„Schwarmintelligenz“

bonjourtristesse Quelle: Twitter


Nachtrag 13h:

schwarmintelligenz
Quelle: Twitter


CNN-Exit-Polls

Exit Polls in der New York Times


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36 Gedanken zu „„Schwarmintelligenz“

  1. Danke für diese Grafik. Man dachte sich das ja ungefähr so. Die Gründe für dieses Wahlverhalten würden mich allerdings mehr interessieren. Und da wären wir wohl wieder bei neoliberaler Politik, die gesellschaftspolitisch eine Menge Fortschritte toleriert hat, weil sie ins Renditeschema passen, wirtschafts- und sozialpolitisch aber verheerend war, sowohl unter Reagan als auch später unter Clinton. Es läuft wie im Lehrbuch. Wer die totale Konkurrenz predigt, erntet die Suche nach dem Führer und den Tritt nach unten. In den USA wie in Europa. Insofern wäre es hilfreich, als wahre Schuldige nicht den amerikanischen weißen Rassisten aus dem Mittleren Westen auszumachen, sondern die Demokraten und meinetwegen auch das sogenannte Establishment, analog dazu bei uns neoliberale Sozialdemokraten und Grüne und mittlerweile auch viele von der Linkspartei, siehe Koalitionsverhandlungen hier.

    • Wer die totale Konkurrenz predigt, erntet die Suche nach dem Führer und den Tritt nach unten. In den USA wie in Europa. Insofern wäre es hilfreich, als wahre Schuldige nicht den amerikanischen weißen Rassisten aus dem Mittleren Westen auszumachen, sondern die Demokraten und meinetwegen auch das sogenannte Establishment, analog dazu bei uns neoliberale Sozialdemokraten und Grüne und mittlerweile auch viele von der Linkspartei, siehe Koalitionsverhandlungen hier.

      Hmnuja, nö. Oder vielmehr, ja, na klar ist ein Resultat neoliberaler Politik der Wunsch nach dem Führer – aber das ist wohlfeil.

      In den USA wurde eine Menge Bern gefühlt, in nie dagewesener Weise. Nachdem Bernie Sanders seine Kandidatur seeehr spät aufgegeben hatte, sind offenbar größere Teile von dessen Anhängern entweder nicht zur Wahl gegangen oder sie haben Trump gewählt.
      Beides kann man nicht mit ’neoliberaler Politik‘ erklären, sondern nur mit erschütternder Blödheit.

  2. The Economist: Watch out world

    Hate Mr Trump as they did, many of Mr Obama’s voters, it seems, just could not bring themselves to vote for the unexciting and reviled alternative that Mrs Clinton presented them with.

    The repercussions of Mr Trump’s victory will be enormous—they seem to grow bigger with every passing second of contemplation. Mrs Clinton ran a lavishly funded and highly professional campaign, using the sophisticated voter identification and mobilisation methods perfected by Mr Obama. Mr Trump raised less money, had little organisation to speak of in many states, and relied largely on social media and an outsized reality television persona to push his authoritarian and protectionist agenda. He was endorsed by only a tiny handful of newspapers and tipped for success by almost no serious pundit. Barely anyone gave him a chance. Yet, soon after the results started flooding in, his eventual victory hardly looked in doubt.

    It is one of the most dramatic electoral upsets America, or anywhere, has ever seen. America’s next president will be a man who led a racist campaign to discredit the incumbent, Mr Obama. While campaigning, he abused women, the disabled, Hispanics and foreigners. He advocated using torture, and nuclear bombs, said his opponent was corrupt and possibly a murderer, and swore that, if elected, he would lock her up. Almost half of American voters have now given Mr Trump an opportunity to follow through on that threat. Who knows; perhaps he will.

    Der Goldpreis ist jedenfalls schon steil gestiegen.

    David Remnick, The New Yorker: An American Tragedy

    There are, inevitably, miseries to come: an increasingly reactionary Supreme Court; an emboldened right-wing Congress; a President whose disdain for women and minorities, civil liberties and scientific fact, to say nothing of simple decency, has been repeatedly demonstrated. Trump is vulgarity unbounded, a knowledge-free national leader who will not only set markets tumbling but will strike fear into the hearts of the vulnerable, the weak, and, above all, the many varieties of Other whom he has so deeply insulted. The African-American Other. The Hispanic Other. The female Other. The Jewish and Muslim Other. The most hopeful way to look at this grievous event—and it’s a stretch—is that this election and the years to follow will be a test of the strength, or the fragility, of American institutions. It will be a test of our seriousness and resolve.

    All along, Trump seemed like a twisted caricature of every rotten reflex of the radical right. That he has prevailed, that he has won this election, is a crushing blow to the spirit; it is an event that will likely cast the country into a period of economic, political, and social uncertainty that we cannot yet imagine. That the electorate has, in its plurality, decided to live in Trump’s world of vanity, hate, arrogance, untruth, and recklessness, his disdain for democratic norms, is a fact that will lead, inevitably, to all manner of national decline and suffering.

    For eight years, the country has lived with Barack Obama as its President. Too often, we tried to diminish the racism and resentment that bubbled under the cyber-surface. But the information loop had been shattered. On Facebook, articles in the traditional, fact-based press look the same as articles from the conspiratorial alt-right media. Spokesmen for the unspeakable now have access to huge audiences. This was the cauldron, with so much misogynistic language, that helped to demean and destroy Clinton. The alt-right press was the purveyor of constant lies, propaganda, and conspiracy theories that Trump used as the oxygen of his campaign. Steve Bannon, a pivotal figure at Breitbart, was his propagandist and campaign manager.

    Interessant ist, daß Clinton und Trump prozentual gleichauf liegen (beide 47,6%) und Clinton eigentlich sogar einen hauchdünnen Vorsprung von ca. 35.000 Stimmen hätte – gäbe es nicht das bekloppte us-amerikanische the-winner-takes-it-all-Wahlsystem.

    Geschlecht: laut den CNN-Exit-Polls (woher auch die Grafik im Blog stammt) haben 53 Prozent der männlichen Wähler für Trump gestimmt, 41 Prozent für Clinton. Bei den weiblichen Wählern ist das Verhältnis umgekehrt: 54 Prozent der Wählerinnen haben Clinton gewählt, 42 Prozent Donald Trump.

    Alter: Bei den 18- bis 29-Jährigen stimmten 37 Prozent für Trump (und 55 Prozent für Clinton). Bei den 30- bis 44-Jährigen holte Trump 42 Prozent (Clinton: 50 Prozent). Bei den 45- bis 64-Jährigen, der wichtigsten Altersgruppe bei diesen Wahlen, holte Trump mit 53 Prozent die Mehrheit (Clinton: 44 Prozent). Auch bei den Über-65-Jährigen gewann Trump mit 53 Prozent (Clinton: 45 Prozent).

    Ethnie: bei weißen Wähler/-innen hat Trump mit 58 Prozent gewonnen (Clinton: 37 Prozent) – Weiße stellten 70 Prozent aller Wähler/-innen. Bei allen anderen Ethnien siegte Clinton klar: bei schwarzen Wähler/-innen holte die demokratische Kandidatin 88 Prozent, bei Latinos und Asiaten jeweils 65 Prozent. Allerdings stellten Schwarze nur 12 Prozent der Wähler/-innen, Latinos 11 Prozent und Asiaten 4 Prozent.

