„Kritisch. Mutig. Meinungsstark. der Freitag“

kritischmutigmeinungsstark
Screenshot bei KenFM (beschnitten) Ken Jebsen in Plauen

Hmnuja, das ist der Freitag nur bedingt. Nicht, wenn Ken Jebsen an seiner Weste putzt, zum Beispiel.

Das KenFM-Video ‚Zionistischer Rassismus‘ entstand im April 2012, nach Ken Jebsens Rauswurf aus dem rbb im November 2011, nach 10 Jahren KenFM. Ein Hörer hatte sich über Jebsens Inhalte beschwert und eine daraufhin von Jebsen erhaltene Email Henryk M. Broder zugespielt, der sie prompt bei ach gut veröffentlichte. Der rbb ließ die nächste Sendung ausfallen, setzte Jebsen ‚on probation‘ und warf ihn nach einer weiteren Sendung raus. So weit, so unfair.

Anlaß des Videos war der Text von Günter Grass, der eine Medien-Kampagne erster Ordnung nach sich zog (wegen der ich zwei Beschwerden über Josef Joffes Schmähkritik gegen Grass führte, vom Presserat aber als ‚offensichtlich unbegründet‘ abgewiesen).

Im Frühling 2014 übernahmen Ken Jebsen und andere querfrontale „Lichtgestalten“ wie Elsässer, Popp, Mährholz etc. die Montags- und Friedensdemonstrationen. Nach dem Facebook-Aufruf von Florian Hauschild aka ‚The Babyshambler‘ zur „Okkupation und taktischen Infiltration der Freitags-Community“ überliefen zahllose Wahnmacher die FC (von der Redaktion dabei rund eine Woche ungestört) und demonstrierten ihre sendungsbewußte Faktenresistenz. Selbst Gewaltaufrufe blieben viel zu lange unmoderiert, wie die gegen Andreas Hallaschka, Chefredakteur von Merian und Jahreszeiten Verlag.

Dessen Freitag-Blog über die Hamburger Mahnwache war u.a. bei Rivva und dem Störungsmelder von Zeit Online verlinkt und wurde beim Freitag nach (mutmaßlich) Androhung (von einem der Hamburger Initiatoren, Robin Güldenpfennig) einer Unterlassungserklärung und möglichen Klage wegen angeblich fehlender Quellen „unveröffentlicht“. Und zwar, nachdem in den Kommentaren zu Hallaschkas Blog seine personenbezogenen Daten veröffentlicht, zu seiner „Festhaltung“ aufgerufen und in der darauf folgenden Nacht sein Auto demoliert wurde. Deswegen, über weitere Hintergründe und andere Umgangsweisen mit angemaßtem Einfluß auf Meinungs- und Pressefreiheit mittels juristischer Drohgebärden schrieb ich bereits einen  –  beim Freitag wenige Minuten nach Erscheinen zurückdatierten – offenen Brief an Jakob Augstein: °Wir° wollen eine Stadt bauen?

Die versuchte Wahnmacher-Übernahme der Freitag-Community im Frühling 2014 war auch der Anlaß, mich noch einmal mit Jebsens Video „Rassistischer Zionismus“ zu beschäftigen, es zu verschriftlichen und wörtlich daraus zu zitieren. (<-link zu einer Spiegelung meines Blogs am 13.1. 14h15 eingefügt) Es soll schon jede/r wissen, welches Maß an tradiert antisemitischen Stereotypen á la ‚Jüdische Weltverschwörung‘, ‚Weltfinanzjudentum‘, an Israel-3.Reich-Gleichsetzung, journalistischer Unredlichkeit und Falschbehauptungen bei Ken Jebsen mitgekauft wird.

Am 20.1.2016 wurde mein Blog KenFM „Rassistischer Zionismus“ beim Freitag „unveröffentlicht„. Deswegen möchte ich zur Verbreitung eines ungekürzten Wortskriptes des KenFM-Videos beitragen, erstellt von einem anonymen Nutzer, außerhalb der Reichweite von Ken Jebsen und seinen Anwälten.

