Butt Song

 

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Hieronymus Bosch, Der Garten der Lüste, ca. 1500, Maße: 220 × 390 cm

Wundervolles Internet!

Wenn Sie schon immer mal ein bißchen im Garten der Lüste spazieren wollten: Sie müssen dazu nicht nach Madrid in den Prado. Auch nicht nach s’Hertogenbosch, um die große Werkschau zum 500. Todesjahr von Hieronymus Bosch anzusehen und sich mit wahrscheinlich strengen Museumswärtern herumzuärgern.

Denn: es gibt eine großartige virtuelle Tour durch das Bild,(ein Nebenprodukt des Dokumentarfilms Jheronimus Bosch, Touched by the devil), während der Sie den vielen Details näher kommen als das jemals in einem Museum möglich wäre (es empfiehlt sich der Vollbildmodus). Ich habe den halben Abend darin verbracht, mich bestens unterhalten, bin immer noch ganz hin und weg und wünsche Ihnen nun eine aufregende Zeitreise ins beginnende 16. Jhdt, zum Ausgang aus dem Mittelalter.

Im rechten Teil des Tryptichons, etwas unterhalb links der Mitte, sehen Sie eine Laute, die einige Figuren zerquetscht. Darunter sichtbar ist ein Hintern mit Notenlinien, die erst kürzlich zum ersten Mal in Musik umgesetzt wurden. And here comes the Butt Song:

Eine Heavy-Metal-Version, ein A-Cappella-Chor und die unarrangierten Noten nackich.

 

Eine liebevoll gemachte spanische Animation des Bildes:

Feinstes Tanztheater, nämlich das von Blanca Li:

 

 

Und Ende.

buttsongend

 

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4 Gedanken zu „Butt Song

  1. Liebe Dame, ah, danke schön! Ich hatte neulich schon davon auf ZO gelesen, aber leider mochte mein Rechner die dort verlinkten Seiten zum Weitergucken nicht. Ihre Verlinkungen hier hingegen mag er (ein Schelm, wer…;)). Wie schön, die Animation ist der Hammer, wunderbar umgesetzt.
    Grüßle, Diander

  2. Georg Diez, SPON: Die Barbaren sind wir

    Vor 500 Jahren ist der Maler Hieronymus Bosch gestorben, ein abgründiger Moralist, und wer sich seine Bilder ansieht, wie sie gerade in einer großen Ausstellung in ’s-Hertogenbosch zu sehen sind, der erkennt den Menschen in seiner ganzen Schlechtigkeit, im Grunde nicht zu retten, verdammt dazu, um seine Erlösung zu kämpfen, nicht aufzugeben und am Ende zu überleben.

    Wer will, kann dabei an Clausnitz denken. War Bosch, der Europäer, Optimist? War er Pessimist? Ich würde sagen, er hatte die Hoffnung nie aufgegeben. Wieder und wieder aber stellte er sich die eine, die entscheidende Frage, und meistens stellte er sie voller Angst vor dem Grauen, das er sah: Was ist der Mensch?

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