sexuality reject the notion.[16][17][18]

                  In an interview about the controversy in Slate magazine’s XX Factor blog, developmental psychologist Ritch Savin-Williams says that the cited passages do not indicate abuse and that „Children have been doing this stuff forever and ever and ever and ever, and they will do it forever and ever and ever.“[16] Child sexual abuse expert David Finkelhor said that a judgement requires more than a single incident, and psychologist Sharon Lamb opined that the incidents described in the book were „within the norms of childhood sexual behavior“ and that „It wouldn’t be sex offender wrong, it would be inappropriate…“[19]

                  Dunham later apologized for some of the wording in the book, specifically the joking use of the term ’sexual predator‘, which she described as insensitive.[20][21]

                  https://en.wikipedia.org/wiki/Not_That_Kind_of_Girl

                • wikipedia-diskussionbeitrag:
                  (Ich hatte auch schon probiert den Artikel dementsprechend zu ändernaber es dann irgendwann aufgegeben, als Frau geniest man anscheinend Immunität..)

                  “ As I just posted on Dunham’s talk page in response to Grayfell, the conflating of Dunhman’s use of „sexual predator“ with the single event when Dunham was 7 and her sister was 1 completely ignores the facts & Dunham’s own narrative. Her use of the term „sexual predator“ describes a pattern of behavior that continued until Duhman was 17, including bribing her sister with candy & TV privileges for long kisses on the lips, cuddling, and other sexual behaviors; emotional abuse involving delivering news of deaths and frightening stories of disaster that were (again, in Dunham’s own words) designed to break her sister down and make her emotionally dependent & needy so Dunham could control her; and masturbating when her sister was sharing a bed with her.

                  The wording in this article makes it sound like it was only that single incident that occurred when they were very young & ignores the context. This gives a false impression of Dunham’s behavior and misrepresents her description of the events of their lives“

                • Es wird noch besser:

                  „Forty-four percent of lesbian women, 61% of bisexual women, and 35% of
                  heterosexual women experienced rape, physical violence, and/or stalking by an
                  intimate partner in their lifetime.

                  Twenty-six percent of gay men, 37% of bisexual men, and 29% of heterosexual
                  men experienced rape, physical violence, and/or stalking by an intimate partner
                  at some point in their lifetime.

                  Approximately 1 in 5 bisexual women (22%) and nearly 1 in 10 heterosexual
                  women (9%) have been raped by an intimate partner in their lifetime.

                  https://www.cdc.gov/violenceprevention/pdf/cdc_nisvs_victimization_final-a.pdf

                  Ja ja, die holde Weiblichkeit, lach..

                • Approximately 1 in 8 lesbian women (13%), nearly half of bisexual women
                  (46%), and 1 in 6 heterosexual women (17%) have been raped in their lifetime.
                  This translates to an estimated 214,000 lesbian women, 1.5 million bisexual women,
                  and 19 million heterosexual women.

                  (sorry fürs Spammen)

                • Anteil Täterinnen

                  Groth (1983)
                  Inhaftierte Sexualstraftäter
                  25%

                  Mac Farlane
                  (1982)
                  Inzest-Täter
                  33%

                  Burgess u.a.
                  (1987)
                  Vergewaltiger (Mehrfachtäter)
                  32.2%

                  Petrovich und
                  Templer
                  (1984)
                  Inhaftierte Vergewaltiger
                  N=83
                  49=59% von 83 von Frauen
                  mißbraucht, keine Angaben über
                  Mißbrauch durch Männer

                  Johnson und Shrier (1987)
                  Jugendliche (m), die in einem Gesundheits-zentrum behandelt wurden.
                  N=1000
                  44%

                  Fritz, Stoll und Wagner (1981)
                  412 Studenten
                  60%

                  Risin und Koss (1987)
                  Nat. Stichprobe m. Studenten von 18-24, N=2972
                  47,1%

                  (Heyne, 1993, S.272. Verzeichnis der Studien Anhang 2)
                  http://www.rossilhol.de/pdf/Sexueller%20Missbrauch%20durch%20Taeterinnen.pdf

                • @paule
                  Drei Ihrer Kommentare habe ich nicht freigeschaltet, weil sie entweder nichts als Beschimpfungen enthielten und/oder keine Quelle für Ihre Zahlen oder Behauptungen.

                  Nachtrag 5.11. 9h: on second thinking schalte ich sie frei.

                  Ich möchte Sie höflich bitten, in Zukunft das, was Sie zu sagen haben, vorher zu sortieren und in einen (1) Kommentar zu fassen, statt in 9 Stück. Ich wäre Ihnen auch verbunden, wenn Sie mögliche weitere Kommentare unten platzieren, statt weiter die bisherige Diskussion zu sprengen.

                  Davon abgesehen: danke für die links, besonders die zur Praxis Rossilhol.
                  Bitte geben Sie mir Zeit, sie zu lesen.

                • @paule
                  Vielen Dank für Ihre Verlinkung von ‚Sexueller Missbrauch durch Täterinnen‚ von J. Rossilhol, habe ich mit großem Gewinn gelesen. Ich empfehle @allen, wenigstens die Zusammenfassung ab Seite 38 zu lesen. Am Rande: ein interessantes Detail über Freuds Geschichte gibt’s im Kapitel 3.3.3., ab Seite 29.

                  Sie haben recht, es gibt viel zu wenig Studien über sexualisierte Gewalt gegen Kinder, verübt durch Täterinnen. Ein Trugschluß ist allerdings, die gleichnamige Gewalt durch männliche Täter sei „sehr gut erforscht„. Sexualisierte Gewalt gegen Kinder ist epidemisch, während die öffentliche Wahrnehmung es immer noch vorzieht, bei jedem Bekanntwerden (wie etwa in der röm-kath. Kirche, in Internaten, in Berlin mit Hilfe von Grünen und Jugendamt usw.usw.) von *Skandal* zu sprechen, *erschüttert* zu sein und das ganze böse Thema immer schön weit weg von der eigenen Realität zu verhandeln. Fakt ist (und dem widersprechen Ihre Quellen mitnichten): der Haupttatort heißt Familie und kindlicher Nahbereich.

                  Für mich ist es sehr wenig überraschend, daß es mehr Täterinnen gibt, als Öffentlichkeit und Forschung bisher annahmen. Das ist nur logisch, denn Kinder werden hauptsächlich von Frauen betreut. Daß nicht nur Mädchen und Frauen zu Opfern gemacht werden, sondern auch Jungen und Männer, ist mir ebenfalls weder neu noch habe ich je etwas anderes behauptet. Logisch ist auch, daß Jungen und Männer es noch schwerer haben als Mädchen und Frauen, sich selbst als Opfer sexualisierter Gewalt wahrzunehmen und sich Hilfe zu suchen (weswegen Täter wie Täterinnen beste Chancen haben, unentdeckt zu bleiben). Jungen und Männer haben gefälligst stark und unverwundbar zu sein und das ist was? Genau: Sexismus. Ebenso sexistisch wie die Annahme, Frauen, insbesondere Mütter seien altruistische Wunderwesen ohne Sexualität, ohne Egozentrik, ohne Gewalt.