Es wäre kein Kronenzackenbruch, es wäre einfacher und vor allem redlicher, Jebsen würde sich öffentlich von der antisemitischen Kackscheiße im Video distanzieren, falls er inzwischen zur Einsicht gekommen sein sollte, sich mit den getroffenen Aussagen und Stilmitteln vergaloppiert zu haben. Er wäre aber nicht der erste und wohl auch nicht der letzte, den gekränkter Narzissmus radikalisiert zu haben scheint. Darin und in seiner Klagefreudigkeit gleicht er dem Broder mehr, als ihm eigentlich lieb sein kann.

Jebsen hat das Video zwar inzwischen im KenFM-YouTube-Kanal auf ‚privat‘ gesetzt, es ist aber an x anderen Stellen leicht zu finden. Mein Blog beim Freitag wurde in x anderen Blogs und Social Media verlinkt, der Freitag aber reißt einmal mehr ein Loch ins Internet.

Der Freitag bewirbt sich mit den Attributen Kritisch. Mutig. Meinungsstark.

Offenbar gilt ‚Kritisch‚ und ‚Mutig‚ im Umgang mit Beiträgen der Freitag-Community nur sehr bedingt.

A plus tard, ich bin sehr gespannt, ob und falls ja, wann und unter welchen Kürzungen mein Blog beim Freitag unter der Original-URL wiederhergestellt wird. Oder ob und falls ja, wann ich wenigstens Aufschluß darüber erhalte, was genau Jebsens Rechte verletzt haben soll. Um Antwort wird gebeten.


 

P.S.

Wilhelmshavener Zeitung 10.02.2015:

Die „Antilopen Gang“ nimmt in dem Song „Beate Zschäpe hört U2“ die neurechten Bewegungen ins Visier. Im Songtext heißt es unter anderem: „Zu Verschwörungstheorien gehören Vernichtungsfantasien. Sie können sagen was sie wollen, sie sind schlicht Antisemiten. All die Pseudo-Gesellschaftskritiker, die Elsässer, KenFM-Weltverbesserer. Nichts als Hetzer in deutscher Tradition. Die den Holocaust nicht leugnen, sie deuten ihn um.“ 

Von diesen Lyrics sah Ken Jebsen sich verunglimpft und klagte. Der Text deute an, er hege Sympathie für rechtsradikales Gedankengut. Das Gericht konnte Jebsen mit dieser Argumentation jedoch nicht überzeugen: Einer Pressemitteilung des Labels der „Antilopen Gang“ zufolge lehnte es den Verbotsantrag „unter besonderer Berücksichtigung der Freiheit der Kunst“ ab. Dabei hätten auch „Äußerungen des Antragstellers in der Vergangenheit“ eine Rolle gespielt. Jebsen zog seinen Antrag daraufhin zurück und muss nun nicht nur für die Gerichts-, sondern auch für die Anwaltskosten der „Antilopen Gang“ aufkommen.

Die „Antilopen Gang“ kommentierte den Fall wie gewohnt mit Humor: „Wie zu erwarten war, hat sich Ken Jebsen blamiert. Für die kostenlose Promokampagne sind wir ihm dankbar. Falls Jebsen nach diesem Eigentor in Erwägung ziehen sollte, eine Vernunftehe mit Barbara Streisand einzugehen, würden wir uns als Trauzeugen anbieten.“

Ich würde den Reis werfen und für die Blumenmädchen sorgen.


Edit: der Blog wurde am 3.2.2016 wieder bei Der Freitag unter der alten URL zugänglich gemacht. Alle 197 Kommentare wurden gelöscht, im Infoteil verschwanden zwei Sätze ohne jede Anmerkung und aus „Rauswurf“ wurde „Zusammenarbeit beendet“ gemacht.


Nachtrag 2.5.2016: Der Freitag hat eine Ken-Jebsen- und Akif Pirinçci-Suchmaschine installiert. FC-Blogs, die diese Namen enthalten, werden nicht veröffentlicht, sondern zunächst „eingereicht“.

Janto Ban: Ficken! In gemeinschaftlicher Sache

Nach freundlicher Unterstützung einiger Communanten und mehrerer Minuten investigativster Rescherche schäme ich mich mitteilen zu dürfen, dass neuerdings ein Bot unsere guten Texte nach Unworten durchcrawlt. Und das tut er gründlich.