    Zur Wahlbeteiligung ist noch nix zu finden, die ist in den USA immer niedrig, 45-55% (<- erschütternde Blödheit)

  3. Lesenswert fand ich das Essay von Andrian Kreye in der Süddeutschen: Der Spuk geht jetzt erst los

    … heute sind die Kollateralschäden gewaltig. Die Partei der Republikaner hat sich über Donald Trump zerrüttet. Die Glaubwürdigkeit der Medien hat gelitten, die Donald Trump über ein Jahr lang als Popstar behandelten. Der politische Diskurs hat neue Tiefpunkte erreicht. Sexismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit erlebten eine Renaissance, die wenige für möglich hielten.

    Ein Amerika aber, das seinen Glauben an die Zukunft in Frage stellt, das keine Visionen hat und keine Kraft, für sich selbst zu kämpfen, wird nicht nur lange brauchen, um sich von diesem Wahlkampf zu erholen. Seine Rolle als Vorreiter historischer Entwicklungen zumindest in der westlichen Welt wurde von einem wahnsinnigen Egomanen gekapert. Donald Trump wird nun nicht nur die immer noch mächtigste Nation der Welt regieren. Er wird als Vorbild dienen für Politiker seines Schlages in der gesamten demokratischen Welt. Eine der ersten Reaktionen aus Europa war ein Posting auf Twitter und Facebook von Beatrix von Storch, der stellvertretenden Bundessprecherin der AfD. „Dies ist ein historischer Wahlerfolg. Der Sieg von Donald Trump ist ein Signal dafür, dass die Bürger in der Welt einen klaren Politikwechsel wollen.“ Nein, der Spuk ist nicht vorbei. Womöglich hat er erst begonnen.

  4. Gregor Gysi im dradio:

    Mir macht natürlich am meisten Sorgen, wenn die UN zahlungsunfähig werden. Mir macht am meisten Sorgen, wenn das Abkommen mit dem Iran, was ein großes Verdienst von Obama und übrigens auch von Russland ist, wirklich wieder aufgekündigt wird. Da hoffe ich eben, dass der außenpolitische Apparat ihm so lange zusetzt, bis er das dann doch bleiben lässt.

    Mir macht natürlich auch die Mauer zu Mexiko große Sorgen, ehrlich gesagt. Ich halte das alles auch für unwürdig und für völlig daneben. Das einzige was wir im Augenblick wirklich nicht unbedingt gebrauchen ist das Freihandelsabkommen TTIP, schon gar nicht so, wie es geplant ist. Damit kann ich ganz gut leben. Aber mit dem Rest kann ich schlecht leben.

    Wissen Sie, es gibt so viele negative Erscheinungen, die er vorhat, auch was Steuerpolitik und anderes betrifft. Er wird die Ungerechtigkeit deutlich verschärfen. Aber er hat natürlich so einen Unterhalterwert auch für die Bevölkerung. Aber wissen Sie, was seinen Erfolg ausmacht, dass er den Leuten sagt, ich bin Milliardär, weil ich erfolgreich bin. Ihr müsst euch um nichts kümmern, ich sorge dafür, dass es bei euch auch erfolgreich ist. Das ist bequem.

    Das eigentliche Gegenüber wäre ja auch nicht Frau Clinton gewesen, sondern Herr Sanders. Da haben ja die Demokraten ein bisschen geschummelt, dass es anders gekommen ist. Aber der hat natürlich den komplizierten Weg gesagt. Der hat gesagt, wir müssen die Vereinigten Staaten von Amerika verändern, damit es euch besser geht. Das wäre eine spannende Auseinandersetzung gewesen, die aber leider ausgefallen ist.

  5. Lesenswert ist auch der Kommentar von Bernd Ulrich in der morgigen Zeit, daraus:

    Neunundneunzig Jahre hat das amerikanische Jahrhundert gedauert. Es begann am 6. April 1917 mit dem Eintritt der USA in den großen europäischen Krieg und endete in der Nacht zum Mittwoch, dem 9. November 2016, als Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt wurde. Dieser Mann ähnelt mehr den monarchischen Hasardeuren und faschistischen Führern, die den alten Kontinent mehrfach ins Unglück geführt haben, als allen seinen modernen Vorgängern im Weißen Haus.

    Schon seit Längerem war die amerikanische Hegemonie ins Wanken geraten, Kontrollverluste in Asien und im Mittleren Osten schienen unübersehbar, doch nun erst hat die Mehrheit des amerikanischen Volkes daraus die Konsequenz gezogen: loslassen, was nicht mehr zu halten ist, konsequenter globaler Egoismus, radikale Kürzung der Hegemonialkosten, Abschottung und, soweit es um die Sicherheit Europas geht: Verrat der Partner. Das hatte sich schon unter Barack Obama angebahnt, denn auch er ließ die Europäer mit dem von den Amerikanern angerichteten Chaos im Mittleren Osten weitgehend und mit den Flüchtlingen ganz und gar allein. Und der war noch ein Freund.

    Donald Trump ist kein Freund.

    Dies ist nun wirklich die Stunde, um Abschied zu nehmen vom Amerikanismus, vom naiven Atlantizismus, von leichtgläubiger Amerikahörigkeit und vom gemutmaßten US-Avantgardismus, von der Regel also, dass alles, was in den USA geschieht, wenig später auch hier kommt. Wenn das immer noch so wäre – wer wäre dann etwa der deutsche Trump?

    Ohnehin muss das ganze amerikanische System nun von Trump rückwärts gedacht werden. Was alles hat dazu beigetragen, dass es zu diesem Irrsinn kommt? Die Wall Street? Die deregulierte Wirtschaft? Die Weltveränderungsfantasien des Silicon Valley? Die zerklüfteten und polarisierten Medien? Das elitäre Bildungssystem? Die hohle Selbstgerechtigkeit der „greatest nation on earth“? Alles das gehört nun auf den Prüfstand, bei alldem müssen die Europäer genau nachdenken, ob sie es auch haben möchten oder sich schon eingefangen haben.

    Darauf, dass alles halb so wild wird, sollte man sich jedenfalls nicht verlassen. Donald Trump ist ein Mann der Affekte, und er ist unglaublich bedürftig nach permanenter Anerkennung, Selbstinszenierung, Rauferei, während kontinuierliches, nachhaltiges Arbeiten ihm schwerfallen dürfte. Sein Regierungsstil und seine internationale Politik müssen zuallererst den Erfordernissen seines Charakters entsprechen. Das heißt, er wird schnell agieren, Tempokratie ist seine Herrschaftsform, Erregung sein Betriebssystem, täglich wird er nach neuen Reizen und Kontroversen suchen, zwischendurch wird er schnurren wie ein Kätzchen, milde sein und auf der ganzen Welt Brüderschaft suchen mit Menschen (Männern), die ihm ähnlich sind.

    Ganz lesen!

