„Das hat kein Mensch verdient, so zu sterben.“

In der Nacht zum 9. August 2001 wird in Dahlewitz (Brandenburg) der Obdachlose Dieter Manzke von fünf jungen Männern in einem leer stehenden Gartenbungalow erschlagen. … Bei ihrer Festnahme geben die Täter an, sie hätten sich von dem stadtbekannten Obdachlosen „gestört gefühlt“ und „Ordnung schaffen“ wollen.

… „Dieter Manzke musste sterben, weil er als Penner und Suffi den in der Nachbarschaft lebenden Angeklagten Dirk R. störte“, stellte der Vorsitzende Richter Klaus Przybylla in seiner Urteilsbegründung fest. Der Vorsitzende Richter betonte, das Tatgeschehen habe zwar keinen rechtsradikalen Hintergrund, es sei aber nach den reformierten Kriterien des Bundeskriminalamtes zur Erfassung politisch motivierter Kriminalität als „politisch motiviert“ zu werten. Denn die Tat habe sich gegen den gesellschaftlichen Status des Opfers gerichtet.

Dort, wo Dieter Manzke starb, wachsen Brombeeren, Brennnesseln und Farn. Es ist ein kleines, verwildertes Grundstück, direkt an den Gleisen der Regionalbahn, nur wenige Schritte vom Bahnhof Dahlewitz entfernt. Eine längst verlassene Datsche steht darauf. Ein kleiner, weiß gestrichener Bungalow, Wellblech als Dach, vorn mit braun gebeiztem Kiefernholz verkleidet. Über der Tür hängt ein verwittertes Hirschgeweih, ein Zehn-Ender.

Das Opfer habe schon „röchelnd am Boden“ gelegen, als die vier älteren Täter, angeführt vom 21-jährigen …, dem jüngsten anboten, er könne Manzke ins Gesicht schlagen. Dreimal tat der 17-jährige … das, so der Staatsanwalt. Dieter Manzke war betrunken und völlig wehrlos. Einer der älteren, der 19-jährige …, habe gar versucht, dem schwer Verletzten einen Stock in den After einzuführen.  … Die Obduktion ergab etliche Rippenbrüche, Frakturen des Schlüsselbeins, der Augenhöhlen; das Rippenfell gerissen, Magen und Darm verletzt. …
Dieter Manzke starb einen erbärmlichen Tod. In ein Gebüsch geschleift, den Körper zerschunden von Tritten und Faustschlägen, misshandelt, Gesichtshaut und Bart versengt mit Zigarettenglut: So fand man den 61-Jährigen, erstickt am eigenen verschluckten Blut …

Sie traten und schlugen Dieter Manzke, drückten Zigaretten in seinem Gesicht aus. Dirk B., der aus Mahlow stammt, rammte dem bereits am Boden liegenden Opfer einen Finger ins Auge. … Sein Todeskampf hat fast eine Stunde gedauert. …

Peter Rink war zu der Zeit stellvertretender Bürgermeister von Dahlewitz. „Das hat uns Dahlewitzer schwer getroffen“, sagt der 77-Jährige. Er legt großen Wert darauf, dass Haupttäter … erst kurz zuvor in den Ort gezogen war und eigentlich aus Blankenfelde stammt. Manzke sei „ein ruhiger Kerl gewesen, der niemandem was getan hat“, erinnert sich Rink. Zusammen mit dem damaligen Bürgermeister Fritz Lenk habe er dafür gesorgt, dass Manzke, nachdem er seine Wohnung verloren hatte, in dem Bungalow untergebracht wurde. „Wir wollten nicht, dass er auf der Straße lebt“, sagt Rink. Als Manzke tot war, habe er sich mit dem Amt Rangsdorf, zu dem Dahlewitz gehörte, bemüht, die Beisetzung geheim zu halten. „Wir wollten keinen Presseauflauf.“

Für den … in Dahlewitz (Teltow-Fläming) erschlagenen Obdachlosen Dieter Manzke ist offenbar keine offizielle Trauerfeier geplant. Die zuständige Amtsverwaltung in Rangsdorf teilte mit, aus ihrer Behörde werde niemand an der Beisetzung teilnehmen. Der stellvertretende Bürgermeister von Dahlewitz, Peter Rink, wollte sich zu diesem Thema gar nicht äußern. Dies sei mit den Angehörigen so abgesprochen, sagte er. … Ob die Beisetzung tatsächlich auch nach Wunsch der Angehörigen Manzkes anonym bleiben soll, ist allerdings zweifelhaft. Der „Berliner Zeitung“ hatte die älteste Tochter Kerstin gesagt, sie verstehe nicht, warum ihr Vater nicht im Dahlewitzer Familiengrab begraben werden könne. „Dort liegt auch meine Mutter, die vor drei Jahren starb. “ Die jetzt geplante Urnenbestattung im zehn Kilometer entfernten Zossen bedeute, dass sie und ihre Schwestern das Grab des Vaters kaum werden besuchen können.