So werden Texte, die den Namen eines ehemaligen rbb-Kommentators, der mittlerweile einen Online-Kanal betreibt beispielsweise der moderation zum moderaten vorgelegt, bevor sie auf die Netzöffentlichkeit losgelassen werden. Wie war noch gleich der Name dieser sehr wichtigen Person..? Kim Jöppsen oder so ähnlich. Hab‘ ich vergessen.

Egal. Der Nachname des großen Felidae-Erzeugers, der mich immer ein bisschen an Tante Urseliese erinnert, war jedenfalls das Suchwort, dem mein nächtlicher Erguss zum Opfer gefallen war, wie ich durch ein bisschen Try ’n‘ Error herausfand. Amir Pirnogrü heißt der. Oder so ähnlich. Ich kann mir doch Namen so schlecht merken.


Nachtrag 12.11.2016: die taz hat am 10.11.2016 vor dem OLG Köln gegen Ken Jebsen gewonnen. Sie darf weiterhin schreiben: „Auch Ken Jebsen, nach antisemitischen Äußerungen beim Sender rbb rausgeflogen …“.

Dem Freitag war schon meine Formulierung „Rauswurf“ zu gefährlich.


Und die Moral von der Geschicht‘: Ken Jebsen hat jetzt ein paar Blogs mehr zu ‚KenFM Rassistischer Zionismus‘. Vielen Dank an alle Reblogger und Unterstützer!


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87 Gedanken zu „„Kritisch. Mutig. Meinungsstark. der Freitag“

  1. Am 20.1.2016 wurde mein Blog KenFM “Rassistischer Zionismus” beim Freitag unveröffentlicht.

    Autsch. Eins ist klar: so lange der „Freitag“ bei diesem Thema kneift, sehe ich keinen guten Grund, das Blatt zu abonnieren oder es zum Abo zu empfehlen.

    Quote of the Day: meinungsstark nicht das selbe wie prinzipienstark.
    JR

    • Hmnuja, ich tät’s ja noch anders quoten: meinungsstark heißt nicht unbedingt auch glaubwürdig.

      Ich geniere mich beinahe, was ich Jakob Augstein schon so alles geglaubt habe.
      Zum Beispiel-> das (anno 2011):

      Liebe dvw,
      unser Ziel ist es, die Grenzen zwischen Redaktion und Lesern einzuebnen. Das Leitbild, wenn ich das mal so sagen darf, ist das vom Nutzer im Netzwerk: Wir sind dann alle Nutzer im Freitag-Netzwerk, mit unterschiedlichen Funktionen und Zugriffsrechten. Aber es gibt keinen grundsätzlichen Unterschied zwischen Leser und Redakteur. Das ist sozusagen die „Philosophie“. Ich halte das immer noch für eine sehr gute und fortschrittliche Idee. …
      Aber es wird hier keine Änderung unserer Praxis mit den Blogs geben. Jeder User kann hier schreiben was er will (in den Grenzen des Vernünftigen :) ), die Redaktion übernimmt die Gestaltung der Seite. Leser sollen dann auch Dossiers erstellen und verwalten können und Lesertexte werden, ebenso wie Redaktionstexte, zu Themenseiten zusammengezogen.

      Wenn noch Fragen sind: Gerne stellen!

      Ihr JA

      und auf meine-> Nachfragen sogar noch-> das:

      Liebe dvw,

      eine Anmerkung zu den AGB und dem Copyright.
      Wir brauchen nur das Recht, das die Texte Online bei uns stehen bleiben können – wenn sie nicht vom Nutzer zurückgezogen werden, also dass niemand plötzlich Geld von uns will, weil sein Text bei uns steht. Wir brauchen darüber hinaus keine weitergehenden Rechte – weil wir vor Printveröffentlichungen eh fragen und dann ja auch Honorar zahlen. Wir werden die AGB spätestens mit dem Relaunch ändern.

      Ihr JA

      Das mit dem stehen-bleiben-können hatte ich auch umgekehrt verstanden und Jakob Augstein lange geglaubt, daß meine und alle Community-Blogs beim Freitag gut aufgehoben sind. Sogar Augsteins ‚A plus tard‘ (anläßlich der Unveröffentlichung des Hallaschka-Blogs) habe ich ihm noch geglaubt.
      War ich wohl gutgläubig.