  6. Clara Jeffery, Mother Jones: Don’t Mourn, Fight Like Hell

    I’m not sure if Baratunde Thurston was the first to coin this analogy, but Trump’s campaign is best understood as a DDoS attack on democracy. Despite or perhaps because he is a thin-skinned, shallow narcissist, he instinctively understood weaknesses in our national firewall. He knew that with 16 primary opponents, each would happily support his attacks on the manhood and dignity of the others, until it was too late and the momentum was on his side.

    He realized that his bombastic, bigoted statements would be heralded by some corners of the media, mocked by others, and given wall-to-wall coverage by all. Newsroom traditions of putting separate teams of reporters on each candidate also helped ensure that Hillary Clinton’s email scandals were given the same weight as the mountain of allegations against Trump.

    And social media failed us most of all. Even as armies of Trump’s bigoted supporters—some real, some bots—started harassing reporters and civilians with racist and anti-Semitic images and general filth, Twitter did nothing. Even as Macedonian teens exploited Facebook’s algorithms by flooding the zone with fake news designed to appeal to Trump supporters (they were in it for the Google AdWords cash), Facebook, too, did nothing. The founder of Oculus went so far as to gleefully fund a „shitpost“ factory to promote Trump.

    This is a dark hour, and to say otherwise would be a lie. It is—by orders of magnitude—the worst political outcome our country has faced in many generations. But let us not forget those who have pushed back already. The nonagenarian women—black and white—who struggled against infirmity and efforts to suppress their vote to get to the polls. All the Latinos and Asians who registered for the first time and turned out in record numbers to try to repel the hate too many white Americans voted for. The blacks who stood up for equality, as they always have.

    Trump appealed to America’s worst impulses. Now it’s on the rest of us to show, to prove, that this is not all that America is. …

    We’ve got our work cut out for us. All of us.

  7. Ich bin heute Morgen im Hotel davon geweckt worden, dass Herr Diander das Frühstücksfernsehen einschaltete und mir die Botschaft überbrachte. Fühlte sich an wie „und täglich grüßt…“, beim Brexit und den letzten hiesigen Wahlen lief es ähnlich. Noch einmal umdrehen und hoffen, dass es nur ein persönlicher Alptraum war, hat nichts genützt. Und jedes Mal jubelte Rechtsaußen.

    Normalerweise habe ich es nicht so mit dem Vatikan, aber dessen Wunsch „Möge Gott ihn erleuchten…“ scheint mir die letzte Option.
    .
    Grüßle von der fassungslosen Diander

  8. Andreas Rüesch kommentiert in der NZZ: Trump und die Aussenpolitik (wobei ich Teil 2 des Titels – „Die liberale Weltordnung wird erschüttert“ – vorsichtig formuliert irritierend finde)

    Zum einen hat Trump durchaus eine festgefügte Ideologie von der Rolle Amerikas in der Welt, auch wenn seine Überzeugungen im Nebel seiner Halbsätze und seines Halbwissens nicht so leicht erkennbar sind. Zum andern greifen die «checks and balances» vor allem in der Innenpolitik, wo die Exekutive an Grenzen stösst, die ihr der Kongress, die Gerichte und die föderalistischen Strukturen setzen. In der Aussenpolitik hingegen hat ein Präsident viel freiere Hand.

    Er kann als Oberkommandierender das Militär in Kriege schicken oder auch zurückziehen, wie er will. Er legt die Leitlinien der Diplomatie fest und ernennt die Botschafter im Ausland. Völkerrechtlich bindende Verträge beengen seinen Spielraum, aber viele sind kündbar, und niemand kann die USA zwingen, internationale Abmachungen einzuhalten. Sowohl aus dem Klimavertrag von Paris als auch aus dem Atomabkommen mit Iran könnte Trump mit einem Federstrich aussteigen, was er auch bereits angedroht hat. Der Kongress kann einem Präsidenten dank seiner Budgethoheit das Leben erschweren, aber es ist eine stumpfe Waffe, wie die Demokraten vor einem Jahrzehnt erfahren mussten, als sie vergeblich versuchten, den Geldhahn für den Irakkrieg zuzudrehen. Angesichts der republikanischen Mehrheit im Kongress hat Trump diesbezüglich vorerst ohnehin wenig zu befürchten.

    Was ist vor diesem Hintergrund von Trump zu erwarten? Worin besteht der Kern seiner aussenpolitischen Überzeugungen? Erstens betrachtet es der Republikaner nicht als Amerikas Aufgabe, freiheitliche Regeln und Werte auf dem Globus zu verbreiten. Damit stellt er sich in einen Gegensatz zu allen Präsidenten der letzten achtzig Jahre, die zwar in unterschiedlicher Ausprägung, aber doch recht konsistent eine solche Politik verfolgt hatten. Der Gedanke, dass die USA von einer freiheitlichen Weltordnung profitieren und es sich lohnt, für Demokratie im Ausland einzutreten, scheint ihm fremd. Er betonte im Wahlkampf vor allem die Lasten, die mit der Rolle als Ordnungsmacht einhergehen.

    Damit verbunden ist, zweitens, seine Verachtung für die traditionelle amerikanische Bündnispolitik. Er betrachtet Allianzen rein merkantilistisch nach dem Gesichtspunkt, was für beide Seiten dabei herausspringt und wer wie viel dafür bezahlt. So hat der künftige Präsident im Wahlkampf damit gedroht, sich den Bündnisverpflichtungen gegenüber den Nato-Partnern in Europa und Ländern wie Japan und Südkorea zu entziehen, falls die Alliierten nicht mit «fairen» Beiträgen die von Washington geschaffene Sicherheit abgelten. Mit dem Instinkt eines Geschäftsmannes scheint Trump darauf zu bauen, dass den reichen Ländern Europas und Asiens die eigene Sicherheit sehr viel mehr wert sein müsste. Auf die Betroffenen kommen damit harte Verhandlungen zu.

    Dass die USA so ihre Glaubwürdigkeit untergraben und zur Destabilisierung ganzer Weltregionen beitragen könnten, ist Trump entweder nicht bewusst oder für ihn zweitrangig. Ebenso unterschätzt er wohl die Gefahr, dass ein Auseinanderbrechen der bisherigen Sicherheitsarchitektur und die Vermehrung bewaffneter Konflikte die USA zuletzt doch noch zwingen könnten, als Ordnungsmacht einzuschreiten, dann aber zu viel höheren Kosten.

    Neben der Bündnispolitik hält Trump, drittens, auch die traditionelle Freihandelspolitik der USA für falsch. Er macht sie für den Verlust von heimischen Arbeitsplätzen verantwortlich und erzielte damit im Wahlkampf grosse Resonanz. Dass er sich für die Ratifizierung des unter Obama ausgehandelten transpazifischen Freihandelsvertrags starkmachen wird, ist schwer vorstellbar. Damit zerbricht auch ein Kernstück von Obamas Konzept einer strategischen Umorientierung auf Asien, zweifellos zur Freude Pekings.