Trotz der zwischenzeitlichen Kontakte zwischen den drei Töchtern Manzkes und der Dahlewitzer Gemeindevertretung fühlen sich die Töchter weitgehend allein gelassen. So haben bspw. die Dahlewitzer Bürgermeister die Töchter tagelang hinsichtlich der Form und des Ortes des Begräbnisses im Ungewissen gelassen. Noch am Montag dieser Woche lautete beim Amt Rangsdorf entgegen den Wünschen der Töchter die offizielle Devise kostengünstige Beisetzung im entfernten Zossen. Mittlerweile scheint einer Beisetzung in Dahlewitz nichts mehr im Wege zu stehen. Davon wurden die Töchter Manzkes aber erst am Mittwoch, dem 5.9. durch den Dahlewitzer Bürgermeister Fritz Lenk informiert. Dessen Darstellung in der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 4. September, dass die Angehörigen bei der Bestattung keine Öffentlichkeit wünschen, wurde am folgenden Tag von den Töchtern dementiert.

„Am liebsten hätten sie ihn in Zossen anonym verscharrt“ …  „Man hat versucht, die Sache totzuschweigen“

Erst im Herbst 2005 wird Dieter Manzke in die staatliche Statistik der Opfer rechter Gewalt aufgenommen.


 

Von 1989 bis 2000 wurden nach Informationen der Obdachlosenzeitung motz 107 wohnungslose Menschen von Tätern außerhalb der Wohnungslosenszene getötet. Ein Ende ist offensichtlich nicht abzusehen.

Laut motz werden die Gewalttaten seit Anfang der neunziger Jahre zunehmend von rechten Tätergruppen verübt – in Ostdeutschland wie auch in den alten Bundesländern. Seit 1998 sind es kaum noch Einzeltäter sondern zunehmend kleine Trupps von vier bis fünf Tätern. Dabei wird der rechtsextremistische Hintergrund von offiziellen Stellen meist in den Fällen geleugnet, in denen den Tätern keine entsprechende Organisationsstruktur nachgewiesen werden kann.


 

31.01.2000: Der obdachlose Glasdesigner Bernd Schmidt (51 oder 52) wurde am 31. Januar 2000 in seiner Baracke in Weißwasser (Sachsen) von zwei 15-jährigen und einem 16-jährigen Jugendlichen über einen Zeitraum von drei Tagen zu Tode geprügelt. Zweitweise waren zwei Mädchen anwesend und Zeuginnen der Misshandlungen. Das Trio wollte 900 DM für ein Moped erpressen, doch Bernd Schmidt konnte diese nicht zahlen. Der Haupttäter hatte Bernd Schmidt immer wieder gezwungen, sich hinzuknien und ihn dann mit Springerstiefeln mit voller Wucht gegen den Kopf, ins Gesicht, in die Rippen und den Bauch getreten. Er starb am 31. Januar 2000 an Hirnblutungen und einer Lungenentzündung, die er sich durch das Einatmen von Blut zugezogen hatte. Beinahe wäre der gewaltsame Tod von Bernd Schmidt nicht einmal als Verbrechen bekannt geworden: Trotz der schweren Verletzungen an der Leiche gingen die ermittelnden Polizeibeamten und der Rettungsdienst davon aus, dass Schmidt alkoholbedingt gestürzt sei und sich dabei tödlich verletzt hätte. Die Strafanzeige eines Jugendlichen, der den Toten gefunden und zu Lebzeiten engeren Kontakt zu ihm hatte, wollten die Beamten nicht aufnehmen. Auch ein freiwilliges Geständnis der beiden Haupttäter, die von sich aus zur Polizei gegangen waren und sich offenbaren wollten, nahmen die Polizisten nicht auf. …

November 2001: Im November 2001 alarmieren in Bad Homburg Geschäftsleute die Polizei, da ihnen ein 49jähriger Wohnungsloser wegen „ungebührlichen Verhaltens“ aufgefallen sei. Der Polizeibeamte war laut Staatsanwaltschaft mehrfach auf den am Boden liegenden Mann gesprungen und hatte ihn mit Tritten ins Gesicht verletzt. Das Opfer konnte nur dank schneller Hilfe gerettet werden. Bereits ein Jahr zuvor hatte der Beamte einen in einem Hauseingang liegenden Obdachlosen mehrfach in den Rücken und ins Gesicht getreten. Der Beamte erhält 15 Monate Haft auf Bewährung. …

November 2002: Im November 2002 quälten in Nürnberg zwei junge Männer (25 und 27 Jahre) und eine junge Frau (17) einen 53jährigen Obdachlosen, ziehen dem hilflosen Mann eine Plastiktüte über den Kopf, stopfen ihm alkoholgetränkte Reinigungstücher ins Hemd und zünden ihn an. Das Opfer habe lichterloh gebrannt, heißt es in Medienberichten. Zuvor hatte die junge Frau das Opfer noch fotografiert.

