Halbwertzeit

halbwertzeit
Detail der Medaille für die „Liquidatoren“ von Tschernobyl

In der Nacht zum 26. April 1986 geriet Block 4 im Kernkraftwerk Tschernobyl außer Kontrolle. Durch zwei thermische Explosionen wurde das Reaktorgebäude zerstört und der Reaktor frei gelegt. Es traten große Mengen an vor allem Cäsium 137 aus, das demnächst seine Halbwertzeit von 30,17 Jahren erreicht hat. Außerdem wurden Iod 131, Strontium 90, Plutonium und Americum 241 frei. Wegen der großen Hitze des 10 Tage lang brennenden Graphitkernes und durch die beiden Explosionen wurden Tonnen radioaktiver Partikel in große Höhen und vom Wind davon getragen, sie regneten noch Tausende von Kilometern entfernt ab.

202 Tage. So lange arbeiteten die „Liquidatoren“ an der ersten Hülle des zerstörten Reaktors.

Bei 134 Feuerwehrleuten und Kernkraftwerkarbeitern wurde die  Strahlenkrankheit diagnostiziert. 28 von ihnen starben noch 1986, die meisten in den ersten Monaten, bis 2004 starben weitere 19.

In den drei am stärksten betroffenen Ländern wird von rund 9000 zusätzlichen tödlichen Krebs- und Leukämieerkrankungen, für Gesamteuropa (bis 2065) von zusätzlichen 16.000 Schilddrüsen- und 25.000 sonstigen Krebserkrankungen ausgegangen.

 


 

Das sind konservative Schätzungen und es sind kalte abstrakte Zahlen. Wie das wenig thematisierte Erbe von Tschernobyl aussieht, zeigt Paul Fusco sehr eindrücklich in Chernobyl Legacy.
(mit Dank an Marian Schraube nachgetragen)

 


 

Ein Potpourri der Zeitungs– und Fernseh-Meldungen über den GAU:

 


 

In München war zu Ostern rund um den 1. Mai ’86 Kaiserwetter, jeder war den ganzen Tag draußen, es wurde angebadet und -gegrillt. Kurz darauf wurden eilig zahlreiche Besserkinder und -mütter auf die Kanaren „evakuiert“. Niemand verschwendete auch nur einen Gedanken auf das Schicksal ukrainischer und weißrussischer Kinder, geschweige denn, auf das der in Tschernobyl verheizten „Liquidatoren“.

Ich arbeitete damals mit einer schwangeren Kollegin, Lebensmitteleinkäufe glichen Exkursionen, z.B. zu Gärtnereien, die Spinat, Salat und Kräuter im Gewächshaus zogen – das waren Geheimtips, wie sonst eher beim Drogenhandel üblich. Etwa 3 Wochen nach der Katastrophe wurde ich in der Münchner Tram fast gelyncht, weil ich für sie einen Korb voller prächtigem Grünzeug dabei hatte. Von Leuten, die zuvor die Demonstranten in Wackersdorf liebend gern ins Arbeitslager oder „nach drüben“ geschickt hätten. Unmöglich, ihnen zu erklären, daß ich keineswegs unverantwortlich handele, sondern das Dreifache des sonst üblichen Preises gezahlt und eine Einkaufstour an den Stadtrand gemacht hatte.

Unbelastete H-Mich, kurz darauf auch Trockenmilch und Jodtabletten (deren Einnahme vielleicht vor dem Fallout Sinn gehabt hätte) waren bald überall ausverkauft. Der Grenzwert für Milch wurde von Politikern willkürlich auf 500 Bequerel pro Liter festgelegt. Vorm Pilzesammeln und Beerenpflücken und dem Verzehr von Wildfleisch wurde gewarnt, der Wetterbericht und die täglichen Messungen wurden aufmerksamer gelesen als die Schlagzeilen. Neuseeländisches TK-Lammfleisch und ältere Konserven erfreuten sich großer Beliebtheit.

Spielplätze waren mit Trassierband abgesperrt, besorgte Väter tauschten den Sand in den Sandkästen aus, wenn die Stadtverwaltung nicht schnell genug war. Kinder waren aber ohnehin draußen – trotz allerschönstem Frühlingswetter – wochenlang nicht zu sehen. Man mißtraute Politikern und der eigenen Sinneswahrnehmung und fürchtete Regen, Wind und Natur.