    Viertens macht Trump kein Hehl aus seiner Bewunderung für autoritäre Herrschaftsformen – ob in Russland, China, Nordkorea oder im Irak Saddam Husseins. Dies bedeutet noch nicht, dass Trump selber diktatorische Neigungen ausleben wird, auch wenn seine Geringschätzung der Gewaltenteilung immer wieder durchschimmert. Aber seine Bewunderung gilt der «Effizienz» (um nicht zu sagen Ruchlosigkeit), mit der autoritäre Regime vorgehen können, und der Tatkraft, die darin zum Ausdruck kommt. Ob eine Administration Trump die Tradition aufrechterhält, allen Ländern der Welt Noten bezüglich Einhaltung der Menschenrechte zu verteilen, bleibt abzuwarten. Aber der Präsident selber wird ein Land wie China kaum im Lichte der dortigen Repression betrachten, sondern primär durch eine handelspolitische Brille. Spannungen sind dabei programmiert, aber das Faktum einer Einparteidiktatur in Peking wird der Republikaner nicht stören.

    Ähnliches gilt für Russland, allerdings mit potenziell dramatischeren Folgen. Wiederholt hat Trump die Absicht bekundet, die Beziehungen zu Moskau zu verbessern. Das dürfte auf einen Abbau der amerikanischen Sanktionen hinauslaufen, zumal Trump über die völkerrechtswidrige Annexion der Krim bisher kein kritisches Wort verloren hat. Wie Trump auf einen russischen Angriff auf das Baltikum reagieren würde, ist angesichts seiner Nonchalance in Nato-Fragen völlig offen – und nur schon diese Ungewissheit illustriert, in welche sicherheitspolitische Krise Trumps Wahlsieg Europa gestürzt hat.

    Der künftige Präsident hat zudem durchblicken lassen, dass er dem Kreml freie Hand in Syrien lassen will. Kritik an der Bombardierung Aleppos kommt ihm nicht über die Lippen. Die ehemalige Rebellenhochburg sei faktisch ohnehin gefallen, sagte er einmal irreführend; bei anderer Gelegenheit stellte er Russland als glaubwürdigen Partner bei der Terrorbekämpfung in Syrien hin.

    Wobei mein Eindruck wächst, daß sich (mindestens) die deutsche Politik gehandicapt und betrogen fühlt, weil sie keine Telefonnummern von Trump und seinen Beratern hat: es gibt keine Möglichkeit zum informellen Austausch.

  9. Compact, Kopp Verlag, pi und Co bekommen Konkurrenz: Breitbart will expandieren und plant Niederlassungen in Deutschland und Frankreich, man ist bereits mit Journalisten im Gespräch.

    Numerisch hätte höchstwahrscheinlich Clinton gewonnen und zwar mit deutlich mehr Stimmen, als ich gestern annahm:

    Nach den bisherigen Auszählungen liegt Clinton mit 232 Wahlmännern deutlich hinter dem Republikaner Trump, der in der Wahl am Dienstag 290 Wahlmänner gewonnen hat. Bis Mittwochnachmittag wurden jedoch für Clinton mehr als 200.000 Stimmen mehr als für Trump ausgezählt, womit Clinton im Popular Vote mit 47,7 Prozent um 0,2 Prozentpunkte vor Trump liegt.

    National Geographic: The Global Dangers of Trump’s Climate Denial

    Buzzfeed: Secretary Of Education Ben Carson? Here’s A List Of Potential Trump Cabinet Picks

    In New York, Chicago, Seattle, Berkeley, Phoenix, Los Angeles, Richmond, El Cerrito, Oakland wurde gegen Trump protestiert, in Boston, Detroit und Philadelphia sind Demonstrationen geplant #NotMyPresident

  10. Michael Moore bei FB

    Morning After To-Do List:

    1. Take over the Democratic Party and return it to the people. They have failed us miserably.

    2. Fire all pundits, predictors, pollsters and anyone else in the media who had a narrative they wouldn’t let go of and refused to listen to or acknowledge what was really going on. Those same bloviators will now tell us we must „heal the divide“ and “come together.” They will pull more hooey like that out of their ass in the days to come. Turn them off.

    3. Any Democratic member of Congress who didn’t wake up this morning ready to fight, resist and obstruct in the way Republicans did against President Obama every day for eight full years must step out of the way and let those of us who know the score lead the way in stopping the meanness and the madness that’s about to begin.

    4. Everyone must stop saying they are “stunned” and “shocked.” What you mean to say is that you were in a bubble and weren’t paying attention to your fellow Americans and their despair. YEARS of being neglected by both parties, the anger and the need for revenge against the system only grew. Along came a TV star they liked whose plan was to destroy both parties and tell them all “You’re fired!” Trump’s victory is no surprise. He was never a joke. Treating him as one only strengthened him. He is both a creature and a creation of the media and the media will never own that.

    5. You must say this sentence to everyone you meet today: “HILLARY CLINTON WON THE POPULAR VOTE!” The MAJORITY of our fellow Americans preferred Hillary Clinton over Donald Trump. Period. Fact. If you woke up this morning thinking you live in an effed-up country, you don’t. The majority of your fellow Americans wanted Hillary, not Trump. The only reason he’s president is because of an arcane, insane 18th-century idea called the Electoral College. Until we change that, we’ll continue to have presidents we didn’t elect and didn’t want. You live in a country where a majority of its citizens have said they believe there’s climate change, they believe women should be paid the same as men, they want a debt-free college education, they don’t want us invading countries, they want a raise in the minimum wage and they want a single-payer true universal health care system. None of that has changed. We live in a country where the majority agree with the “liberal” position. We just lack the liberal leadership to make that happen (see: #1 above).

    Let’s try to get this all done by noon today.
    — Michael Moore

  11. Anja Maier und Ulrich Schulte kommentieren in der taz die gestiegene Bedeutung von Angela Merkel: Die Mediatorin

    Merkel drängt der Überraschungssieg Trumps in eine Rolle, die sie vermutlich wenig schätzt. Sie wird plötzlich zur wichtigsten Staatschefin der freien, demokratischen und liberal aufgestellten Welt. Merkel ist die Regierungschefin des wichtigsten Staates in der EU. Seit elf Jahren im Amt, verfügt sie über jede Menge außenpolitische Erfahrung, kennt viele Staatschefs persönlich und ist weltweit geachtet.

    Merkel, die die Weltbühne im Laufe ihrer Kanzlerschaft zunehmend für sich entdeckt hat, rückt also in der internationalen Bedeutung nach oben, sie wird immer mehr zu der Frau, die Männer wie Putin oder Erdoğan kontern muss. Und sie ist eine entscheidende Figur, wenn es darum geht, das zerstrittene Europa zu einen.

    Klar ist, dass Angela Merkel angesichts zu erwartender außen- und sicherheitspolitischer Verschiebungen gar nicht anders kann, als erneut ihre Bereitschaft zur Kanzlerkandidatur zu erklären. Jetzt auf eine andere Kandidatin oder einen anderen Kandidaten zu setzen, wäre politischer Selbstmord der Regierungspartei.