07.12.2002: Zwei Stralsunder Polizeibeamte (26 und 46) fahren einen 35jährigen Obdachlosen an den Stadtrand und „setzen“ ihn dort „aus“. Er stirbt aufgrund von zwei Grad Minus und starken Wind an Unterkühlung und Alkoholvergiftung. Nach Aussagen eines Zeugen habe der ältere der beiden Polizisten nach Bekanntwerden des Todes gesagt: „Wäre er ein normaler Bürger, hätte es mir leid getan. Er war eh nur ein Knasti, eine Dreckfresse, die schon lange im Knast war.“

20.04.2003: Am 20. April 2003 wurde in Stauchitz bei Riesa (Sachsen) der 35jährige Günter T. ermordet. Im Jugendclub „Giftmische Stauchitz“ wurde der stark betrunkene Günter T. während einer Feier in der Nacht vom 20. April, Hitlers Geburtstag, über zwei Stunden schwer misshandelt. Der ehemalige Stahlarbeiter Günter T. aus dem Nachbardorf war als arbeitslos und alkoholkrank bekannt. Er starb zwei Tage nach den Misshandlungen an schweren Hirnverletzungen. Nach längeren Ermittlungen wurden vier Männer im Alter von 29 bis 36 Jahren aus Stauchitz und Umgebung wegen Totschlags angeklagt. Ihnen wurde vorgeworfen, den bewußtslossen, völlig wehrlosen Mann u.a. nackt ausgezogen, mit Wasser übergossen und den Mund zugehalten zu haben. Bei einem 31jährigen Angeklagten fand die Polizei rechtsextremes Propagandamaterial. Die große Strafkammer in Dresden kritisierte nach der Hauptverhadlung nicht allein die Angeklagten, sondern das gesamte Dorf Stauchitz hätten dem Tod von Günter T. keinerlei Bedeutung zugemessen, es sei nach Meinung der Bewohner „ja nur ein Trinker gewesen“. Die Zeugen hätten laut Staatsanwalt Angst gehabt, in einer kleinen Gemeinschaft als diejenigen dazustehen, die andere angeschwärzt hätten. Die Angeklagten wurden lediglich wegen Körperverletzung und unterlassener Hilfeleistung zu Bewährungsstrafen zwischen sechs Monaten und zwei Jahren verurteilt. Sie waren laut Gericht „voll in das bürgerliche Leben integriert“. …

30.01.2004: Fünf Rechte lernen den 46-jährigen Obdachlosen Martin Görges bei einer Tanzveranstaltung in Burg (Sachsen-Anhalt) kennen. Zuerst will einer von ihnen verhindern, dass seine Mutter mit dem „Asozialen“ tanzt. Dann erfahren sie, dass er wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes in Haft gesessen hatte. Die Nazis prügeln vor der Diskothek auf ihn ein und lassen ihn schwer verletzt zurück. Einige Zeit später kommen die Täter wieder und töten ihr Opfer durch einen „Bordsteinkick“ – sie zertrümmern seinen Hinterkopf mit Fußtritten auf einer Bordsteinkante. Vor Gericht geben sie die Hauptfigur von „American History X“ (einen US-amerikanischen Neonazi) als Idol an. …

Januar 2005: Im Januar 2005 traten in Stuttgart zwei 16jährige einen Obdachlosen zu Tode. Der Wohnungslose ist gehbehindert und völlig hilflos. Die Jungen trafen ihr Opfer in der Straßenbahn. An der Endhaltestelle stießen sie ihn mit einem Tritt zu Boden und und traten dann abwechselnd mehrmals heftig gegen seinen Kopf. „So wie man Fußball spielen würde“, sagt später der Richter. …

06.05.2006: Der polnischstämmige Obdachlose Andreas Pietrzak (41) wurde in der Nacht vom 5. zum 6. Mai 2006 Opfer eines 19-jährigen Neonazis in Plattling (Bayern). Zunächst trank der Täter mit seinem Opfer, schlug aber dann mit einem Holzpflock auf ihn ein und tritt ihm mit seinen Springerstiefeln gegen den Kopf, bis dieser bewusstlos wurde. Daraufhin raubte er sein Opfer aus und zündete Pietrzak mit Spiritus an. Ein Bekannter habe vor der Tat gesagt, „dass man dem Polen eine Abreibung verpassen müsse“, gibt der Angeklagte vor Gericht zu. Das Opfer hatte die deutsche und polnische Staatsbürgerschaft. Schon früher hatte der Mörder den obdachlos lebenden Andreas Pietrzak gemeinsam mit einem Bekannten misshandelt. Obwohl im Urteil die „ausländerfeindliche Gesinnung“ des Täters ausdrücklich festgestellt wird, sieht der Richter darin nicht das führende Motiv für die Tat. …