                  Was mir weiterhin unklar ist: warum greifen Sie mich derartig aggressiv an? Sie sprengen die Diskussion mit Ihrer Kommentarflut, verlassen das Thema kilometerweit mit Ihren Ausführungen über Muslime/Scharia, verbreiten Verschwörungstheorien über staatliche Medienzensur und Sie geifern fortgesetzt gegen Feministinnen und Frauen. Warum machen Sie das eigentlich? Es hinterläßt bei mir nicht den Eindruck, als würden Sie sich auseinander setzen wollen, sondern als wollten Sie die Diskussion „gewinnen“, eigentlich aber als wollten Sie alles und jeden erschlagen.

                  Dazu nur soviel: es tut mir sehr leid, daß auch Sie zum Opfer gemacht wurden. Aber: ich war’s nicht. Falls es zu Ihrer Entspannung beitragen kann: weder hatte ich beruflich mit Kindern zu tun noch habe ich Kinder geboren. Und zwar, weil ich aufgrund meiner Geschichte die Gefahr sah, daß ich zur Täterin oder Co-Täterin hätte werden können. Als ich mit professioneller Hilfe so weit war, das ausschließen zu können, war ich 40 und der Zug abgefahren.

                  Ich sehe ab jetzt zwei Möglichkeiten: entweder Sie bewegen sich endlich zu einem halbwegs sachlichen und zivilisierten Austausch mit mir oder ich werfe Sie raus. Suchen Sie es sich aus.

              • Völlig einseitige Diskussionen, männerdiskriminierender Sexismus allerorten:
                (dafür aber zum hundertsten Male das Thema Sexismus gegenüber Frauen)

                #Wir sind so gerne Opfer!
                #Männer sind Schweine!

                Wer hat denn diese ganzen Täter ähh.. Männer eigentlich erzogen?
                Mütter? Erzieherinnen? Lehrerinen? (Ex-)Freudinnen?
                Nein, es war das Patriachart mal wieder!!
                Bloss keine Verantwortung übernehmen, genau wie das Klischee des Weibchen hinter dem Herd.
                Nur heute getarnt als 2./3.-Wave-Feministin.
                Die bestätigen echt alle sexistischen Vorteile, Glückwunsch, so ändern sie die Welt für uns alle zum Besseren, ganz sicher!

                Überhaupt nicht sexistisch diese Debatten, wie komm ich da bloss drauf..

                „Sexuelle Gewalt: Neue Studien belegen geringe Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Opfern

                Medien und Politik zeichnen ein einseitiges wie eindeutiges Bild: Opfer sexueller Gewalt sind vor allem Frauen. Männer werden in der Regel als Täter dargestellt. Neue Studien widerlegen dieses Bild deutlich. Bei Untersuchungen in Chile und der Türkei gab es kaum Unterschiede bei den Opfererfahrungen zwischen den Geschlechtern. Im europäischen Vergleich zeigten sich 32% der Frauen und 27% der Männer betroffen von sexueller Gewalt. Es ist höchste Zeit, dass Medien und Politik ihr falsches Bild korrigieren.

                (…)

                Oft geht es nur um die Erfahrungen von Frauen

                Auch das deutsche Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat für eine repräsentative Studie aus dem Jahr 2004 ausschließlich die Erfahrungen weiblicher Opfer einbezogen. Diese Untersuchung spielte jüngst bei der Nein-heißt-nein-Kampagne wieder eine große Rolle. Die dem Ministerium ebenfalls vorliegende Pilotstudie zu Gewalterfahrungen von Männern in Deutschland wurde demgegenüber bis heute nicht weiter verfolgt (Gewalt gegen Männer – unter Männern).

                In ähnlicher Weise veröffentlichte die Weltgesundheitsorganisation 2013 einen umfangreichen globalen Bericht zu Gewalterfahrungen – jedoch ausschließlich von Frauen. Dieser wird mit einem Zitat des Generalsekretärs der Vereinten Nationen Ban Ki-moon eingeleitet:

                Es gibt eine universale Wahrheit, die in allen Ländern, Kulturen und Gemeinschaften gilt: Gewalt gegen Frauen ist niemals akzeptabel, niemals entschuldbar, niemals tolerierbar.

                (…)

                Auch die Istanbul-Konvention des Europarats zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen aus dem Jahr 2014, die die jüngste Reform des Sexualstrafrechts einleitete, klammert Gewalt gegen Männer aus. Darin wird beispielsweise so getan, als seien nur Frauen von häuslicher Gewalt betroffen.

                Schließlich erhebt der Gender Equality Index des European Institute for Gender Equality, einer EU-Institution, seit kurzem sieben Indikatoren zur körperlichen, sexuellen und psychischen Gewalt – jedoch ausschließlich gegen Frauen.

                Die jüngst im Rahmen der Nein-heißt-nein-Kampagne wieder geäußerte Behauptung, Gewalt gegen Frauen sei ein Tabuthema, ist also unzutreffend: Nationale wie internationale Institutionen tun sehr viel dafür, Gewalt gegen Frauen zu thematisieren – und diese Entscheidungen haben weitreichende politische Konsequenzen.

                Daran ist nichts verkehrt. Es ist lediglich verkehrt, die vielfach belegten Gewalterfahrungen von Männern zu tabuisieren und in repräsentativen Befragungen, Studien und Indikatoren noch nicht einmal zu erheben.

                (…)

                Im April 2015 schlug Toya Graham vor laufender Kamera auf ihren Sohn ein. Dieser hatte sich an den Protesten in Reaktion auf den Tod des 25-jährigen Afroamerikaners Freddie Gray bei einem Polizeieinsatz in Baltimore (Maryland, USA) beteiligt.

                Die prügelnde Mutter wurde anschließend in Talkshows eingeladen und dort wie eine Heldin gefeiert. In den Medien kursierte gar die Rede von der „Mutter des Jahres“. Es ist schwer vorstellbar, dass die öffentliche Reaktion so positiv gewesen wäre, hätte eine Mutter ihre Tochter oder gar ein Vater seine Tochter vor laufender Kamera verprügelt.

                Zweierlei Maß in Gesellschaft und Politik

                Solche Indizien sowie das systematische Tabuisieren von Gewalt und insbesondere sexueller Gewalt gegen Männer durch die Medien und die Politik untermauern die Vermutung, dass Opfer mit zweierlei Maß gemessen werden, nämlich abhängig von ihrem Geschlecht. Medien haben aber einen Aufklärungsauftrag und öffentliche Institutionen sowie die Politik müssen die Gleichheit aller Menschen vor dem Gesetz und die Gleichberechtigung berücksichtigen.