  12. Nur so ein paar lose Gedanken, ist halt ein komplexes Etwas, dieses propagierte Ende des amerikanischen Jahrhunderts:

    Alles fing damit an, dass die Wahlkampfermattung mich persönlich bereits vor ein paar Monaten fest im Griff hatte. Zuletzt hätte ich auch Kermit, dem Frosch den Sieg gegönnt, wenn die gottverdammte Karawane dann nur endlich weitergezogen wäre. (Schlechter Joke: Der Kermitwunsch wäre also schon mal in Erfüllung gegangen.) Und das, obgleich ich behaupten würde, dass ich die mediale Dauerberieselung noch einigermaßen auf Abstand halten kann. Aber jeden Tag mit denselben Hackfressen auf den Titel- bzw. Startseiten der großen Nachrichtenträger, dazu ewig viele Features im Radio sowie die Pest der täglichen Umfragemeldungen – so etwas setzt auch dem letzten Eremiten zu. (Zum Fernsehen kann ich nichts sagen, aber die Wahl bzw. The Donald wird auch dort schon lange dauerpräsent gewesen sein. Dito latürnich und bestimmt nicht zuletzt die sogenannten sozialen Medien.) Es. Ist. Zu. Viel. Viel zu viel, und vor allem auf die deutschen Medien habe ich da eine gewisse Wut entwickelt. Jeder Furz noch aus der allerersten Phase der Primaries muss da nachgekaut werden. Dafür, dass das amerikanische Jahrhundert jetzt ad acta gelegt wird, stehen wir aber noch sehr im Schatten des großen Brudervolkes, scheint mir. Aber lasst euch nicht stören, denn in zwei Jahren sind bereits wieder Wahlen im House of Representatives, da gibt es bestimmt schon wichtige news snippets, hechelhechel.

    In der Kaskade an Meldungen gehen dazu tendenziell die nachdenklichen Stimmen unter, ist mein Eindruck. 140 Zeichen reichen selten für gescheite Analysen, reißerische Clickbaitheadlines sind genau das: reißerisch. Ja, ich habe manchen kreuzgescheiten Essay zur Wahl und ihren Protagonisten lesen können, aber das fällt unter (sehr viel) ferner liefen. Wem das nutzt? Nicht Hillary Clinton, jedenfalls.

    Aber der wäre ohnehin nicht zu helfen gewesen. (Sagt der hinterher schlaue Beobachter.) Eine so passgenaue Gegenkandidatin hätte Trump sich nicht träumen lassen können, wo sogar die größten Trumpgegner ständig einräumen mussten, dass seine Vorwürfe, Clinton gehöre zum Establishment und repräsentiere das verkrustete System, schlicht und ergreifend…wahr sind. Und das ist doch im Grunde das eine Narrativ gewesen, mit dem er alles und alle aus dem Weg geräumt hat. (Am Anfang sah es ja so aus, als würden die internationalen Börsen mit rasanten Talfahrten auf den Wahlausgang reagieren, ist inzwischen wieder eingenordet, puh. Aber wenn ich ganz ehrlich bin: eine Kandidatin, bei der dem Finanzsystem der Arsch auf Grundeis geht, tja, die würde ich mir schon auch wünschen. Nur halt ganz anders, gell…)

    Womit man bei den Democrats anlangt. Ja, im de facto Zweiparteiensystem USA ist das das sympathischere Grüppchen. Aber was heißt das schon? Ich bin überzeugter Anti-Nichtwähler, aber ich kann Menschen schon verstehen, die sich auch von den Democrats abwenden, zumal nach der hochoffiziellen Sandersabsägung. Klammer auf: Man kann die amerikanischen Verhältnisse nicht eins zu eins auf Deutschland/Europa übertragen, aber mein persönlicher Missmut über die hiesige Sozialdemokratie erreicht in diesen Tagen neue Klimäxchen. Sooo weit weg von der selbst angepeilten Klientel, sooo fest verankert im Pöstchensystem, sooo verzagt, dem links Blinken auch mal den entsprechenden Kurswechsel folgen zu lassen. Als Linksverhinderungsmaschine ist die SPD jedenfalls seit weit über hundert Jahren extrem erfolgreich, aber ich verrenne mich, werde ungerecht und polemisch und darum: Klammer zu. Wäre ich US-Amerikaner und politisch noch nicht vollkommen desillusioniert, würde ich meine ganze Energie vermutlich auf die Gründung einer tragfähigen dritten Partei und damit auf eine Sprengung der Rotblausonstnixdialektik richten.

    Diese Wahlmännersache und Clintons Pyrrhussieg, was die Prozente betrifft, ist das eine. Noch viel kranksinniger finde ich persönlich die Pflicht, sich vor der Wahl als Wähler registrieren lassen zu müssen. Das ist Bilderbuchobstruktionismus und wurde und wird von den Republicans genutzt, um mehrheitlich für die Democrats stimmende Gruppen von den Urnen wegzuhalten. (Nicht zu sprechen vom Gerrymandering, ohne das die komfortablen roten Mehrheiten im Senat nicht denkbar wären.)

    Man hört jetzt viel davon, dass sich Europa nun auf seine eigenen Stärken besinnen sollte, Demokraten müssten sich zusammenraufen etc. Bin ich schwer dafür, bleibe aber vorerst skeptisch. Populismus ist keine amerikanische Erfindung, Berlusconi hat seine BungaBunga-Parties nicht in Connecticut organisiert und Haider ist nicht in Nevada gegen einen Betonpfeiler gerast. In Ungarn und Polen regieren die Helden des Volkes schon, im nächsten Jahr darf man sich unter anderem bei Wahlen in Frankreich, den Niederlanden und good ol‘ Deutschland fette Prozente erhoffen. Und der Brexit findet ja auch nicht in einem luftleeren Raum statt. Kurzum, das Gelaber von einem Warnschuss kann ich nicht mehr hören.
    Hatte ich schon erwähnt, dass ich die täglichen Umfragemeldungen für eine Pest halte?

    Und Angela Merkel fällt jetzt also eine noch wichtigere Rolle zu. Ich widerspreche nicht, aber wie muss es um die freie Welt bestellt sein, wenn die letzten Hoffnungen auf Frau Alternativlos ruhen…? Gottogottogott.

    Und schließlich: Weiße Männer, wie ich sie verachte! Wenn mir einer von den Wichsern das nächste Mal vor die Fäuste kommt, wird es ein Blutbad geben, ischschwör.

    Könnte immer so weiterlabern, muss jetzt aber die Suche nach einer atomschlagsicheren Zweitwohnung forcieren.

    Love, peace & happiness, d.

    • Könnte immer so weiterlabern, muss jetzt aber die Suche nach einer atomschlagsicheren Zweitwohnung forcieren.

      Ach, das würde ich nicht überstürzen. Die USA werden jetzt erst mal ein Weilchen mit sich selbst beschäftigt sein, bevor das dazu führt, daß man die Nation durch Außenpolitik mit anderen Mitteln wiedervereinigen wird.

      Gottogottogott.

      Kann man besser nicht sagen…;-)…
      Immerhin aber betet der Vatikan schon für die Erleuchtung von Donald Trump.

      • Die USA werden jetzt erst mal ein Weilchen mit sich selbst beschäftigt sein…

        Man lässt sie ja nicht. Hündischen Blickes verfolgen wir noch jede letzte Zuckung jenseits des Atlantiks und fragen bangen Herzens, ob die westliche Wertegemeinschaft auch weiterhin zum Abendessen nach Hause kommen wird.