04.10.2008: Am 4. Oktober 2008 wurde auf einem Gartengelände in der Riederwaldsiedlung in Frankfurt/Main der Obdachlose Heinz-Peter R. (51) von einem 22-jährigen alkoholisierten Arbeitslosen ermordet. Der Täter zertrümmerte ihm sämtliche Knochen des Gesichtsschädels. Der Mann starb vermutlich qualvoll durch das Einatmen von Blut. Der Täter wurde zu sechs Jahren Freiheitsstrafe wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt worden. Das Gericht hielt die Aussage des türkischstämmigen Angeklagten, wonach der ältere Mann ihm ausländerfeindliche Beleidigungen nachgerufen habe, für frei erfunden.

03.03.2009: Am frühen Morgen des 3. März wurde ein 72jähriger Obdachloser in Eutin (Schleswig-Holstein) von zwei jungen Männern fast zu Tode getreten. Der 20-jährige Haupttäter Thomas H. ist aufgrund diverser Gewaltdelikte und seines rechtsextremen Hintergrundes einschlägig bekannt. Das Opfer ist seit dem Übergriff körperlich und geistig behindert.

22.05.2010: Am Samstag, den 22. Mai 2010 wurde der 51jährige obdachlose Frührentner Klaus B. in Kamp-Lintfort bei Duisburg (NRW) ermordet. … Die Haupttäter waren zwei Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren. Sie waren mit zwei weiteren Freunden unterwegs, die aber davongelaufen sein wollen als die zwei Haupttäter anfingen auf den stark sehbehinderten Obdachlosen einzuschlagen. Das Quartett traf gegen 1 Uhr Nachts auf einem Parkplatz am „Spaßbad Pappelsee“ auf Klaus B., der dort seit vier Monaten in einem geliehenem alten Opel Corsa lebte, nachdem seine Wohnung in Duisburg ausgebrannt war. Zuerst wurde das Auto des Obdachlosen demoliert, dann wurde auf den wehrlosen Klaus B. eingeschlagen, der an seinem eigenem Blut erstickte. Der Obdachlose konnte wegen seiner Sehbehinderung nicht davonfahren und ist den Attacken ausgeliefert. … Später brüsteten sich die Täter noch mit der Tat. Die Jugendlichen geben an, „aus Langeweile“ gehandelt zu haben. …

Juni 2011: Ein 68jähriger Rentner hat im Juni 2011 im Essener Westpark einen schlafenden Obdachlosen (58) mit 1 Liter Benzin übergossen und angezündet. Das Opfer starb zehn Stunden später. Nach der Tat hatten Anwohner und Passanten den am ganzen Leib brennenden Mann entdeckt und das Feuer gelöscht. Der Verletzte wurde mit einem Rettungshubschrauber noch in eine Spezialklinik gebracht, wo die Ärzte vergeblich um sein Leben kämpften. Das Tatmotiv soll Rache wegen eines angeblichen Raubs gewesen sein. Mit dem Opfer hat er noch am Vorabend Fußball geschaut.

16.06.2012: Am 16. Juni 2012 folterten und ermordeten drei junge Männer den Flaschensammler Klaus-Peter Kühn (59) in seiner Einraum-Wohnung einem Plattenbau in Suhl-Nord (Thüringen). Die Täter hielten ihr Opfer für einen „Penner“. Vor Gericht zeigt keiner der Täter so etwas wie Reue. Ein Täter antwortete vor Gericht auf die Frage nach Mitleid mit seinem Opfer: „Eigentlich nicht.“ Sie gestanden am Tatort sich über die Notlage des Mannes amüsiert und nicht daran gedacht zu haben, dem Sterbenden einen Arzt zu rufen.

19.09.2013: Am 19. September 2013 wollte ein 51-jähriger obdachloser Mann in Berlin-Friedrichshain auf dem Parkplatz eines Supermarktes an der Straße der Pariser Kommune übernachten. Er wurde gegen 23.45 Uhr von drei unbekannten Männern geschlagen, getreten und beraubt.