                Nicht nur aus diesen prinzipiellen Gründen, sondern auch pragmatisch gesehen spricht vieles dafür, die Opfererfahrungen von Männern endlich ernst zu nehmen. Viele der Opfer werden nämlich selbst wieder zu Tätern: Es kommt zu einer Gewaltspirale. „

  5. „Am Sexismus-Elefanten im Gesellschaftszimmer wird sich wenig ändern, bis nicht endlich eine nennenswert große Zahl der vermeintlich Unbeteiligten den Betroffenen zuhört und ihnen glaubt, sich für ihre Rechte einsetzt und ihre oft mühsam gezogenen Grenzen achtet.“

    Das klingt natürlich gut. Ein Problem der großen Sexismus-Debatten der letzten Zeit sehe ich allerdings daran, dass sie ausgerechnet von Fällen wie Gina Lisa und Weinstein angeschoben wurden, bei denen nun wirklich alles dabei ist (von Falschaussagen bis zu Komplizenschaft aufgrund wirtschaftlicher Interessen), um eine ehrliche und ernsthafte Diskussion zu dem Thema so gut wie unmöglich zu machen. Zuhören und glauben fällt unter solchen Umständen halt nicht immer leicht.

    Ein Frage noch (oder zwei) :
    Was ist mit der „gewalttätigen Geweih- und Schwanzmesserei“ unter Männern gemeint? Wenn Männer also auch Opfer sind, quasi Opfer ihres eigenen Verhaltens, sind wir dann am Ende alle Opfer? Opfer einer Gewalt- und Dominanzkultur, die irgendwann vor zehntausend Jahren ihren Anfang nahm und die wir jetzt mit Selbsthilfegruppen und Hashtags wegtherapieren wollen? Die Nussschale ist eher eine Bananenschale, fürchte ich, bei dem Thema rutscht man leicht aus. So wie ich gerade eventuell.

    • Ihre Skepsis bei Sexismus-Diskussionen, die sich an irgendwelchen Promis aufhängen, teile ich. Ich halte es aber für legitim, jeden Promi-Skandal zum Anlaß zu nehmen, um gesamtgesellschaftlich – also vom Promi-Wohl-und-Wehe abgelöst – über Sexismus zu diskutieren und das findet ja wenigstens in Teilen auch so statt.

      Was ist mit der „gewalttätigen Geweih- und Schwanzmesserei“ unter Männern gemeint?

      Dazu muß ich ausholen und werde biologistische Bilder wählen: nach meinem Eindruck neigen Männergruppen dazu, die Rangfolge untereinander ständig zu überprüfen und sie gelegentlich neu festzulegen. Meistens passiert das kaum bewußt, wird über kleine Gesten ausgetragen, gelegentlich gibt’s ein geballtes Wort- oder Gesten-Gerangel und dann ist es auch wieder gut. Das machte es für mich fast immer sehr angenehm, als Quasi-Kerl (was ein Teil meines Berufes begünstigt) in niedriger Rangfolge in Männergruppen zu arbeiten. Frauengruppen habe ich oft als wesentlich komplizierter erlebt und bin daran verzweifelt, daß überhaupt nie wieder alles gut wurde, sondern es dauerhaft Nickeligkeiten gab – die berühmte Stutenbissigkeit, zu der mir ein Gen zu fehlen scheint.

      Kompliziert wird es, sobald Sexualität ins Spiel kommt und das ist beim seltsam eingerichteten Menschen mit seiner ganzjährigen Paarungszeit ununterbrochen der Fall, ganz besonders in jungen Jahren. Dann wird die männliche Rangfolgen-Ermittlung, die Geweih- und Schwanzmesserei oft gewalttätig. Verlierer (also Opfer) sind „unmännliche“ Männer und Männer, die sich mit wesentlich Stärkeren anzulegen versuchen und dabei gnadenlos unterliegen. Deren Selbstwertgefühl kann durch diese Degradierung so erschüttert sein, daß die sich nicht selten eine/n noch Schwächere/n suchen, um wenigstens die/den zu dominieren und da wird es für die eigentlich zu schützenden Frauen und Kinder (Erhaltung der Art) gefährlich.

      Falls Sie bei biologistischen Bildern nicht gleich Herpes kriegen, möchte ich Ihnen ein Buch wärmstens empfehlen: Sarah Blaffer-Hrdy Mutter Natur, das auch mit Muttermythen gründlich aufräumt und z.B. den vielstrapazierten Mutterinstinkt als erlernbare Sozialkompetenz ausweist. Ich habe das Buch mit großem Gewinn gelesen, mir fielen die Groschen gleich sackweise.

      Wenn Männer also auch Opfer sind, quasi Opfer ihres eigenen Verhaltens, sind wir dann am Ende alle Opfer?

      Ja, genau. Und: victims can be mean. Sich als Opfer zu fühlen, legitimiert „Notwehr“, legitimiert also Aggression. Auch wenn die angebliche Notwehr gar keine ist, sondern das Gefühl des Opferseins eigenem Unvermögen und vor allem Narzissmus (gekränkt) entspringt und gleichzeitig die nötige Selbstreflektion durch Gewalt ersetzt wird.

      An diesem Punkt kann man nicht nur Sexismus, sondern auch Rassismus entlang deklinieren. Die Rassismusdefinition von Albert Memmi – setzen Sie statt Rassismus versuchshalber auch Sexismus ein, mir erscheint das als zutreffend:

      … ein Komplex … zur Rechtfertigung von Handlungen, die ihrerseits der Angst vor dem anderen entspringen sowie dem Wunsch, diesen anderen anzugreifen, um die Angst zu bannen und sich selbst zum Schaden des anderen zu behaupten. Und schließlich erscheint der Rassismus als der Sonderfall eines allgemeineren Verhaltens: Die Verwendung tatsächlicher oder fiktiver biologischer Unterschiede, die aber auch psychologischer oder kultureller Art sein können. Der Rassismus erfüllt demnach eine bestimmte Funktion. Aus dem Gesagten ergibt sich, daß der Rassismus die verallgemeinerte und verabsolutierte Wertung tatsächlicher oder fiktiver biologischer Unterschiede zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden seines Opfers ist, mit der eine Aggression gerechtfertigt werden soll.

      Oder? Mich würde brennend interessieren, was Sie @alle dazu meinen.

      Sie:

      Opfer einer Gewalt- und Dominanzkultur, die irgendwann vor zehntausend Jahren ihren Anfang nahm und die wir jetzt mit Selbsthilfegruppen und Hashtags wegtherapieren wollen? Die Nussschale ist eher eine Bananenschale, fürchte ich, bei dem Thema rutscht man leicht aus.