        Immerhin aber betet der Vatikan schon für die Erleuchtung von Donald Trump.

        Je nun. Der Vatikan hat sich bis dato noch mit jedem Regime aus Beste zu arrangieren gewusst, einzig die roten Teufel haben ein paar Jahrzehnte lang aufgemuckt. Kommunist aber ist Trump glaube ich nicht (obwohl: wer weiß das schon?!?), auf diese spezielle Front blicke ich entsprechend vollkommen tiefenentspannt.

        Gruß, d.

  13. Blick nach rechts: Von Trump lernen heißt siegen lernen

    Bei der Berliner AfD konnte man sich vor Begeisterung kaum halten. „Wir sind Präsident!“, tippte der für den Twitter-Account Verantwortliche überschwänglich in die Tasten, als Donald Trump am Mittwochmorgen zur Dankesrede vor die TV-Kameras trat. Ganz so weit wie ihr Berliner Parteifreund will die Spitze der rechtspopulistischen AfD zwar nicht gehen. Aber auch für sie scheint zumindest zu gelten: Von Trump lernen heißt siegen lernen.

    Von einem „grandiosen Wahlsieg“ und einer „Zeitenwende“ sprach AfD-Chef Jörg Meuthen. Am Tag zuvor hatte er noch per Interview wissen lassen, dass die US-Republikaner seiner Meinung nach besser einen anderen Kandidaten ins Rennen geschickt hätten. Nun, nach dem Erfolg, beeilte er sich, flugs eine Verbindungslinie zwischen seiner Partei und dem künftigen Präsidenten herzustellen: „Genauso wie die AfD in Deutschland hat Trump es im US-Wahlkampf verstanden, die Sorgen und Nöte der Menschen aufzugreifen und klar und mutig die Missstände im Establishment anzuprangern.“ Trump sei für seinen Mut belohnt worden, „sich gegen das System aufzulehnen und unbequeme Wahrheiten anzusprechen“.

    Die Anti-System-Rhetorik bediente auch Thüringens Fraktionschef Björn Höcke, bei dem es freilich immer eine Spur martialischer klingen muss: „Donald Trumps Wahlerfolg ist ein Sieg der Demokratie über die zerstörerischen Kräfte des Systems.“

    Meuthens Ko-Vorsitzende Frauke Petry nennt denn auch das Wahlergebnis „eine Botschaft an die Nationalstaatsrealisten, dass die One-World-Phantasten und Grenzenniederreißer sich künftig für die Folgen ihres Tuns zu verantworten haben werden“.

    Uwe Junge, Fraktionschef in Rheinland-Pfalz, spricht von einem „deutlichen Zeichen für die bewusste Abkehr von Globalismus und Multikulturalismus“, Höcke von einem „großen Zeichen gegen eine One-World-Ideologie“.
    „Die Political Correctnes ist am Ende“

    Petry: „Nicht Trump hat diese Spaltung vorangetrieben, sondern die Eliten in Washington und in der Wall Street und die Lautsprecher des Zeitgeistes in Hollywood, in den Medien und an den Universitäten taten es.“ Womit die AfD-Chefin auch schon bei ihrer Standardklage über eine „politische Korrektheit“ angelangt ist, die „den verordneten Konsens zur neuen Doktrin zu erheben scheint“. Die Wahl Trumps lässt sie jubeln: „Der Zeitgeist dreht sich. Das Pendel schwingt zurück.“

    Der Erfolg des „Klartextredners“, zu dem sie Trump adelt, habe gezeigt: „Die Political Correctness ist am Ende.“ Und die AfD gehöre zu denen, „die dafür sorgen, dass das Pendel auch hierzulande zurückschwingt“.

  14. Sascha Lobo: Wir müssen aus unseren Fehlern lernen. Sonst ist Trump unser kleinstes Problem

    Dass das politische, mediale, gesellschaftliche Establishment derart intensiv verachtet werden kann, dass man einen rassistischen, sexistischen, völlig unerfahrenen, manipulierbaren und naiven Mann wie Trump wählt – das ist die eindringlichste Botschaft dieser Wahl an die Welt. Politikverdrossenheit hört sich an wie ein etwas sprödes, von der Bundeszentrale für politische Bildung ausgedachtes Wort. Aber dahinter kann sich der Faschismus erheben.

    Trumps Wahl ist deshalb eine Botschaft, die jede auch nur halbwegs demokratische Person verinnerlichen muss. Das machtvollste Überwachungssystem aller Zeiten, verbunden mit einer drohnenbasierten, international angewendeten Tötungsmaschinerie, den Codes für Atombomben, ist nun in den Händen eines jähzornigen, narzisstischen, menschenfeindlichen Lügners.

    Ähnliches kann auch in Deutschland passieren. Diejenigen, die die Instrumente von NSA und Co. verharmlost haben, weil sie glaubten, Demokratie sei auf ewig garantiert, die glaubten, Staatsapparate dürften mit unkontrollierter und unkontrollierbarer Macht ausgerüstet werden, die glaubten, es werde schon gut gehen, die müssen ihre bitteren Fehler erkennen.

    Und wir – ich auch – müssen unsere Fehler erkennen. Dringend. Wir, die publizistisch und aktivistisch gegen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus gekämpft haben, hier in Europa. Wir müssen unsere Fehler in den kommenden Wochen, Monaten, Jahren analysieren und daraus Konsequenzen ziehen. Wo haben wir gehofft, statt zu erkennen? Wo haben wir ignoriert, statt hinzusehen? Wo haben wir geschwiegen und geduldet, statt zu sprechen und zu handeln? Wo lagen wir schlicht und ergreifend falsch?

    Denn wir haben es hier in Deutschland, in Europa mit denselben Leuten, denselben Gefühlen zu tun wie in den USA. Wir haben oft dieselben Instrumente und Ansätze für politische Bildung, inhaltliche Überzeugung, moralische Grenzsetzung benutzt, die offensichtlich nicht funktionieren.

    Die Wahl von Trump ist damit das Ende unserer Gewissheit, wir wüssten, wie die dunkle, wütende, hassende Seite in uns allen zu besiegen sei. Besonders in denjenigen, die Lügenmedien rufen, sich nicht scheuen, rassistische Gewaltaufrufe ins Netz zu schreiben, und hassen. Deutschlands Trump ist eine Partei als Spitze einer Bewegung. Und wenn wir hier, in diesem Land, nicht umgehend herausfinden, wie solche Bewegungen zu stoppen sind, und danach handeln – wird Trump unser kleineres Problem.

    tl;dr

    Wie lässt sich eine Bundeskanzlerin Frauke Petry verhindern? So, wie wir bisher dachten, geht es offenbar nicht.

    Michael Seemann (mspr0): Desillusionierung und Selbstdiagnose in Trumpistan

    Es fällt mir wirklich, wirklich schwer das zu schreiben, denn ich hasse (hasse, hasse, hasse!) die Idee des Linken Populismus. Aber ich fürchte, wir kommen an ihm strategisch nicht mehr vorbei.