  2. Sonderbarer wie bemerkenswerter Vorgang. Und nach dem von Hallaschka der 2. Blog, den ich textlich übernommen hatte
    https://marianschraube.wordpress.com/2014/04/21/kenfm-rassistischer-zionismus/
    weil „lesenswert“ bei freitag.de keine Bestandsgarantie hat.
    Die Gründe für diese Unveröffentlichung würden mich dabei weniger als Episode denn als Maßstab interessieren, warum überhaupt in der Blogosphäre bei freitag.de noch veröffentlicht werden sollte.

    • Hallo Marian Schraube, Sie schreiben: „Die Gründe für diese Unveröffentlichung würden mich dabei weniger als Episode denn als Maßstab interessieren, warum überhaupt in der Blogosphäre bei freitag.de noch veröffentlicht werden sollte.

      Für mich hatte – Maßstab für Bloggerei beim Freitag – die Gaudi ein irreparables Loch, als Jan Jasper Kosok in einem Blog von Peter Nowak-> ‚Wider den Diskurs der Kriminalisierung‚ einen Kommentar von-> Christian Füller klandestin und sinnenstellend zu „reparieren“ und das auch noch-> kleinzureden versuchte. In Füllers Kommentar wurden u.a. Peter Nowak und ich von Christian Füller als „Mitläufer und Metöke“ von Kinderfickern etikettiert. Wtf?

      Deswegen ließ auch Kallewirsch, langjähriger und toller FC-Blogger, seinen Account komplett löschen, während ich-> meinen bestehen ließ (um eben kein Loch ins Internet zu reißen und um die Kommentare anderer Blogger zu meinen Beiträgen nicht mitzulöschen), aber dem Freitag seitdem keine Texte mehr anvertraue noch dort kommentiere-> #lasttweet

      Peter Nowaks Account verwandelte sich anläßlich dieses Beitrags über Pädophilie und Pädokriminalität ebenso klandestin von blau (Redaktion) in rot (Blogger) – es ist mir sowieso ein Rätsel, warum er nach Füllers Herrenreiterei überhaupt noch Blogs für lau beim Freitag einstellt, schließlich schreibt er regelmäßig für renommierte Medien wie u.a.-> Telepolis und-> neues deutschland, neben Büchern und seinem eigenen Blog.

      Zu sexualisierter Gewalt gegen Kinder habe ich unerbetene Expertise, ich habe dazu was zu sagen und tat das beim Freitag auch oft und sehr differenziert. Mir war sowohl der Nowak-Blog in seiner Urversion, dessen klandestine Veränderung, die persönlichen Angriffe und Beleidigungen von Christian Füller und dessen Instrumentalisierung von Betroffenen für sein journalistisches Geschäftsmodell wie auch – als letzter Tropfen – das Verhalten der On-Red unerträglich, buchstäblich und über jede Kotzgrenze hinaus.

      Seitdem lese ich auch nur noch gelegentlich beim Freitag mit und bin beinahe jedes Mal unangenehm überrascht, in welchem Maß Freitag und FC auf dem Hund sind.

      Die Zerstörung der Zeit-Community durch die redaktionelle Vernachlässigung im Anschluß an den Relaunch 2009 fand ich schon wirklich übel. Die Zerstörung der Freitag-Community durch Vernachlässigung (durch Augsteins wachsendes Desinteresse, nachdem ihm Freitag/FC hinreichend Meriten eingetragen hatten) und durch die ewige Selbstreferenzialitis der FC fand ich übler und: beide Zerstörungen gleichen sich in erstaunlicher Weise. In beiden Communities glaubt man sich inzwischen öfter mal bei der Jungen Freiheit, Ton und Klima sind ein Desaster, interessante Diskussionen kaum noch möglich und bei beiden Medien spielte die Nichtbetreuung der Community und der Relaunch eine entscheidende Rolle. Besonders für Frauen, geschweige denn, des Feminismus verdächtige Frauen ist Bloggen und Diskussionsteilnahme beim Freitag wie Kauen auf Granit, es sind ja auch immer noch weniger Frauen dort aktiv und etwas ähnliches gilt auch für Homosexuelle.