Mein wissenschaftsgläubiger Vater, der mich zuvor wegen meines Engagements gegen Atomkraft für bekloppt erklärt und verhöhnt hatte, wurde sehr still.

 


 

Still wurde für lange Zeit auch menschliche Bewegung in der verbotenen Zone rund um Tschernobyl, in der Tage zu spät geräumten sowjetischen Idealstadt Prypjat und in den Dörfern im Sperrgebiet, einem Areal, etwa doppelt so groß wie das Saarland. Heute leben dort permanent knapp 200 meist ältere Bewohner und für jeweils die Hälfte des Monats eine Reihe von Wissenschaftlern und Soldaten und das Personal des Kernkraftwerks, ingesamt etwa 7000 Menschen. Im Trend liegen seit einigen Jahren touristische Tagestrips in die „Zone der Entfremdung“, wie das Sperrgebiet offiziell heißt. Die Zahl der Touristen soll laut Regierung noch von 60.000 auf 1 Million im Jahr gesteigert werden.

 


 

Die unterschiedlichen und überraschenden Reaktionen der Natur auf die hohe radioaktive Strahlung:

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20 Gedanken zu „Halbwertzeit

  1. Als Filmtip: Habe gestern Abend auf ORF2 „Das Tschernobyl-Vermächtnis gesehen“, leider in der dortigen TV-Thek geogeblockt. Aber der Film wird morgen, Sonntag 24.04. um 23:30 Uhr im ZDF gegeben und dürfte dann in der dortigen Mediathek zu sehen sein. ME. empfehlenswert.
    Nach wie vor sehr eindrucksvoll „Chernobyl Legacy“ von Paul Fusco, vor allem was die fotografische Abbildung eben des „Erbes“ angeht, ,das nach wie vor verschwiegen wird. Zu finden unter http://inmotion.magnumphotos.com/essay/chernobyl

      • Nein. Soweit ich erinnere, war das AKW so gut wie fertig gestellt, zur Beschickung bereit und wurde in letzter Sekunde von einem Volksentscheid (einer von der damaligen Regierung respektierten Volksbefragung? nachguggenmuss) ausgebremst. Die damalige Situation in Österreich wurde ebenfalls gestern in ORF2 nach der obigen Doku in einer weiteren Dokumentation mit Zeitzeugen dargelegt. Tenor: Wer konnte das ahnen? Niemand hat sich das erwartet. Kein Plan B usw. usf.

  2. Eben auch bei ZDF History ein interessanter Beitrag

    Mein wissenschaftsgläubiger Vater, der mich zuvor wegen meines Engagements gegen Atomkraft für bekloppt erklärt und verhöhnt hatte, wurde sehr still.
    Das kommt mir bekannt vor, allerdings ging damals und geht mein Vater heute still, aber trotzig und unbeirrt in den Wald, Pilze sammeln. „Die bisschen Pilze“… Dabei informierte selbst der BR immer wieder von den heute noch existierenden Belastungen
    Das bayerische Landesamt für Umwelt stellt Daten zusammen, hier sind immer wieder Messwerte jenseits von gut und böse, selbst für die eh „großzügig“ festgesetzten Grenzwerte .
    Grüßle, Diander

    • Das ist genau der Fim, den auch Marian Schraube empfohlen hat, in der Tat sehr sehenswert. Ich habe z.B. endlich kapiert, wie die Reaktoren vom Tschernobyl-Typ funktionieren und wie es überhaupt zur Katastrophe kommen konnte.

      Diejenigen aber, die mal verfügt haben, daß alle Dokus mit bedrohlichen Musikfetzen unterlegt werden müssen, sähe ich gern mit Helen Fischer o.ä. auf Lebenszeit bestraft.


      Achach, die stillen, trotzigen und unbeirrbaren Väter…
      Wobei ich gestehe, daß ich mit polnischen Pfifferlingen ebenfalls trotzig bin und auch gar nicht so genau wissen will, wie es sich mit der Wildschweinkeule aus dem Oderbruch verhält, die gerade in meiner Tiefkühle schlummert und auf deren Zubereitung und Verspachtelung ich mich schon sehr freue.