      Nene, nicht mit Selbsthilfegruppen und Hashtags, mit Denken. Und Denken ist immer sehr gefährlich…;-)…

      • Vielen Dank für die wie immer ausführliche Antwort und die interessanten Links. Das mit der Rangfolge unter Männern ist mir klar, ich kenne das. In den Milieus, in denen ich mich meist bewege, wird es vorwiegend verbal ausgetragen. Einen „Fight Club“ habe ich nie gebraucht, zumindest bilde ich mir das ein. Ich frage mich, wie das individuelle Verhalten im männlichen „Rudel“ motiviert wird. Wieviel ist instinktive Schwanzsteuerung, wie viel ist durch Erziehung konditioniert? Wird ein Mann, der, sagen wir mal, eine gute Beziehung zu seiner Mutter hat und sein Selbstbewusstsein nicht primär über Stammeszugehörigkeiten bezieht, trotzdem irgendwann eine Frau (oder einen Mann) vergewaltigen, wenn er die Gelegenheit dazu hat?

        Unter Frauen gibt es das auch, sicher. Kennen Sie „Primates of Park Avenue““? Ist auf deutsch im selben Verlag wie Sarah Blaffer Hrdy erschienen (Link siehe unten). Die Autorin berichtete in einem Interview u.a. mal von einer Szene, in der eine ihr offenbar in der Hackordnung überlegene Upperclass-Frau physisch in sie reinrennt, sie also im wahrsten Sinne des Wortes rammt, um somit ihre Machtstellung zu demonstrieren. Gut, ich mache das mit Touristen auch dauernd, aber das ist eine andere Geschichte (oder auch nicht) …

        Rassismus und Sexismus überlagern sich übrigens oft ganz munter, Stichwort: King Kong und die weiße Frau …
        Keine Antworten, viel Wirres … So kennen Sie mich! ;-)

        https://www.piper.de/buecher/die-primaten-von-der-park-avenue-isbn-978-3-8270-1310-1

        • Über Männerrudel und ihre Motivation wage ich mich nicht zu äußern, das tragen bitte gern die Männer hier bei.
          Der für mich springende Punkt an Rudelmotivation ist, daß der evolutionäre Vorsprung der Menschen vor anderen Primaten sehr wahrscheinlich in immer besserer Kooperation bei der Kinderaufzucht (aka Arterhaltung) lag.
          Arterhaltung bezieht sich in unserer hochtechnisierten, komplexen, reichlich bevölkerten und halbzerstörten Welt nicht mehr nur auf die Aufzucht der eigenen Brut, sondern auf die Frage, wie wir eigentlich miteinander und in möglichst viel Zukunft leben wollen und ich glaube, daß Kooperation immer noch das Zauberwort ist. Ich glaube auch, daß Kooperation aus erlernbaren Sozialkompetenzen und nicht aus Instinkten, Reptiliengehirn, Rückenmark besteht und von Frauen und Männern gleichermaßen erlernt werden muß. Aus einmaligem Samenerguss vs. Schwangerschaft, Geburt, Stillzeit läßt sich der Sinn des Riesenkomplexes angeblich geschlechtsspezifischer Verhaltensweisen nicht länger ableiten.
          Kooperation hat Sinn, sie würde das Leben der Gemeinschaft friedlicher und freundlicher machen und auch den Sex besser, würden Männer und Frauen endlich auf Augenhöhe miteinander kooperieren.

          • Ja, Kooperation ist nötig und findet ja auch statt. Aber lässt sich gewalttätiges Verhalten tatsächlich durch antrainierte Sozialkompetenz überwinden? Ich glaube, Agression gehört zu unserer genetischen Grundausstattung – je nach Erziehung und Sozialisation findet die nur unterschiedliche Kanäle. Und unterschätzen Sie mal nicht das Rückenmark!

            • Ja, Kooperation ist nötig und findet ja auch statt.

              Bleiben wir kurz beim Evolutionsvorsprung durch Kooperation bei der Brutpflege: wie viele Paare kennen Sie, in denen sich hauptsächlich der Vater um Kinder und Haushalt kümmert, jahrelang bestenfalls Teilzeit arbeitet und den damit verbundenen Karriereknick in Kauf nimmt? Wie viele Paare kennen Sie, in denen das hauptsächlich die Frau tut, obwohl die mit der Familie verbundenen Arbeiten spätestens mit dem Abstillen von jedem verrichtet werden kann, der sich zuverlässig und liebevoll verhält? Wie viele Paare kennen Sie, bei denen Familien- und Erwerbsarbeit tatsächlich paritätisch geteilt werden?

              Aus dem Muttermythos wurde ein gigantischer Komplex angeblich geschlechtsspezifischer Arbeitsplatzbeschreibungen für Frauen, der unentgeltlich oder lausig bezahlt verrichtet wird und weit über die eigentliche Brutpflege hinausreicht. Die dazu passende Vater/Männer-Versorger-Verteidiger-Rolle ist renovierungsbedürftig, seit Frauen ein eigener Intellekt zugestanden wird, was noch nicht allzu lange der Fall ist, runde 200 Jahre. Die der Mutter-/Frauenrolle zugeordneten Sozialkompetenzen wie Zugewandtheit, Verlässlichkeit, Fürsorglichkeit, Empathie usw. stünden auch der Vater-/Männerrolle gut zu Gesicht, würden weit über die Familie hinaus Wirkung entfalten und sie müssen allesamt – auch von Mädchen und Frauen – erlernt werden. Das meinte ich mit Kooperation.

              Blaffer-Hrdy definiert erfolgreiche Fortpflanzung, wenn denen in der Mutterrolle genug Zeit auch für ihre ganzen anderen Interessen bleibt und sie das auch für ihren weiblichen Nachwuchs absehen können. Wir schleppen uns noch mit den Rollenvorstellungen unserer Eltern und Großeltern ab.

              Wann denken Jungen zum ersten Mal über ihre mögliche Vaterschaft nach? Mädchen tun das allerspätestens mit der ersten Menstruation, sie werden ab Geburt auf Mutterschaft vorbereitet. Während nach meinem Eindruck sehr viele Männer zum allerersten Mal über Vaterschaft nachdenken, wenn die Liebste schwanger ist, hoppla.
              Ja, ich weiß, besagte Männer wurden hauptsächlich von Frauen erzogen. Das ist ja der Jammer, auch für die heutigen Jungen und Mädchen.

              Ich glaube, Agression gehört zu unserer genetischen Grundausstattung – je nach Erziehung und Sozialisation findet die nur unterschiedliche Kanäle. Und unterschätzen Sie mal nicht das Rückenmark!