      Die „Unveröffentlichung“ meines Blogs über das üble KenFM-Video werde ich allerdings nicht ohne Geräusch hinnehmen, deswegen der obige Blog. Ich hatte mir mit der Verschriftlichung des KenFM-Videos eine Menge Arbeit gemacht, die zwar nicht vom Freitag, dafür aber von der Blogosphäre durch reichliche Verlinkung honoriert wurde.

      Gegen das vom Freitag durch „Unveröffentlichung“ ins Internet gerissene Loch kann ich nichts tun (und bin Bitten um Mitteilung der Gründe dafür und fruchtlose Hinterhertelefonierei leid), da die AGB des Freitag die Überlassung aller FC-Blogs auf Treu und Glauben vorsieht.

      Aber: unkommentiert lasse ich das nicht.

  3. Der guten Ordnung halber: den Teaser um „Nicht, wenn Ken Jebsen an seiner Weste putzt, zum Beispiel“ ergänzt und Rächtschreipfeeler beseitigt – weiß auch nicht, warum ich die immer erst nach Blogveröffentlichung sehe…

  4. Nochmal die-> Antilopengang zu Ken Jebsens Versuch der Mundtotmachung und finanziellen Ruinierung:

    „Es belustigt uns, dass ausgerechnet der Typ, der ständig mit den abenteuerlichsten Anschuldigungen und wildesten Theorien gegen politische Gegner schießt, sofort schwerste rechtliche Geschütze auffährt und mit Strafandrohungen um sich wirft, wenn er sich mal selbst betroffen fühlt. Wir sind uns sicher, dass wir als Künstler in unserer Musik die Freiheit haben müssen, zu sagen, was wir sagen möchten, ohne dass direkt irgendein dahergelaufener Otto oder Ken ankommt, der uns inhaltlich beschneiden will und unseren finanziellen Ruin in Kauf nimmt.“

    Das ist eine mutige und kritische Haltung, die ich mir von einem Medium wie Der Freitag auch wünschen würde. Vielmehr stellt sich mir die Frage, was Der Freitag täte, falls mal wer aus der Redaktion ein dickes politisches Brett bohren sollte und mit vermutlich ganz anderem Gegenwind zu rechnen wäre, als anläßlich der Verschriftlichung eines Videos von Ken Jebsen. Würde dann auch möglichst unauffällig gelöscht?

    Aber vermutlich ist Löschen statt Haltung das °irgendwie° am °irgendwie linken° Medium Der Freitag.

  5. Schau schau, Ken Jebsen/KenFM hat sich widerrechtlich einen-> Text von Anne Wizorek und Stefanie Lohaus unter den Nagel gerissen, zu dem nur Vice Nutzungsrechte eingeräumt waren.

    Vice distanziert sich von jeder Weitergabe und von KenFM und Jebsen grundsätzlich.

    Anne Wizorek dazu auf der KenFM-FB-Seite:

    Damit das klar ist: Ich habe niemals mein Einverständnis für diese „Zweitverwertung“ unseres Artikels gegeben – weder für das „Kritische Netzwerk“ noch für Ken.FM, oder andere Plattformen. Der Text war und ist einzig und allein für VICE Deutschland bestimmt! Wenn ich um mein Einverständnis für eine solche Veröffentlichung gebeten worden wäre, hätte ich es Leuten wie euch nämlich *auf keinen Fall* erteilt! Dass hier gar der Eindruck einer Kooperation erweckt werden soll und ich nun gezwungen bin, mich davon distanzieren zu müssen, ist wirklich unfassbar!

    Jebsens Frechheit siegt eben nicht immer und nicht immer im Stillen.

  6. Kallewirsch-> Ken Jebsen murrt – Der Freitag kuscht

    https://dvwelt.wordpress.com/2016/01/22/kritisch-mutig-meinungsstark-der-freitag/

    Das bestärkt mich mal wieder in meiner Entscheidung, nach der nicht kenntlich gemachten Editierung von Artikeln und Kommentaren bei Der Freitag Community meinen Account dort zu löschen. Das ambitionierte Projekt Bürgerjournalismus mit professionellen Journalismus zu verbinden ist eh lange gescheitert. Aber eine Zeitung, die nicht den Mumm hat Jebsen wie die Antilopengang die Stirn zu bieten, ist das Papier und den Server nicht wert.