  3. Die im österreichischen TV ausgestrahlte Version findet sich hier:

    Festzustellen ist: Keine Einführungssequenz „History Channel“, der Text wird von anderen Speakern gesprochen, die Einblendung bei Interviews lautet auf „Universum History“ und der Größenvergleich der Kontaminierung m Tschernobyl wird an der „Größe von Vorarlberg“ festgemacht. Die österreichische Version ist ca. 1,45 Minuten länger.
    Als Autoren gibt das ZDF Tetyana und Alexander Deting an. Über Alexander erfahre ich, dass er seit 2005 als investigativer Journalist und auch immer wieder für das ZDF tätig ist.

    • Danke!
      Die Musikpolitik ist allerdings identisch wie in der ZDF-Version – wie schon gesagt: Helen Fischer o.ä. in Dauerreverse und lebenslänglich für diejenigen, die mal entschieden haben, daß Dokumentarfilme mit dramaturgisch null passender und schlechter Musik unterkleckert werden müssen, grmpf.

      • Schlimm wird es, wenn schlecht abgemischt wird und das gesprochene Wort nicht mehr hörbar ist: Originalsprache, darüber gelegt die Übersetzung, dann noch laute Musik und 4. das visuelle Material. Multi-Tasking-Verarbeitung als planmäßige Überforderung!
        Ansonsten wundere ich mich über Geschmäcker eher nicht. Walküre zur Surf-Szene in Apocalypse Now (gelungen), Eigendrehs von US-Boys aus Irak ua. bei YouTube unterfüttert mit Gimme Shelter von Stones (sehr seltsam).

  4. Andrea Endres, Zeit-Online (über den Bau der neuen Schutzhülle): Hähnchen in der Todeszone

    Am Ende ihres Besuchs steht Barbara Hendricks auf einem verlassenen Platz in Prypjat. Die Beklemmung ist ihr anzumerken. Menschliches Leben sei in der Katastrophenzone nicht mehr möglich, sagt sie. „Intellektuell habe ich das zwar gewusst. Aber das zu sehen, ist noch einmal etwas ganz anderes.“ Für die Atomkraft sieht die Ministerin keine Zukunft, „schon ökonomisch“: Neue Kraftwerke seien viel zu teuer – und die Endlagerfrage ja weltweit immer noch ungelöst.

    In der Ukraine sieht man das anders. Heute produzieren 15 Kernreaktoren mehr als die Hälfte des im Land verbrauchten Stroms. Zwei Blöcke sind im Städtchen Netischyn auf halber Strecke zwischen Kiew und Polen im Bau. Medienberichten zufolge gibt es Pläne, ihren Strom in die Europäische Union zu exportieren. Und womöglich wird die Sperrzone um Tschernobyl in den Atomplänen der Regierung noch einmal eine wichtige Rolle spielen. Wo sonst gäbe es bessere Bedingungen für ein Endlager?

  5. Wie passend zum 30. GAU-Geburtstag!
    Computervirus in Grundremmingen entdeckt

    Selbstredend:

    Es bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung, teilte der Betreiber mit.

    Aber:

    Die Aufsichtsbehörde und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) seien informiert worden. Spezialisten des Energiekonzerns RWE sollen nun herausfinden, wie das Virus in das 2008 nachgerüstete Computersystem gelangte.

    Das betroffene System gehört den Angaben zufolge zur Brennelemente-Lademaschine, hat allerdings selbst keinen Einfluss auf die Steuerung der Anlage. Die entdeckte Software ziele darauf ab, ungewollte Verbindungen zum Internet herzustellen.

    Um Zeug nachschieben zu können, das Einfluß auf die Steuerung der Anlage hat.