              Aggression ist ja gelegentlich auch eine sinnvolle Ausstattung, z.B. für besagte Notwehr. Während die Verteidigung der Sippe vor angreifenden Säbelzahntigern und die Mammutjagd ein bißchen aus der Mode sind. Um im Supermarkt einzukaufen, ist Aggression eher hinderlich. Also wird sie anders gefüttert und ausgelebt, in Kriegen, beim Sport, in gewalttätigen Rangfolgekämpfen und sonstwie im öffentlichen und privaten Raum.

              Wie viele Männer kennen Sie, die Vorkehrungen auf täglicher Ebene treffen, um Aggression/Gewalt zu entgehen, z.B. ihren Drink nie aus dem Auge lassen, ihre Karre nur auf gut beleuchteten Plätzen parken, Pfefferspray in der Tasche haben, nachts niemals durch einen Park gehen, nicht allein joggen yaddayadda?

              • Gut, ich hatte die Kooperation wohl eher allgemein gesellschaftlich verstanden. Im Bereich der Kinderaufzucht besteht sicher noch Nachholbedarf. Aber solche Väter, die sich komplett um den Haushalt und die Kinder kümmern, gibt es natürlich auch – das ist jetzt nicht die Mehrheit, ich weiß. Was ich aber auch immer wieder mitbekomme: viele Frauen trauen ihren Männern oder den Männern allgemein die Kinderbetreuung gar nicht zu. Weil Männer nun mal eine etwas andere Art haben, die Dinge zu handhaben. Alleinerziehende Väter berichten oft von ungefragten Ratschlägen, Belehrungen und teilweise Übregriffen durch fremde Mütter. Wenn man das wegtrainieren könnte, wäre das sicher auch sehr hilfreich.

                Im Supermarkt werde ich übrigens fast immer aggressiv, lebe dies aber nur unzureichend aus!

                Liebe Dame von Welt, ich danke für die anregende Unterhaltung, bin jetzt aber raus. Die Familien- und Geschlechterpolitik ist nämlich nicht so wirklich mein Steckenpferd. Auch beim Thema Missbrauch bin ich nicht sehr kompetent. Ursprünglich wollte ich nur die mediale Aufbereitung der neusten Sexismus-Debatte kommentieren. Ich wünsche Ihnen, dass Sie die eigene Beschädigung aus der Kindheit und die sonstigen Erlebnisse auf eine möglichst konstruktive Weise verarbeiten können. Ich weiß nicht, ob und wie man so etwas jemals loswerden kann. Es ist wohl immer eine sehr individuelle Reise.

                • Sie haben mich mißverstanden, ich meinte Kooperation aber hallo allgemein gesellschaftlich. Die persönliche Brutpflege diente nur als Beispiel, als Ausgangspunkt und zum Nachvollziehen meines Gedankengangs.

                  Aber leider sind Sie ja jetzt raus, sodaß ich Sie gar nicht mehr fragen kann, was genau Sie mit „Weil Männer nun mal eine etwas andere Art haben, die Dinge zu handhaben meinen und wie Sie sich das erklären.

  6. Danke für diesen lesenswerten Beitrag, dem ich viele Mitlesende wünsche.

    Ein lesens- bzw. hörenswertes Gespräch mit Stefanie Lohaus sendete heute der Deutschlandfunk unter der
    Überschrift: „Dumme Sprüche sind Teil einer Vergewaltigungskultur“

    Und wie wahr : „Denken ist immer sehr gefährlich“.

  7. „Aber leider sind Sie ja jetzt raus, sodaß ich Sie gar nicht mehr fragen kann, was genau Sie mit „Weil Männer nun mal eine etwas andere Art haben, die Dinge zu handhaben meinen und wie Sie sich das erklären.”

    Ein Versuch der Erklärung, es ist aber nur meine Erfahrung als Mann. Frauen haben eine umsorgende Art mit Kindern umzugehen, Männer dagegen eher eine spielerische Art (oder auch kumpelhafte) im Umgang mit Kindern. In einem Kindergarten oder Kindergrippe sind in den meisten Fällen nur Frauen als Erzieher. Wenn dann mal eine männliche Person (z.B. Praktikant) mit dabei ist, dann sollten Sie die Kinder mal beobachten. Instinktiv gehen die Kinder auf die männliche Person ein, weil es ein anderes Spielen ist. Ich kenne einige Frauen, die sich mehr männliche Erzieher wünschen.

    Und warum das so ist:

    Als Mann kann ich die Geburt nur erfühlen und miterleben. Bis zur Geburt bin ich Quasi „nur“ Begleitung. Ich habe auf spielerische Art versucht, mich auf das Kommende vorzubereiten. Bauch streicheln oder mit dem werdenden Kind reden, Spaß machen. Und das ganze halt ohne den gegenüber zu sehen und fühlen auch nur, wenn es sich bewegt oder getreten hat. Manchmal hat meine Frau auch gesagt, heute bist du aber wieder Kindisch. Also auch das „Kind im Manne“ scheint nicht so abwegig zu sein.

    Bei einer Frau kann ich´s nur vermuten. Aber eine Frau fühlt es am eigenem Leib. Sie ist von Anfang an voll eingebunden. Sie muss von Anfang an umsorgen und beschützen. Also trägt sie die volle Verantwortung von Beginn an.

    Meine persönliche Meinung und Erfahrung.

    • Herzlich willkommen Made!
      Zum Beispiel ich gehöre zu den Frauen, die sich wesentlich mehr männliche Erzieher, mehr männliche Grundschullehrer und mehr engagierte Väter wünschen. Weil die Betreuung von Kindern weitgehend Frauen überlassen wird und weil das Jungen und Mädchen gleichermaßen schadet.

      Als Erklärung dafür einen 9-monatigen Schwangerschaftsvorsprung heranzuziehen, halte ich für extrem steil. Frauen werden ab ihrer Geburt für die Mutterrolle geschult und neigen zum Umsorgen ihrer Lieben und zwar auch dann, wenn sie nie Mütter werden – während jede Schulung von Jungen für die Vaterrolle unterbleibt.
      Ich stricke gerade als Ergänzung zum Austausch mit ob an einem Blog über Männlichkeit – dauert noch ein Stündchen oder so, aber vielleicht wird er Sie auch interessieren.

  8. Da haben Sie mich wohl etwas Missverstanden. Meine Erklärung beruht einzig und allein auf die Aussage, dass Männer eine etwas andere Art der Erziehung haben. Ich persönlich finde das auch gut.