    #kenfm #kenjebsen #verschwörungstheoretiker #mahnwachler #zensur #unterlassung #bloglöschung #derfreitag #freitagcommunity

    • Hallo und willkommen, Magdalene…;-)…

      Was soll ich denn mit diesem klingbeilenden Epos?

      Schuss aus allen Rohren und der Freitag schläft tief und fest.

      Jakob Augstein und On-Red haben die Community, die sie verdienen.

  7. Mit Entscheidungen, ob falsch oder richtig, nötig oder unnötig, intransparent statt offensiv umzugehen, ist ein Fehler. Diesen scheint der Freitag ein weiteres Mal zu begehen.
    Alberto Moravia sagte mal: „Wo Informationen fehlen, wachsen die Gerüchte.“ Und er formulierte zudem, dies passt auch zu Jebsen: „Alles auf dieser Welt kann man rückgängig machen, nur nicht das Wissen“.

      • Liebe Magda, nix für ungut, aber mich interessieren die Epen der Klingbeils, Eberts, Mopperkopps nicht.

        Wie schon gesagt: Jakob Augstein hat die Community, die er sich so und nicht anders eingerichtet hat und die er verdient.

        Sie verdient er nicht, aber das wissen Sie ja selbst…;-)…

  8. Mal am Rande; womit verdient sich der Jebsen jetzt seine Brötchen? Der Elsässer z.B. schreibt komische Bücher, die im Kopp-Verlag veröffentlicht werden. Der, nochmal am Rande, in der ADAC-Zeitung Werbung schaltet.

    • Das ist eine interessante Frage, die man auf Bachmann, Festerling, Dittmer, … und die *gida, auf Götz Kubitschek und seine weitreichende Netzwerkerei, auf Andreas Popp und ‚Wissensmanufaktur‘, auf den 3.Weg, die Identitären, auf x Plattformen von pi abwärts usw.usf. erweitern sollte: wer finanziert das eigentlich?

      Ich kann nämlich nicht glauben, daß die Nutzer-Spenden-Scherflein Ken Jebsens öffentliche Auftritte, Videoproduktionen, x Mitarbeiter, Reisekosten, Honorare für Interviews und Nutzungsrechte, Anwaltsrechnungen und Gerichtskosten decken. Ich kann auch bei Jürgen Elsässer nicht glauben, daß die Buch-Verkäufe den Finanzbedarf von Compact-Magazin und -TV decken. Ebensowenig, daß die Buchverkäufe des Antaios-Verlages ein Rittergut, eine vielköpfige Familie, Reisekosten, Kongresse und das gesamte rechtsradikal-intellektuelle Netzwerking von Götz Kubitschek finanzieren. Die virtuellen und öffentlichen Auftritte von Identitären und 3.Weg erscheinen mir ebenfalls als zu professionell, als daß sie von ihren paar Mitgliedern bezahlt würden.

      Hinter der ‚Neuen Rechten‘ steckt viel Geld. Wäre eine sehr schöne Aufgabe fürs Investigativ-Ressort aller großen Medien, sich um Aufklärung zu bemühen, von wem dieses viele Geld eigentlich kommt.

  9. Bei Jebsens Auswurf zur „Deutsch-israelischen Freundschaft“ muss man sich die Mühe der Transkription nicht antun, der Text steht-> unter dem Video

    Einige Zitate:

    „Der Stunde Null waren Jahre von menschlichen Nullen vorausgegangen. Das Land der Dichter und Denker hatte es in nur 13 Jahren Naziherrschaft fertig bekommen, vollständig gehirngewaschen die eigene Katastrophe vorzubereiten und dabei ohne mit der Wimper zu zucken Millionen Menschen auf Befehl von oben industriell quasi nach den Maßgaben der Planwirtschaft zu ermorden.