  6. Ich habe den Film auch noch nicht gesehen, aber er wird hoch gelobt: Olivier Julien, Tschernobyl, Fukushima – Leben im Risikogebiet (heute um 20h15 auf arte, Wiederholung morgen um 8h55 oder bis zum 4. Mai bei arte+7, s. link)

    Sabine Sasse, FAZ: Eine Reise in die Zone

    Der Ort ist ein einzigartiges Mahnmal der Überheblichkeit des menschlichen Geistes und seines Scheiterns. Durch seine idyllische Schönheit hat er mit landläufigen Vorstellungen von apokalyptischen, atomverseuchten Wüstenlandschaften nichts gemein. Ein Ort, der Demut lehrt und zeigt, dass die Natur und alles, was in ihr kreucht und fleucht, viel stärker ist als der Mensch.

    • Sauber!

      Die Bahn (Werbespruch: „Unentbehrlich, umweltfreundlich, innovativ“) aber offerierte Güterwagen für rund zehntausend Tonnen des umstrittenen Sondermülls; die Waggons sollten auf Abstellgleise im Vogelsberg abgeschoben werden. Der Deal kam nicht zustande, weil Umweltbeamte Bedenken hatten.

      So pingelig sind die Behörden in Bayern nicht. Das Münchner Umweltministerium hatte und hat keine Einwände, daß das strahlenverseuchte Molkepulver von der Bahn gelagert wurde, und der Staat bezahlt auch noch die Kosten – aus einem Fonds für Tschernobyl-Geschädigte.

      Staatliche Umweltschützer und Staatsbahn bedienen sich dabei einer Sprachregelung, die seit Jahren bei der chemischen Industrie Usus ist, wenn Giftmüllprobleme zu bewältigen sind. Die Molke sei, so Ministeriumssprecher Günter Graß, „möglicherweise noch Wirtschaftsgut“, mithin „nicht unbedingt Abfall“.

      Zum Beweis führen Ministerium und Bahn ein radiologisches Gutachten an, wonach „in einigen Metern Entfernung von den Waggons die Strahlung kaum noch meßbar“ sei. Vielleicht könne „das Zeug“, sagt Graß, noch an „Schweinezüchter im Ostblock“ verkauft werden. Zuvor allerdings, so der Präsident der Bundesbahndirektion München, Peter Lisson, müsse „sichergestellt werden“, daß Schweinefleisch von Tieren, die mit der Molke gefüttert werden, „nicht in die Bundesrepublik zurückkommt“.

      Klar schien, zunächst jedenfalls, die Notwendigkeil einer „Entsorgung des Molkepulvers in toto“, so ein Gutachter, am besten tief unter der Erde. Doch niemand mochte diesen Abfall haben, den Meggle von Mai an in Waggons der Bundesbahn auf Abstellgleisen bei Rosenheim deponierte (SPIEGEL 48/1986).

      Das Notizbuch von Meggle enthält aus dieser Zeit, unterdes war Herbst geworden, Eintragungen wie: „Das Bundesumweltministerium hat bis zur Stunde noch nicht reagiert.“ Plötzlich aber kam die Sache buchstäblich ins Rollen. Mitte November meldete sich bei Meggle ein Rolf Rüdiger Sprang, Geschäftsführer einer Exportfirma „Lopex“ in Linden bei Gießen, und teilte mit, das Molkepulver kaufen, zu Fischfutter verarbeiten und exportieren zu wollen.

      Doch Meggle war, was das Pulver betraf, nicht mehr verfügungsberechtigt. Seit die Firma für die verdorbene Ware vom Kölner Bundesverwaltungsamt mit 3,8 Millionen Mark entschädigt worden war, konnte das Unternehmen, so Anwalt Bornemann, „ohne Zustimmung der bayrischen Behörden nichts mit der Ware anfangen“.
      Die Behörden zauberten. Aus radioaktivem Abfall machten sie per Federstrich wieder handelsfähiges Wirtschaftsgut. Für 50 Mark die Tonne, so verfügten Umwelt- wie Ernährungsministerium von Bayern am 23. Januar, durfte Lopex 3000 Tonnen des Meggleschen Molkepulverkaufen, wenn das „Endprodukt“ für „Mensch und Tier keine Gefährdung“ bringe.