    Seufz

    Um das kurz in Kontext zu setzen: Es gibt das System und es gibt das System stabilisierende Establishment. Und aller (teils berechtigter) Korruptionsvorwürfe, Ungerechtigkeiten und Ineffizienzen zum Trotz, halte ich es für vernünftig an ihm festzuhalten. An den Institutionen, an den Prozessen und an den Ideen. Ja, das ist konservativ, aber erstens habe ich noch keine überzeugende Alternative gesehen und zweitens habe ich eine nicht unbeträchtliche Angst davor, was Thomas Hobbes den Naturzustand des Menschen nennt. Einem Umsturz ins Ungewisse ziehe ich das unperfekte, sich aber stetig inkrementell verbessernde Hier und Jetzt jederzeit vor. Die Welt ist nicht so schlimm, wie alle sagen und im Gegensatz zu den Wahnphantasien von links und rechts hat sie sich die letzten 50 Jahre enorm verbessert und hört nicht auf damit.

    Und das liegt an Menschen wie Hillary Clinton, die beständig und mit übermenschlicher Ausdauer und Beharrungsvermögen dicke Bretter bohren und sich von nichts entmutigen lassen. Mir ist eine progressive HandsOn-Reformerin wie Hillary Clinton tausendmal lieber, als ein wirrer, naiver Zausel wie Bernie Sanders. Deswegen habe ich mich die letzten Jahre mehr an Merkel gewöhnt, als mir lieb sein kann und deswegen mißtraue ich auch dem Hype um Corbyn und Konsorten.

    Aber ich denke, wir sind an einem Punkt angelangt, an dem ich einsehen muss, dass das System nicht mehr zu retten ist. Und zwar weil Establishment-Kandidat/innen und (vorsichtig) progressive Reformer/innen dem anscheinend tiefen Wunsch nach radikalem Umsturz und grundlegender Erneuerung nicht gerecht werden können. Und sie werden deswegen immer gegen eine sich radikal gerierende Rechte verlieren. Und dann passieren Dinge wie Brexit und Trump. Und das ist die schlimmste aller Welten.

    Wenn aber das System nicht zu retten ist, will ich es lieber nach links, als nach rechts umstürzen sehen. Ich bin persönlich nicht überzeugt von den linksradikalen Positionen, ich halte sie für genau so naiv und wenig durchdacht, wie die des Rechtspopulismus. Aber bei einem Umsturz nach Links sind wenigstens die Minderheiten weniger in Gefahr und es gibt überhaupt einen moralischen Kompass.

    Meine Befürchtung ist nur: Wahrscheinlich wird es am Ende egal gewesen sein, in welche Richtung das System gefallen sein wird, weil die Trümmer so oder so niemandem mehr Schutz bieten werden.

    • Zu Sascha Lobos tl;dr „Wie lässt sich eine Bundeskanzlerin Frauke Petry verhindern? So, wie wir bisher dachten, geht es offenbar nicht.
      Antje Schrupp:

      Ich hatte heute kurz den Gedankenblitz, dass der Umbruch vielleicht so groß ist, dass sogar die Tage von Marine Le Pen und Frauke Petry gezählt sind – als Frauen waren sie gut für eine Übergangszeit, weil sie rechtsextreme Politik im Gewand weiblicher Zivilisation präsentierten. Nach dem Motto: Wenn Frauen das gut finden, wird es wohl nicht so schlimm sein. Aber ich glaube, diese Bastion ist jetzt gebrochen. Trump hat gezeigt: Rechtspopulismus kann man auch im Westen mit Männern an der Spitze gewinnen. Dieses Privileg muss nicht mehr klassischen Patriarchen wie Putin oder Erdogan vorbehalten bleiben. Möglicherweise wird es bald gar nicht mehr von Vorteil sein, den Rechtspopulismus mit einem weiblichen Frontgesicht zu verschönern. Männerehrgeiz ist sexy, die Leute wählen Machotum, und dann nehmen sie lieber das virile Original als die weibliche Kopie.

  15. People often talk about “racism/sexism/xenophobia” vs. “economic suffering” as if they are totally distinct dichotomies. Of course there are substantial elements of both in Trump’s voting base, but the two categories are inextricably linked: The more economic suffering people endure, the angrier and more bitter they get, the easier it is to direct their anger to scapegoats. Economic suffering often fuels ugly bigotry. It is true that many Trump voters are relatively well-off and many of the nation’s poorest voted for Clinton, but, as Michael Moore quite presciently warned, those portions of the country that have been most ravaged by free trade orgies and globalism — Pennsylvania, Ohio, Michigan, Iowa — were filled with rage and “see [Trump] as a chance to be the human Molotov cocktail that they’d like to throw into the system to blow it up.”

    https://theintercept.com/2016/11/09/democrats-trump-and-the-ongoing-dangerous-refusal-to-learn-the-lesson-of-brexit/

    • filled with rage and “see [Trump] as a chance to be the human Molotov cocktail that they’d like to throw into the system to blow it up.

      Ein auch unter selbsternannten Linken bedauerlich häufig verbreiteter Kurzschluß – besonders unter älteren, die so revolutionsgeil sind (bzw. so ängstlich, daß die alleinseligmachende Weltrevolution nicht mehr zu ihren Lebzeiten stattfinden könnte), daß sie mit jedem verrückten Arschloch ins politische Bett gehen.
      Ich betrachte das inzwischen unter ähnlichen Gesichtspunkten wie eine Sektenzugehörigkeit.

  16. Bei dem Ganzen gäbe es ja eine Sache, die mich noch mehr interessieren würde: Was ist mit all denen, die „im Fall eines Wahlsiegs von Trump“ alles mögliche versprochen haben? Werden Sie (de Niro) ihn mit Faustschlägen traktieren? Werden Sie emigrieren, nach Kanada, Timbuktu oder auf den Jupiter? Werden sie sich tatsächlich im Bunker einschließen, um wie nach einem Nuke-Krieg nach vier Jahren wieder aufzutauchen, weil sich dann wenigsten ein Teil des Staubes gelegt hat? Von allen Sachen, die Sie mit viel Arbeit hier dokumentiert haben, ist mir die von Moore, am Nächsten: Ärmel hochkrempeln. #4years2go

    • Bei dem Ganzen gäbe es ja eine Sache, die mich noch mehr interessieren würde: Was ist mit all denen, die „im Fall eines Wahlsiegs von Trump“ alles mögliche versprochen haben?