Am 22. August 2015 attackierten drei Jugendliche (damals 15, 15 und 19 Jahre alt) auf dem Sportplatz der Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Alsdorf bei Aachen den 19-jährigen Pascal C. … . Auslöser war eine ausstehende Schuld von unter 100 Euro. Sie schlugen ihn mit Hämmern, zwangen ihn, sich auszuziehen, zündeten seine Kleidung an und zogen ihn ins Feuer hinein. Gegen 6 Uhr morgens fanden Passanten den unbekleideten jungen Mann und riefen sofort Polizei und Krankenwagen. Das Opfer erlitt schwerste Brandverletzungen und massive Prellungen an Hand, Unterarm und Hinterkopf sowie einen Nasenbeinbruch.

In der Nacht vom 12. auf den 13. November 2016 wurde in Köln am Hauptbahnhof ein 29-Jähriger Obdachloser angezündet und verstarb an den Verletzungen durch den Brand. Zuvor war er bereits verprügelt worden. Die Ermittler vermuten, dass Unbekannte den Mann angezündet haben, um die Spuren einer Gewalttat zu verwischen.

Aufgelistet ist beispielhaft etwa ein Nazi-Gewaltverbrechen an einem Wohnungslosen pro Jahr. In der oben verlinkten Chronik sind viele weitere Morde festgehalten. Niemand weiß, wie viele Nazi-Verbrechen an Wohnungslosen nie erfasst, nie ermittelt, nie aufgeklärt, nie verurteilt werden. Geschweige denn, in die staatlich anerkannte Opferliste rechtsextremistischer Gewalt aufgenommen werden.

Weil in Deutschland Arme maximal verachtet werden und weil jede Gesellschaft ganz genau die Polizisten, Staatsanwälte und Richter hat, die ihr entsprechen.


Foto (beschnitten): Screenshot Tagesspiegel


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21 Gedanken zu „„Das hat kein Mensch verdient, so zu sterben.“

  1. Am Rande des Themas – Marco Carini, taz: Der stille Tod eines Neonazis

    Die Wohnung des verstorbenen Lutz H. glich einem Gruselkabinett. An den Wänden prangten ein Dutzend Sturmgewehre und Schnellfeuerwaffen, Regalmeter waren bis unter die Decke vollgestopft mit legaler, aber auch illegaler Nazipropaganda, wie mehrerer Bände der Originalausgabe von Hitlers „Mein Kampf.“ Publikationen, die den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllen oder über die Auschwitzlüge schwadronieren, stapeln sich neben Hakenkreuz-Orden und SS-Abzeichen.

    An den Wänden hingen Ölbilder von Nazigrößen wie Joseph Goebels und Ernst-Otto Remer, der nach dem Hitler-Attentat vom 20. Juli den Umsturz verhinderte. Daneben prangte ein Gemälde eines mit Orden hoch dekorierten Anders Behring Breivik, des norwegischen Rechtsterroristen, der im Juli 2011 in Oslo und auf der Insel Utøya 77 Menschen erschoss.

    Vergangenen Donnerstag betreten mehrere Beamte des Hamburger Polizeikommissariats diese mitten in Hamburg, unweit der Alsterschwimmhalle, gelegene Wohnung des bereits im April verstorbenen Mannes. Sie sind von einer Nachlassverwalterin, die kurz zuvor die Nazihölle erstmals betreten hatte, informiert worden. Die Polizisten nehmen die Waffen von der Wand. Zwei von ihnen, ein Sturmgewehr AK-47 und eine Scorpion-Maschinenpistole, fallen vermutlich unters Kriegswaffenkontrollgesetz. Die Beamten verlassen die Wohnung, ohne diese genauer in Augenschein nehmen zu wollen.

    Kurz darauf werden sie erneut in die heruntergekommene Wohnung des Verstorbenen gerufen. In den Schubladen befanden sich noch mehr als ein halbes Dutzend Handfeuerwaffen, daneben bergeweise Munition. Offensichtlich diesmal beeindruckt von den Funden, informierten die Revierpolizisten die Staatsschutzabteilung des Landeskriminalamts, Unterabteilung Waffen- und Sprengstoffdelikte. Dort heißt es am Dienstag, man habe insgesamt 15 erlaubnispflichtige Sturmgewehre und Maschinenpistolen, daneben noch Handfeuerwaffen, Schrotflinten und sogar einen „Schießkugelschreiber“ sichergestellt. Die Prüfung, wie viele der Waffen einsatzfähig sind, laufe noch.

    Lutz H. ist polizeibekannt und gilt als der NPD nahestehend. Obwohl die gefundenen Schusswaffen ausreichen, einen ganzen Sturmtrupp auszurüsten und der Wohnungsbesitzer offenbar ein Neonazi und Fan des Massenmörders Breivik war, interessiert sich die Polizei nur für die Waffen von Lutz H. Sie interessiert sich nicht für dessen mögliche Verbindungen zur rechtsextremen oder gar rechtsterroristischen Szene.