      Auch Bayerns Umweltminister Alfred Dick, gerade eben noch um möglichst gründliche Entsorgung verlegen, demonstrierte nun, daß zumindest ihm das Pulver nichts anhaben kann. Vor Journalisten kostete er davon mit feuchter Fingerspitze: „Des tut mir nix.“

      Hallo liebe Schachnerin, long time no read!
      Die Molkegeschichte hatte ich total vergessen, danke für die Erinnerung. Da war doch auch noch irgendetwas mit Rindfleisch jenseits der zulässigen Strahlenmenge, das sich eingedost in einer Lebensmittellieferung an das hungernde Nordkorea wiederfand oder täusche ich mich?
      (ich habe mir erlaubt, in Ihrem Kommentar die links so hinter Text zu legen, daß sich für die Spiegel-Artikel neue Fenster öffnen)

  7. Sehr lang, sehr lesenswert: Kassandra21 Das Zerbrechen der Welt

    Aber das war nur die zweite Katastrophe in diesem Jahr 1986.
    Am 28. Januar des Jahres explodiert die Raumfähre Challenger, ganze 73 Sekunden nach dem Start von der Rampe. Die komplette siebenköpfige Besatzung, unter ihnen zwei Frauen, findet den Tod. Eine der beiden ist – ebenfalls ein Novum – kein Raumfahrtprofi, sondern Lehrerin. Es ist das schwerste Unglück in der Geschichte der Raumfahrt.

    Anders als Tschernobyl war ich davon aber nicht persönlich betroffen. Jedenfalls nicht physisch. Denn das, was ich da sehen konnte, fand weit entfernt von mir statt. Keine Trümmmerstücke fielen auf unser Hausdach oder so etwas.
    Das war bei der Strahlung, die sehr wohl über unseren Köpfen abregnete, anders. Hier war nichts zu sehen, zu schmecken, es gab keine Explosionswolken oder anderes. Aber trotzdem war das Gefühl einer Gefahr da. Die Unsichtbarkeit und Diffusität der Bedrohung nach Tschernobyl war Teil des surrealen Szenarios, in das sich die Welt plötzlich verwandelt hatte.
    Die konkret sichtbare Explosion der Challenger war in diesem Sinne wesentlich unwirklicher als die Strahlung des Kernmeilers in Tschernobyl, die wiederum völlig unsichtbar und deshalb unspektakulär daherkam.

    Für mich zerbrachen in diesen wunderschönen Tagen im Mai mehrere Dinge. Die Überzeugung, daß Technologie letztlich alle Probleme des Menschen lösen wird, war mit darunter. Die Ereignisse der Folgejahre habe ich mit einer Art fassungslosem Staunen hingenommen. Ich wußte es damals noch nicht, aber diese Tage legten den Grundstein dafür, wie ich heute über einige Dinge denke. Heute, drei Jahrzehnte nach dem Zerbrechen der Welt, kann ich die Risse in der Schicht aus Lava, auf der wir alle laufen, deutlich sehen.

    Mir dämmert übrigens gerade, daß ich mich im Blog total vertan habe: war gar nicht Ostern, war der 1. Mai, mit einem Brückentag ein langes Wochenende! Ich korrigiere das, ist mir peinlich °_O

  8. Da ich ein paar Tage hier nicht auf besuch war, hier mein verspäteter Beitrag zum Thema:
    http://www.konkret-magazin.de/aktuelles/aus-aktuellem-anlass/aus-aktuellem-anlass-beitrag/items/zu-keiner-zeit-keinerlei-gefahr.html

    Ein mich sehr berührender Text.

    Nach dem Unfall in Tschernobyl hat sich der Widerstand in Wackersdorf radikalisiert. Ich hatte damals autonome „Hochsaison“ und war 2 x am Chaoteneck aktiv (400 km Anreise). Den durch alle möglichen Bild- und Printmedien verbreiteten brennenden Polizeibus haben übrigens nicht die Autonomen, sondern betagte „Agrarökonomen“ aus dem Umland angezündet.

    http://www.mittelbayerische.de/bayern-nachrichten/als-die-waa-ihr-waterloo-erlebte-21705-art402276.html

    • Danke für den konkret-Artikel, der ist wirklich schön.

      Soso, „autonome Hochsaison“ hatten Sie? Na, ich war eine der vielen Stoischen, die jahrelang friedlich gegen die Wackersdorfer Scheiße demonstrierte und trotzdem verprügelt wurde, ist lang her und war mit ein Grund, Bayern zu verlassen.

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