    Ich bin ganz Ihrer Meinung, dass es zu oft den Frauen überlassen wird. Die Politik und Gesellschaft fordert mehr Einsatz von uns Männern, ja ist auch vollkommen richtig. Nur ist die Gesellschaft überhaupt schon soweit? Ist es in diesem System der Ausbeutung möglich? Ich habe es selber erfahren müssen, dass mir in beruflicher Hinsicht bewusst Steine in den Weg gelegt werden, die mich Massiv in dem „Mehr“ machen behindern. Ein Unternehmen welches ein familienfreundliches Zertifikat offensiv (auch nach außen) darstellt und als einzige Möglichkeit die Vermittlung eines Kindermädchens anbietet, zeigt ein anderes Bild als vorgespielt wird. Andere Möglichkeiten wurden strikt abgelehnt. Eine Kollegin hat mir erzählt, dass ihr Mann von seinem Chef gleich die Aussage bekam: „Kommen Sie mir ja nicht mit Elternzeit!“ Fordern ist die eine Seite der Medaille, die Voraussetzungen auch zu bieten die andere. Und dazu gehört auch die gleiche ordentliche Bezahlung der Frau, somit es einem Mann möglich gemacht wird, die Rolle mal zu tauschen. Ich hätte mir auch vorstellen können, als Hausmann zu agieren. Aber dann wäre die Unterstützung durch den Staat (H4) nötig gewesen. Die allgemeine Anerkennung der Erziehung von Kindern von wem auch immer, ist ein großes Problem. Wen dem Erziehenden mehr Respekt (z. B. der erbrachten Leistung) und Sicherheit (keine finanziellen Verluste) gegeben werden, dann sind für das „Mehr“ mehr Männer in der Lage und auch bereit.

    • Nö, ich glaube eigentlich nicht, Sie mißverstanden zu haben. Eher, daß wir etwas unterschiedlicher Meinung sind.
      (mich beschleicht eine Frage, ja oder nein als Antwort reicht völlig: kann es sein, daß Sie und ich schon mehrfach das Vergnügen miteinander hatten und Sie ein großer Hellinger-Befürworter sind?)

      Nur ist die Gesellschaft überhaupt schon soweit?

      Kommt darauf an, wen Sie mit Gesellschaft meinen. Nach meinem Eindruck warten Frauen seit Jahrzehnten darauf, daß Männer endlich ihr Äquivalent zur weiblichen Emanzipation absolvieren. Stattdessen bremsen die vermeintlich Privilegierten nach Kräften und stellen sich stur. Damit tragen sie u.a. dazu bei, daß Männer und Frauen auf dem Arbeitsmarkt gegeneinander um immer schlechtere Bezahlung/Bedingungen konkurrieren.

      Emanzipation ist immer eine Befreiung von etwas, nie ohne Konflikte, häufig anstrengend und schmerzhaft.
      Eine Männer-Emanzipation würde von Frauen vermutlich nicht so vehement bekämpft und ausgebremst wie das umgekehrt der Fall war/ist. Gerade in familienpolitischen Fragen dürften sich Hausmänner und die, die das zeitweise oder ganz werden wollen, der Solidarität vieler Frauen gewiß sein. (Maskulisten (und bedauerlich viele der Vaterrechtler) absolvieren m.M.n. keine Emanzipation, sondern legitimieren nur ihre gute alte Misogynie und rechtfertigen ihre Aggressionen)

      Ihre Frage müßte also eigentlich lauten: Nur sind die Männer überhaupt schon so weit?

      Um das mit Karl Valentin zu beantworten: mögen hätten wir schon wollen, aber dürfen haben wir uns nicht getraut.

      • Zu ihrer Frage: (mich beschleicht eine Frage, ja oder nein als Antwort reicht völlig: kann es sein, daß Sie und ich schon mehrfach das Vergnügen miteinander hatten und Sie ein großer Hellinger-Befürworter sind?) Nein. Ich schreibe selten. Liegt wohl auch daran, dass ich im Schreiben nicht so talentiert bin.

        Sie haben Recht, Gesellschaft ist zu allgemein. Grenzen wir es auf die Führungskräfte und Vorstände von Unternehmen ein, und das egal welchen Geschlechts.

        Sie schätzen und stufen mich völlig falsch ein. Meine Frau sagt sogar, dass ich mich mal ausruhen sollte und auch mal mehr Zeit für mich nehmen sollte. Nur so viel zum Thema Emanzipation und tun.

        • Sie schätzen und stufen mich völlig falsch ein.

          Lieber Made, ich schätze und stufe Sie überhaupt nicht ein – meine Frage folgte einer vagen Ahnung wegen eines ähnlichen Sprachduktus, vielen Dank für Ihre Antwort. Wie sollte ich Sie auch einschätzen und -stufen? Ich kenne Sie doch gar nicht.

  9. Pingback: Unverwundbar | dame.von.welt

  10. Caroline Fetscher, Tagesspiegel: Blinde Flecken auf dem Spiegel

    Das erste Tabu: Sexuelle Gewalt entsteht in erster Linie in den Familien, im intimen Umfeld. Private Intimräume sind weltweit die Treibhäuser sexualisierter Gewalt. Keineswegs existiert die Gewalt „da draußen“ bei devianten Delinquenten oder dysfunktionalen Institutionen. Sie entsteht vielmehr drinnen, mitten in der Gesamtgesellschaft. Eine Unicef-Studie von 2016 schätzt, dass allein 120 Millionen Mädchen weltweit sexuelle Gewalt in erheblichem Ausmaß erfahren. Hinzu kommen viele Jungen. Längst wurde das endemische Vorkommen sexueller Gewalt faktisch ermittelt – öffentlich aber nur marginal vermittelt. Mehr als 90 Prozent aller sexuellen Delikte werden erwiesenermaßen in Familien und in deren Umfeld begangen. Hier geschehen die aktuellen Taten, hier entstehen die späteren Täter; im Norden und Süden, im Westen und Osten der Welt, wenn auch auf je unterschiedliche Weise.

    Das zweite Tabu: Zur sexuellen Gewalt gehört nirgends ein Geschlecht allein, Täter sind nicht nur männliche Menschen. Sexuelle Gewalt wird möglich auch durch direkte oder indirekte Komplizenschaft von Frauen, und Frauen können auch Haupttäterinnen sein. Am portugiesischen Fall war eine vermögende Immobilienbesitzerin beteiligt. Auch Nonnen haben, etwa in den Niederlanden, Mädchen misshandelt und missbraucht. Frauen jedweder Herkunft sind beteiligt am Milliardengeschäft mit Videos und Fotos, die den Missbrauch von Kindern zeigen. …

    Mütter, weibliche Verwandte, projizieren ihren Selbsthass durch erlittene Gewalt auf Töchter, auf Kinder. Sie nutzen sie als Blitzableiter und Sündenböcke. Was die Tochter abbekommt bleibt der Mutter erspart, und das Mädchen als „Rivalin“ kann zudem als schwach, schlecht, charakterlos verworfen werden. Neid missbrauchter Erwachsener kann mitmischen, wenn die Jüngeren Glück und Lust erleben, die die Älteren nie hatten. Nicht selten holen sich frustrierte Mütter den Sohn oder die Tochter als Kuschelkind ins Bett. Manche klammern am Kind wie an einem Teddy, der selber nicht lebendig sein und werden darf. Wo Töchter missbraucht werden, bekommen Söhne es mit. Wo Söhne missbraucht werden bekommen es Töchter mit.