      Vielleicht interessieren Sie ja auch die Pläne (und deren Umsetzung), die Trump für seinen ersten Tag als Präsident angekündigt hat:

      Here’s Everything Donald Trump Has Promised to Do on His First Day as President
      It’ll be a busy day. …

      – „Repeal every single Obama executive order.“ (He has also pledged more specifically to „eliminate every unconstitutional executive order.“)
      – „Repeal Obamacare.“ (On Trump’s campaign website, he’s less bullish, promising only to „ask Congress“ on day one to repeal Obamacare immediately.)
      – „End the war on coal.“
      – „Begin swiftly removing criminal illegal immigrants from this country.“ (More specifically, Trump has promised to do this in his „first hour“ in office, „day one, before the wall, before anything.“)
      – „Begin working on an impenetrable, physical, tall, powerful, beautiful, southern border wall.“
      – Meet with Homeland Security officials and generals to begin securing the southern border.
      – „Notify all countries that refuse to take back dangerous illegal immigrants who have committed crimes in this country that they will lose access to our visa programs if they continue to do so.“
      – Convene his top generals and inform them they have 30 days to come up with a plan to stop ISIS.
      – Fix the Department of Veterans Affairs.
      – Call the heads of major companies who are moving operations oversea to inform them that they’ll face 35 percent tariffs.
      – „Contact countries and say…’Folks, we love protecting you, we want to continue to protect you but you’re not living up to the bargain’…They’re not paying what they’re supposed to be paying—which is very little, by the way.“
      – „Defend the unborn.“
      – „Withdraw from TPP.“
      – „Start taking care of our…military.“
      – Suspend Syrian refugee resettlement.
      – „Notify our NAFTA partners of my intention to renegotiate the deal.“
      – „Designate China as a currency manipulator.“
      – „Direct every agency in government to begin identifying all wasteful job-killing regulations, and they are going to be removed.“
      – „Get rid of gun-free zones [in] schools“ and „military bases“—which would require repealing a 25-year-old federal law. („My first day, it gets signed, okay? My first day. There’s no more gun-free zones.“)
      – „Ask Congress to pass ‚Kate’s Law’—named for Kate Steinle—to ensure that criminal aliens convicted of illegal reentry receive strong mandatory minimum sentences.“
      – Learn the difference between Hezbollah and Hamas.

  17. Aus der Twittertimeline von Shaun King

  18. The fickle Trump…
    Gewählt wurden Trumps Versprechungen, missverstanden als Versprechen, die nach der Wahl zu halten sind und gehalten werden.
    Mehr und gute Jobs, weniger/kaum/keine Angst vor der Zukunft, garniert mit Hybris und mit Angstschürung vor den ‚Andersseienden‘ und deren Ausgrenzung.
    Weibliche Wähler Trumps haben sich sehenden Auges prostituiert:
    wenn der Mann = Familienvorstand einen Job bekommt, der eine Familie absichert, lässt sich die Frau dafür (notfalls auch) in den Schritt fassen.

    Make America great again heißt nicht Make the Americans great for the first time.
    Ich erlebe das US-Wahlergebnis als letztes Aufbäumen der Spießerideologie von (alten) stagnierenden weißen Männern und Frauen und ihrer Erziehungsergebnisse. Als Make America hate again…
    while we’re cocooning.

    Eine demokratisch gewählte Regierung, deren Kontrollinstanzen demselben Lager angehören, ist durchaus in der Lage, die Demokratie während einer Wahlperiode abzubauen.
    Die Basis ist auch in Deutschland nicht anders, wie auch in der Türkei, in Ungarn, Polen, GB, Frankreich…
    Die sog. Volksvertreter müssen das Volk in dessen Sinne nicht mehr vertreten (und verweigern das auch), sobald sie gewählt sind.
    Auch hier haben sehr viele Menschen Existenzängste, Hartz IV macht aus Menschen Existenzbedrohte, und zwar immer und immer wieder vergegenwärtigend, und solange es Menschen gibt, die für 8,50 Euro brutto und weniger ‚jeden‘ Job machen, weil sie meinen, es sei unter den gegebenen Umständen besser als gar kein Geld zu verdienen, werden die Möglichkeiten, an den Umständen etwas zu ändern, nicht nur nicht ausgeschöpft, sondern sträflich vernachlässigt. Es geht immer noch tiefer?
    Erlernte Ohnmacht, sich gegen (die Arroganz der) Politiker zu wehren?

    Rechte Parteien nutzen die Passivität aus, patriotisch, konservativ, (deutsch-) national.
    Manchmal sieht es für mich so aus, als gäbe es geradezu eine kollektive Sehnsucht nach Unterwerfung unter Autorität(en), nach Ver- und Geführtwerden, nach Verantwortungsabgabe.
    Ängste, Hass und Neid schüren bedient dieselbe Schiene wie ‚ich kann mich besser fühlen, wenn es anderen noch schlechter geht als mir‘.
    Ist sich denn immer jeder selbst der Nächste? Auf Kosten anderer?
    Und geht Humanität lernen ’nur‘ über Strafen androhen? Und ist das überhaupt lernen?
    Hass ist, Angst ist, Neid ist. Und wird jeden Tag mehr ausgelebt.
    Sie brauchen sich in Deutschland nicht zu schämen?
    Sie brauchen sich in Deutschland nicht mehr feige zu verstecken?
    Ich bin echt erschüttert über die menschlichen Abgründe, die sich auftun.
    Sie waren bisher nur gedeckelt…

    Einem übergriffigen Menschen muss entgegen getreten werden. Jedem Einzelnen.
    Wehret den Anfängen. Klar. Und empört euch, engagiert euch, verweigert euch. Seid aktiv.
    Ausrufezeichen
    Den eigenen Standpunkt deutlich zu machen, darf nicht daran scheitern, dass das Gegenüber körperlich überlegen ist. Bedeutet? Fürs erste selbst körperlich stärken, so leid mir das tut:
    Mädchen und Frauen Selbstliebe und Selbstverteidigung lehren, Unabhängigkeit.
    Politisches Wissen vermitteln, so, dass es ankommt bei Erstwählern.
    Trump will keine no-gun-areas, er will jeden Amerikaner mit Schusswaffen versehen.
    Will er Bürgerkrieg?

    Benennen wir die Probleme, die Brandstifter, die Angstmacher, die Angstschürer, die sog. Eliten, das Establishment, …, sofort nach Benennung und zusätzlicher Verdeutlichung der Konsequenzen entziehen wir ihnen die Aufmerksamkeit und schenken diese Aufmerksamkeit den Lösungen, verlassen wir die Komfortzonen und machen wir es, wie Merkel gestern (Trump) vorschlug (sie stellte Bedingungen, find ich cool):

    Deutsches Volk und deutsche Parteien sind durch gemeinsame Werte verbunden. Demokratie, Freiheit, den Respekt vor dem Recht und der Würde des Menschen unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung oder politischer Einstellung. Auf der Basis dieser Werte bietet das Volk den entsprechenden Parteien eine enge Zusammenarbeit an.

    Die etablierten Parteien stehen dem Volk im Weg, also braucht es neue bzw. modifizierte Parteien, basierend auf Gemeinsamkeiten statt auf Ausgrenzungen.
    Die Linke: links, die SPD sozial, die CDU christlich, die Grünen grün usw.
    *grins*
    Keine Korrupten und keine Korrumpierten mehr, keine überbezahlten Manager, keine traditionellen Banken, stattdessen Gerechtigkeit und Gleichberechtigung.

    Menschlich für einander einstehen, nicht einschüchtern lassen, no trashdeals at all.
    Die Partei der kognitiven Entzerrung.
    Erste Maßnahme: wer frei entschieden das bisherige System unterstützt, muss, ohne über die Dauer informiert zu werden, von Hartz IV leben.
    learning by doing
    Smiley. (geklaut)

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