    Statt die Computer, die privaten Akten und die verbotenen Nazi-Materialien zu konfiszieren und auszuwerten, fordert die Polizei die Nachlassverwalterin per „Vernichtungsverfügung“ auf, die Dateien und die umfangreichen Papierberge umgehend zu entsorgen.

    Auch der Verfassungsschutz, wird am Donnerstag von der Nachlassverwalterin über das möglicherweise hochbrisante Material informiert. Die Mitarbeiterin des Landesamtes für Verfassungsschutz aber sieht keine Möglichkeit einzugreifen, da die Mitarbeiter ihres Amtes nicht einfach die Wohnung seines Verstorbenen betreten, Akten und Dateien konfiszieren können. … „Wenn wir die Möglichkeit haben, solches Material zu sichten, dann schauen wir da natürlich drauf“, so Haase.

    Das ist nun nicht mehr möglich. Inzwischen wurde die Vernichtungsverfügung der Polizei umgesetzt, die Wohnung entrümpelt, die Aktenflut entsorgt.

    Und jetzt alle: die Gefahren des Linksextremismus werden, wie man ja beim G20 in Hamburg sehen konnte, seit Jahren sträflich unterschätzt.

  2. Verehrte Dame v. Welt – haben Sie großen Dank für Ihren geweiteten Blick in dieses Archiv des Schreckens,
    welches mich sprachlos wie schreiend macht. Mich berührt sehr, dass Sie mit Ihrem Schreiben den vielen
    Menschen, die Opfer mörderischer Gewalt wurden, ein Gesicht und Gedenken geben.
    Dass die Täter dieser Gewaltverbrechen kaum zur Verantwortung gezogen werden, bereitet mir Übelkeit und
    Trauerwut.

    • Ich bin immer nicht so sicher, was Strafjustiz überhaupt zur Behebung gesamtgesellschaftlicher Mißstände leisten kann. Im Gefängnis ist die hohe Wahrscheinlichkeit, erst so richtig kriminell statt resozialisiert zu werden, beunruhigend und vor allem: die Strafjustiz kommt immerimmerimmer zu spät.

      Wenn Jugendliche mit Köpfen Fußball spielen und das aus Langeweile tun – was ist bloß mit deren Familien, mit Schulen, Sozial- und Jugendarbeit, Kirchen, Sport- und anderen Vereinen, was ist mit dem gesamten Umfeld los? Das macht mir Übelkeit und es macht mir Angst.

      • Ja, Ihre Angst ist für mich nachvollziehbar.
        Zitiere aus „Zwischen Amok und Alzheimer“ v. Götz Eisenberg (der Ihnen vermutlich ein Begriff ist?)

        Die Marginalisierten wollen auch Beachtung und Anerkennung, wenn sie auch negativ daher kommt. Auch sie unterliegen dem Anerkennungswahn. Es entwickeln sich so neue Modelle des Fehlverhaltens mit Hilfe der Medien. Unter mitlaufenden Überwachungskameras prügeln marginalisierte Jugendliche immer wieder Menschen zu Krüppeln oder gar zu Tode, um anschließend die mediale Präsenz im Internet zu genießen.

        Auch in der Erziehung sieht man, wie etwas Schlechtes, wie die schwarze Pädagogik, durch etwas noch Schlechteres ersetzt wird: „Nicht-Erziehung, rabiate Vergleichgültigung, Kinderaussetzung vor Geräten.“(S.48) „Für die sozial und emotional isolierten Erwachsenen ist das Kind schließlich ihr ein und alles: letzte Gegeneinsamkeit, Sinnersatz und Antidepressivum. Die Bedeutung, die das Kind für seine Eltern besitzt, wird von diesem verinnerlicht und lässt seine Größenphantasien ins Kraut schießen.“ (S.203) Sie werden nicht mehr mit zumutbaren Versagungen konfrontiert, lernen nicht mit Einschränkungen und Frustrationen umzugehen und entwickeln ein gestörtes Selbstbild. Kinder bleiben in der realen Welt erfahrungslos.

        Wenn Schule und Gesellschaft die Präventionsarbeit ernst nähmen, müssen sie Ursachenforschung betreiben. Schule und Gefängnis dürfen nicht zu „Stolz-Vernichtungs-Maschinen“ verkommen, die „Kränkungswut“ erzeugen. (S.107). Junge Menschen dürfen nicht als das Humankapital von Morgen angesehen werden, die fit für den Markt und Verwertungsketten gemacht werden müssen. Die Ökonomisierung des Lehrens und Lernens produziert immerfort Verlierer, kränken und beschämen die Erfolgslosen. Schulen verkommen zu Optimierungs- und Besserungsanstalten. Die meiste Zuwendung brauchen die, die es am wenigsten zu verdienen scheinen. Das pädagogische Personal braucht viel Einfühlungsvermögen und Sensibilität, um nicht ganze Gruppen von Jugendlichen an den Rand zu drängen und sie bürokratisch zu entsorgen. Nur wer versteht ist in der Lage, dem etwas entgegen zu setzten und nicht in „moralische Demenz“ (S.144) zu verfallen.