    „Führer befiehl, wir folgen“ war mehr als ein Befehl. Es war die Null und Eins im Zentralrechner des deutschen Kollektivbewusstseins, in der Adolf Hitler das Unterbewusstsein verkörperte, den Chefprogrammierer …
    Eine ähnliche wahnhafte Kombination zwischen Staat und Regierung erleben wir heute in Israel. Das Land ist nicht auf dem Weg in ein faschistoides Land, es hat diese Grenze seit langem überschritten … Israel 2012 und Deutschland 1939 haben mehr gemeinsam, als der Welt recht sein kann und vor allem die Deutschen wahr haben wollen

    Wer jetzt darauf schließt, diese Entwicklung käme von ungefähr, irrt gewaltig. Zionismus ist im Kern eine Ideologie, die der der Herrenrasse verdammt ähnlich ist. Beide Ideologien gehen und gingen davon aus, man selber würde den Übermenschen darstellen, der das von Gott gegebene Recht besäße, sich über die Restmenschen zu erheben um diese zu beherrschen.

    Das auserwählte Volk ist die andere Seite einer Medaille, der in Nazideutschland die Aufschrift Herrenrasse eingraviert war. Heil Hitler und Heiliges Land sind primitive Blut- und Boden-Betriebssysteme. Sie laufen am effektivsten auf Rechnern mit rechts drehenden Festplatten.“

    Jeder kann und darf die israelische Politik kritisieren, ohne des Antisemitismus verdächtig zu sein. Wenn er sich an belegbare Fakten hält. Wenn dennoch auf sachlich richtige Darstellungen der Vorwurf des Antisemitismus kommen sollte, kann man das begründet zurückweisen oder getrost ignorieren.
    … Jebsen kann das nicht.

    Etwas außerhalb des Themas – wer den Hassprediger in triefender Höchstform „genießen“ möchte, sollte seine-> „Klarstellung zu den Friedensmahnwachen“ lesen,
    insbesondere seine Suada gegen Jutta Ditfurth:

    „Jutta und Joseph (Goebbels – mistaknista) arbeiten nach dem selben Muster, wobei Jutta Joseph 1:1 kopiert.
    Diese NAZI-Mechanik der totalen Verhöhnung dient der Entmenschlichung des politischen Gegners. Die „linke“ (?!) Jutta D. ist so braun wie ihr Haupthaar. Ihre Triebfeder ist Neid, denn mit dem Erfolg andere Linker kann sie nicht umgehen. Jutta D. ist im Kern tief kapitalistisch, ihr Lebensabschnittsbegleiter griff in der Startphase der Grünen auch schon mal ganz gern in die Parteikasse. Doch das flog auf.

    Wer sich heute die Leute ansieht, die mit Jutta damals die Grünen erdachten, stellt fest, dass alle dick im Geschäft sind. Nur nicht Jutta. Die ist nur dick …“

    Wer solche beKENnenden Friedensfreunde wie Jebsen hat …

    (Ich habe mir erlaubt, diesen Kommentar zu moderieren. Ich habe die links hinter-> Worte gelegt, die Zitate durch Blockquote verdeutlicht und eine als Beleidigung interpretierbare Ziffer gelöscht. dame.von.welt 25.1.2016 11h45.)

    • Er sagt auch: „In Israel gibt es keine echte Pressefreiheit. Jeder Zeitung, jedem Radio oder jedem TV-Sender kann ohne Angabe von Gründen von heute auf morgen die Lizenz entzogen werden.
      Jeder Artikel, jeder Bericht, jedes Interview wird von der Pressezensur des Militärs dahingehend geprüft, ob nicht irgendein Staatsgeheimnis freiwillig oder unfreiwillig preisgegeben wird.“

    • Genova68,
      haben Sie eine Telefonnummer von Jakob Augstein oder treffen Sie ihn öfter mal auf ein abendliches Getränk? Ich nicht.

      Ich habe aber die Online-Redaktion des Freitag schriftlich und mündlich gefragt, warum genau mein Blog verschwunden ist. Mir wurde für vergangenen Donnerstag (21.1.) ein Rückruf oder eine Email versprochen. Bis heute ist nichts passiert. Ich hatte der On-Red eine Email geschrieben und insgesamt, ich glaube, 9 Mal dort angerufen, bis auf ein Mal erfolglos. Das sollte eigentlich reichen, um meine grundsätzliche Kooperationsbereitschaft zu verdeutlichen, me thinks.