    Heranwachsende assoziieren Intimität mit Machtgefälle, Übergriffigkeit, Distanzarmut und Gewalt. Ihre Lektion lautet: Ein mächtiger Mensch darf einen ohnmächtigen Menschen physisch zu seiner Lust benutzen, als Mittel zum Zweck. Nichts anderes tun die Harvey Weinsteins dieser Welt. Wer solches Gefälle erfahren hat, für den wurde das Kontaminieren kindlicher und pubertärer Sinnlichkeit zur Norm. Bleibt der Prozess unbewusst, wird das später, in transgenerationeller Weitergabe der Traumata, wiederholt.

    Das dritte Tabu: Ursache sexualisierter Gewalt ist nicht nur das arme Milieu, die widrigen Umstände. Missbrauch geschieht in Luxusinternaten und Slums, bei Millionärsfamilien wie in Pfarrhaushalten und unter Arbeitslosen. Eine zentrale Voraussetzung für Sexualdelikte ist das destruktive Entknüpfen von Liebe und Eros auf der einen, Trieb und Sex auf der anderen Seite. Dieses Auseinanderzerren enthält viele Elemente, vor allem aber Desexualisierung und Hypersexualisierung. Traditionelles Machtgefälle zwischen den Geschlechtern gehört dazu, sittlich und religiös konstruierte Tabus, biedermeierlich-säkulares Leugnen von Lust und Sinnlichkeit, und, am anderen Ende des Spektrums, kommerzorientierte repressive Toleranz, sexistische Ikonografie in der Unterhaltungsindustrie und Produktsphäre. In jedem der Fälle wird die kreative Geschlechterspannung verdreht, pervertiert, entmenschlicht.

    Unsere Gattung lernt ihr Unbewusstes gerade erst kennen, seit rund hundert Jahren – das ist wenig. Einiges wäre gewonnen, wenn sie den Spiegel, in dem sie sich anschaut, ein bisschen poliert.

  11. Pingback: Kurz und dreckig 50 | Schrottpresse

    • Willkommen Wal B.!
      Vielen Dank für Ihre Blumen…;-)… aber nicht doch!
      Wir wollen doch wohl beide nicht, daß sich das Linksparteimitglied der allerersten Stunde noch als schlimm verfolgte Minderheit fühlt, nein?

  12. Ich habe vor ein paar Tagen erst auf Heise den Artikel von Selma Mahlknecht gelesen. Was sich da in der Kommentarspalte getummelt hat, bestaetigt genau das was Sie in Ihrem Artikel wiedergeben.
    Eine neue Variante war fuer mich, dass man die Verantwortung als potentieller Uebergriffige/r auf die Muetter abschob (Vaeter waren nicht gemeint), denn… „Wer erzieht denn die Kinder?“
    Ganz nebenbei hat man am Patriarchat und dem einhergehenden „role model“ auch das noch den Frauen angelastet (von den zu erwartenden „sellber schuld“, „na wenn der ‚Minirock‘ nicht breiter als ein Guertel ist“…ganz zu schweigen).
    Es ist fuer viele (besonders bei Maennern) beim Thema Sexismus und Uebergriffigkeit anscheinend absolut Unverstaendlich das nicht die Opfer, bzw. die, die erleiden muessen, NICHT in der Verantwortung stehen, sondern umgekehrt die jenigen die aktiv wurden.

    • Meinen Sie Mimimi too – es ist geil, ein Opfer zu sein?
      Ihnen war neu, daß für manche Männer die Frauen (notfalls eben Mami) alles, aber auch wirklich alles schuld sind? Wobei das Heise-Kommentariat schon seit langem ein ganz spezieller Abgrund ist, ayayayay.

      Lieber Fred, ich hätte eine Frage, eigentlich fast schon eine Bitte, weil Sie sozusagen an der Quelle sitzen: waren Sie schon mal auf Sumatra bei den Minangkabau oder haben Sie das sowieso vor? Das ist das größte noch existierende Matriarchat weltweit, mit der interessanten Besonderheit, daß die Minangkabau orthodoxe Muslime sind – also Patriarchat und Matriarchat irgendwie unter einen Hut kriegen. Matriarchate sind überall auffallend friedliche Konsensdemokratien, in denen im Zweifel Frauen das Sagen haben. Namen und Besitz werden in weiblicher Linie vererbt und es scheint so, als würde es auch den Männern in diesem System gut gehen.
      Falls ja und falls Sie das Thema selbst interessiert: hätten Sie vielleicht Lust, darüber zu schreiben? Würde ich mit Kußhand als Gastblog oder Blogreihe veröffentlichen und Ihnen auch, falls gewünscht, z.B. den sprachlichen Feinschliff abnehmen.