        „Wenn die Verwandlung von „Fremdzwängen in verinnerlichte Selbstzwänge“ nicht mehr mit ausreichender Zuverlässigkeit stattfindet, oberdrein immer mehr Menschen sozial desintegriert sind und wachsende Teile der jungen Generation ohne Perspektive bleiben, ist damit zu rechnen, dass es in Zukunft vermehrt zu unkontrollierten Trieb- und Impulsdurchbrüchen kommt, die im Extremfall die Form der raptusartigen Aggressionsentladung und des Amoklaufs annehmen können. Die sogenannten Riots in englischen Großstädten haben uns letztes Jahr einen Vorgeschmack dafür geliefert, was auch auf uns zukommen könnte.(S.108)

        (link nach oben geschoben, Formatierung gebürstet, Zitat in blockquote gesetzt, dvw)

  3. Eine Schande, dass so viele Menschen auf der Straße leben müssen und schutzlos den verrohten Idioten ausgeliefert sind. Was Sie hier zusammengetragen haben, lässt einen schier verzweifeln. Da äußert sich eine Brutalität und ein Werteverlust erschreckenden Ausmaßes. Man kann es nicht allein durch die strukturelle Gewalt innerhalb unserer Gesellschaft erklären. Es gehört dazu auch, dass Arme bei uns durch Hartz-IV-Gesetze und boshafte Sanktionierungen regierungsamtlich verächtlich gemacht werden.

    • Es gehört dazu auch, dass Arme bei uns durch Hartz-IV-Gesetze und boshafte Sanktionierungen regierungsamtlich verächtlich gemacht werden.

      Ja. Aber.
      Politiker aka Gesetzgeber und Beamte/Angestellte in Ämtern sind ein Teil unserer Gesellschaft, wenn ich auch öfter mal Zweifel hege, wie integriert die eigentlich so im Schnitt sind.
      Ich finde es aber inzwischen sinn- und fruchtlos, auf den Potzöberen-Staat und das böse Amt zu schimpfen und die Verantwortung dafür zu delegieren – jede Gesellschaft hat genau das, was ihr entspricht. Das gilt auch für Kirchen, Prominente undsoweiterundsofort. Eine Gesellschaft, in der Helene Fischer und Dieter Bohlen Idole sind, in der die Seehofers und de Maizières gewählt werden, kann nicht ganz knusper sein.

        • Was hilft denn Ihrer Meinung nach besser gegen die boshafte Sanktionierungen und regierungsamtliche Verächtlichmachung von Armen, als daß jede/r sich dafür verantwortlich fühlt, was in unserer Gesellschaft passiert und nicht passiert?

          Wäre es „nur“ die Regierung und „nur“ das Amt und nicht auch große Teile der Gesellschaft, die Arme nach Kräften verachten und entmenschlichen, gäbe es eine Menge Leid weniger. Das betrifft nicht nur „Sozialfälle“, sondern auch ein Teil der Flüchtlingsabwehr (der Teil, der nicht dumpf-völkisch-rassistisch ist) hat mit Armutsfurcht zu tun. Über den Bazillus der Armut hat Christoph Hein schon Anfang der 90er geschrieben:

          Nein, wir sind nicht ausländerfeindlich. Wir haben keine Angst vor eurer Hautfarbe oder Religion, und eure uns fremde Kultur achten wir und interessieren uns sehr für sie. Aber wir hassen die Armut.

          Und es ist leider wahr, daß viele von euch besonders arm sind. Wir fürchten den Bazillus eurer Armut, wir fürchten, uns anzustecken. Wir haben eine panische Angst davor, zu verarmen. Dabei ist es uns völlig gleichgültig, ob jener Mensch mit diesem Bazillus ein Ausländer oder ein Deutscher ist.

          Denn auch die Obdachlosen und Armen unserer Nationalität fürchten wir. Wir versuchen, sie in unsere Gesellschaft zu integrieren. Aber wenn dies nicht mehr möglich ist – sei es, weil ihre Armut sie bereits zu sehr zerstört hat, oder sei es, weil es zu viele sind und wir sie nicht mehr aufnehmen können, ohne uns selbst, unseren Wohlstand, zu gefährden – wenden wir uns auch gegen sie, brennen ihre Asyle nieder und töten sie, wenn sie auf einer Parkbank nächtigen.

          Es ist keine Ausländerfeindlichkeit, die uns zur Gewalt gegen euch treibt. Es ist unser Haß gegen die Armut. Wir wollen unseren durchaus bescheidenen Wohlstand behalten und müssen ihn gegen euch verteidigen. Ihr habt – ohne es zu wissen – gegen uns einen Krieg begonnen. Eure Welt hat unsere Welt angegriffen, und wenn wir uns nicht wehren, wird unsere uns so kostbare und unaufgebbare Erste Welt in eurer Dritten Welt versinken.

          Leidtragend an Wohnungslosigkeit sind in der großen Mehrheit Männer. Ein Klassiker ist Scheidung-> psychischer Absturz-> Alkoholsucht-> Arbeitsplatzverlust-> Schulden (Reihenfolge ist variabel), geht ruckzuck und kann fast jeden treffen. Frauen sind bei persönlichen Katastrophen oft besser vernetzt und eher in der Lage, sich Scheitern einzugestehen, sich Hilfe zu suchen, sie anzunehmen und dem persönlichen/sozialen Absturz vorzubeugen.

  4. Der guten Ordnung halber – Blödmannfehler korrigiert:

    07.12.2002: Zwei Stralsunder Polizeibeamte (26 und 46) fahren einen 35jährigen Obdachlosen an den Stadtrand und „setzen“ ihn dort „aus“. Er stirbt aufgrund von zwei Grad Minus und starken Wind an Unterkühlung und Alkoholvergiftung. Nach Aussagen eines Zeugen habe der ältere der beiden JournalistenPolizisten nach Bekanntwerden des Todes gesagt: „Wäre er ein normaler Bürger, hätte es mir leid getan. Er war eh nur ein Knasti, eine Dreckfresse, die schon lange im Knast war.“

  5. David Loick, Frankfurter Rundschau: Die Polizei als Risiko für die Demokratie

    Keiner anderen gesellschaftlichen Institution räumen wir so umfassende Kompetenzen ein, Gewalt gegen Bürgerinnen und Bürger auszuüben wie der Polizei. Sie darf uns Geld abnehmen, uns anhalten und durchsuchen, abhören, mit Knüppeln schlagen, mit Pfefferspray oder Wasserwerfern ansprühen, einsperren und unter bestimmten Umständen sogar erschießen. Diese umfangreichen Kompetenzen werden dadurch gerechtfertigt, dass wir in einer Demokratie leben: Anders als in einer Monarchie oder einer Diktatur soll in Deutschland, wie es in Artikel 20 des Grundgesetzes heißt, „die Staatsgewalt vom Volke“ ausgehen.

    Die in der Polizei repräsentierte Gewalt ist demnach keine Gewalt gegen das Volk, sondern die Exekution des Willens des Volkes. …

    Der G20-Gipfel in Hamburg hat Aktionen der Polizei in den Mittelpunkt der medialen Aufmerksamkeit gerückt (die Webseite g20-doku.org/ sammelt Presseberichte zu Polizeigewalt im Kontext des Gipfels). Die Polizei untergräbt mit einem solchen Vorgehen ihre eigenen Legitimationsbedingungen: Ihre Gewalt ist nicht mehr durch demokratische Verfahren gedeckt und geht somit nicht mehr vom Volke aus, sondern verwandelt sich in schiere Repression. Die Häufigkeit und Regelmäßigkeit solcher Grundrechtsverstöße seitens der Polizei spricht jedoch für die schon von Walter Benjamin vertretene und in letzter Zeit vor allem von Giorgio Agamben aktualisierte These, dass sie Polizei nicht nur gelegentlich, sondern strukturell dazu neigt, sich von ihrem Status als bloßes Mittel zur Umsetzung des demokratischen Willens loszusagen.

    Es gibt … Menschen, für die Begegnungen mit der Polizei fester Bestandteil ihres Alltags sind. Zu ihnen zählen vor allem die Mitglieder gesellschaftlich marginalisierter oder diskriminierter Gruppen: Drogennutzerinnen und Drogennutzer, Wohnungslose, Sexarbeiterinnen, Geflüchtete, Arme. Sie erfahren polizeiliche Interventionen in ihrem Alltag meistens als repressive Eingriffe: Sie werden Opfer von Kontrollen, Durchsuchungen, Razzien oder Verhaftungen, leiden unter Schikanen, Beleidigungen und physischer Gewalt. Diese Gruppen erfahren die Ununterscheidbarkeit von Recht und Gewalt, das heißt den strukturellen Ausnahmezustand, den die Polizei repräsentiert, am eigenen Leib.

    ff.

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