  13. Die Minangkabau, ich wohne in Yogyakarta auf Java, aber als ich 2009, damals haette ich nie gedacht das ich sehr wahrscheinl. hier meine letzte Lebensstation hier verbringen werde, dass erstemal ueberhaupt in Indonesien war, habe ich auf dem Hinflug eine Studentin aus Padang, also das Stammgebiet, mit ihrer polnischen Lebensgefaertin, ebenfalls Studentin der UGM (aelteste u. groesste Uni Indonesiens) kennengelernt.
    Wir trafen uns desoefteren noch in Yogya und natuerlich tauschten wir uns aus.
    Kleine Anekdote am Rande: Sie erzaehlte mir als ihre Mutter sie fragte ob sie lesbisch sei und sie das bejate, sagte Mutti:“Nun bin ich froh, denn jetzt weiss ich, dass du mich nicht mehr anluegst.“
    Hahahaha…so sind se die Indonesier ;-)
    Sie erzaehlte mir, dass in ihrer Gesellschaft die maennliche Seite der Familie keine Rolle spielt. Wichtiger ist der Onkel muetterlicherseits. Auch ist es noch heute so, dass der Vater nicht im gemeinsammen Haus schlaeft und am Tisch immer nah an der Haustuere sitzen muss, da er auf Anweisung jeder Zeit das Haus zu verlassen hat.
    Meine Bekanntin sagte mir aber, dass sie Klitorisbeschnitten ist und zwar aus „Tradition“. Und nun kommen wir zum interessanten Punkt.
    Der Islam war deswegen so erfolhreich in Indonesien, weil er andere Glaubensvorstellungen mit dem Islam aufnahm, deswegen wurde er anders als das Christentum nicht missioniert.
    Auf Java Tengah (Zentral), DIY (Yogyakarta), Java Timur (Ost) und den Kleinen Sundainseln wird der Islam in eine synkretin Form gelebt.
    Java Barat (West) und vor allem Sumatra praktizieren den „modernen“ wenig toleranteren Islam der massiv ueber Saudi-Arabien fokusiert wird (Stichwort :Wahabitisierung). Malaysia galt noch bis Anfang der 1980ziger als liberal-islamisches Land, „dank“ der Saudis haben sie jetzt die Schar’ia.
    Auch das war immer eine identitaere Waffe der GAM (Befreiungsbewegung auf Aceh), nicht nur das sie eine fiktive Nation der „Acehnesen“ kreierten, sondern konnten sie sich dank des Wahabitismus, also „dem Wahrem Glauben“, von den „Javanesen“, also alles nicht-acehnesische, distanzieren. Die „Javanesen“ waren bzw. sind die „kafir“ (Unglaeubigen).
    Na ja, Aceh hat jetzt seine weitreichende Teilautonomie und als einzige indon. Provinz die Schar’ia.
    Sumatra Barat, die Provinz in dem der Grossteil der Minangkabau leben, ist eine sehr konservative Provinz. Bei der letzten Praesidentschaftswahl war das die einzige Provinz in der, der zum Glueck unterlegende rechtsaussen ex-Militaer und Oligarch Prabowo ueber dreiviertel der Stimmen bekam.
    Sie sehen Klitorisbeschneidung hat nichts, aber auch wirklich nichts mit der Tradition und schon gar nichts mit dem Matriarchat der Minangkabau zu tun, aber wie alle „Super Muslime“ in Indonesien denken sie, dass alles was von der arabischen Halbinsel kommt, sei mega heilig.
    Hier auf Indonesien ist die Auseinandersetzung um den Islam in theologischen, sowohl auch im interlektuellen Sinne, seit einigen Jahren ein gesellschaftsliches Phaenomen.
    Darueber koennte ich noch einiges mehr und ausfuehrlicher berichten.
    Leider hab ich mein damaliges Adressbuch verloren, so dass wir uns leider aus den Augen verloren haben.

    • Darueber koennte ich noch einiges mehr und ausfuehrlicher berichten.

      O ja bitte! Wie gesagt: liebend gern Gastblog(s). Weil das hier aber das Thema verläßt, alles weitere per Email? Sie erreichen mich über das Kontaktdingsda in Über.

  14. Falls sich irgendwer fragen sollte, warum kaum Vergewaltigungen angezeigt werden, beispielhaft ein Urteil des Landgerichts Ludwigsburg, gesprochen im vergangenen Sommer (via Magda):

    Für den angeklagten 43-Jährigen ging der Fall gestern im Stuttgarter Gerichtssaal gut aus. Denn weil die verhängten zwei Jahre Haft zur Bewährung ausgesetzt wurden, wurde er sofort frei gelassen. Als Bewährungsauflage muss er 2000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen.

    Die Vorwürfe gegen den Handwerker aus dem Kreis Ludwigsburg hatten am ersten Prozesstag noch sehr schwer gewogen. Und der Mann hätte nach ersten Einschätzungen der Staatsanwaltschaft mit einer Freiheitsstrafe sogar im zweistelligen Bereich rechnen müssen. Die Ankläger hatten in ihrem Plädoyer aber nur noch sechs Jahre Haft gefordert. Im gestern verkündeten Urteil gingen die Richter der 8. Großen Strafkammer am Stuttgarter Landgericht nun davon aus, dass die Version des Angeklagten, dass nämlich die „Vergewaltigung“ einvernehmlich geschah, der Wahrheit entsprach.

    Demnach hatte der 43-Jährige am Abend des 30. Januar der 31-Jährigen an deren damaligem Wohnort Wernau im Kreis Esslingen aufgelauert. Als sie nach Hause kam, schlug er sie im Treppenhaus nieder und schleifte sie an den Haaren zu seinem Fahrzeug, fesselte und knebelte sie und raste mit ihr unter ständigen Todesdrohungen, wobei er auch ein Teppichmesser einsetzte, auf der B 10 nach Bad Cannstatt und weiter nach Markgröningen. Dort im Wald nahm er ihr die Fesseln ab und wollte sie wie angekündigt vergewaltigen.

    Davon jedoch konnte die Frau ihn in einem versöhnlichen Gespräch schließlich abbringen, wie es in dem Urteil heißt. Sie habe so lange auf ihn eingeredet, bis er die Absicht, sie zuerst zu vergewaltigen und dann zu töten, aufgab. Um ihn dann dazu zu bringen, mit ihr nun schnell wieder aus dem Waldstück herauszufahren, habe sie den Sex freiwillig über sich ergehen lassen, sagte der Strafkammervorsitzende in der Urteilsbegründung. Das war demnach keine Vergewaltigung im Sinne des Strafrechts, sondern eher eine Art Versöhnungssex.

  15. Hans Hütt anläßlich des Aus für Kevin Spacey in der taz:

    Die öffentliche Resonanz wirkt selbst wie ein Rollenspiel, das sich seines Spielcharakters unbewusst scheint. Empörung paart sich mit Lüsternheit. Die ambivalenten Gefühle reproduzieren, was sie verurteilen. Ihr Mitgefühl mit den Opfern sexuellen Missbrauchs scheint anständig, wäre es nicht auch zugleich so detailversessen, als handelte es sich bei der Serie von bekannt gewordenen Übergriffen um einen Fortsetzungsroman, der kostenlos zu abonnieren wäre.

    „Vernachlässigt und elegant, waren sie geil auf Katastrophen, von denen sie kein Kind bekommen konnten. Sie lagen mit dem Unglück anderer Leute im Bett und befriedigten sich mit einem künstlichen Mitleid. Die Pressetribüne war überfüllt.“ Das schrieb Ödön von Horváth im Kapitel 23 des Romans „Jugend ohne Gott“, der 1937 erschien und dessen Verfilmung 2017 in die Kinos kam.

    Im Spiel mit der Empörung bleibt das Verlangen ausgeblendet, als verdanke es sich einem Lichtschalter, der nach moralischem Belieben an- oder ausgeknipst wird.

    Das bringt mein Gefühl des Mitverhandeltwerdens bei jeder Skandalisierung sexualisierter Gewalt ganz gut auf den Punkt. Wäre erträglicher, würde sich endlich etwas ändern. Dem aber steht der oben beschriebene Voyeurismus im Weg, neben der Wiedererwärmung von Mach-doch-die-Bluse-zu mit totalitären Untertönen, von männlichem Vorwärtsverteidigungs-Feuilleton zu schweigen.

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