      Es ist und bleibt mir nämlich ein Rätsel, warum Der Freitag nicht mit der Blogosphäre kooperiert und Jebsen einen Shitstorm und Streisand-Effekt erster Ordnung serviert. Durch den intransparenten und auf der persönlichen Ebene lausigen Umgang mit der hauseigenen und der exilierten Blogosphäre aber verliert der Freitag auch noch die letzte Loyalität und Solidarität. Das ist Kritik an Jakob Augstein, nicht an der chronisch überlasteten Online-Redaktion. Für die waren mal 5 Stellen geplant, die Realität: eineinhalb, für alles.

      Ich halte das für hausgemacht, kurzsichtig, arrogant und dumm. Jakob Augstein war mal anders angetreten mit dem Freitag und der grundsätzlichen Gleichwertigkeit und Verschränkung von redaktionellen und blogossphärischen Texten. Mir bleibt der Eindruck übrig, daß die Freitag-Community ihre Schuldigkeit für Augsteins Reputation getan hat und inzwischen als primär teuer und lästig betrachtet wird.

      • Danke.

        Sie haben ein anderes Verhältnis zum Freitag. Ich habe die Community nur einmal kurz ins Auge genommen, da fielen mir die vielen Mahnwachenfreunde auf. Solche dummen Leute lese ich nicht auf Dauer. Dann bin ich da rausgeflogen. Ich lese den Freitag online einmal pro Woche bzw. suche mir da ein, zwei interessante Artikel raus.

        Aber bleiben Sie dran! Dass Jebsen da so eingreifen kann, ist unglaublich. Und die Hierarchien, dass Sie da nicht durchdringen, ist ebenso unmöglich. Augstein als Kaiser.

        Ich finde nur, wenn ich das pr-technisch sagen darf, dass Ihr Anliegen besser ins Auge springen muss. Überschrift: „Kontrolliert der Antisemit Ken Jebsen den Freitag?“

        Danach in drei klaren Sätzen das Geschehene berichten. Das wird dann auch mehr verlinkt. Ich würde Ihren Fall gerne verlinken, müsste mir aber erst die Arbeit machen, das alles zu beschreiben. Und vor allem die Frage zu klären, was Augstein dazu sagt. Das, was Sie gerade in Ihrer Antwort geschrieben haben, muss in den Artikel ganz obenrein.

        • Zum umpteenthten Mal: ich nenne niemanden! Antisemit! Ich kenne Jebsen nicht und kann mir über ihn als Person kein Urteil erlauben – noch habe ich größere Lust, mich seinen geldstrafenbewehrten Weiße-Weste-Ertrotzungen selbst oder durch andere auf dem Präsentierteller zu servieren. Ich kann Aussagen treffen über die antisemitischen Stereotype, die er öffentlich verlautbart hat.

          Wenn Ihnen das ein Anliegen ist, kopieren Sie gern die Verschriftlichung von KenFM ‚Rassistischer Zionismus‘ in Blogs Ihrer Wahl. Das ist der erste Teil (bis zur Doppellinie) dieses-> Blogs.

          Was Augstein sagt/nicht sagt, halte ich für im Moment untergeordnet wichtig.

          Viel wichtiger ist, daß Jebsen mit seiner üblen Masche der Beschneidung der Presse- und Meinungsfreiheit und der versuchten Zerstörung der Vernetzung im Internet nicht durchkommt.

          • Sie nennen niemanden Antisemit? Weil er Sie verklagen könnte? Hm.

            Was Augstein zu dem Fall sagt, ist extrem wichtig. Er ist es ja wohl, der dort das Sagen hat. Es geht nicht um Jebsen. Demagogen gibt es immer. Es geht um die, die ihm hinterherrennen bwz. ihn gewähren lassen, wie offenbar der Freitag, wenn er nun Ihren Artikel aus dem Netz genommen hat.

            Der Versuch der Zerstörung der Vernetzung im Internet gelingt nur, wenn der Freitag nachgibt.

            So sehr ich Ihre Haltungen teile, aber manchmal habe ich das Gefühl, Sie sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht.

          • @Genova68
            Sie fragen: „Sie nennen niemanden Antisemit? Weil er Sie verklagen könnte? Hm.

            Nein, sondern vor allem deswegen, weil ich mir über die Person Jebsen oder über sonst irgendjemanden, den ich nicht persönlich und gut kenne, kein solches oder anderes Urteil erlauben kann. Ich versuche ganz grundsätzlich, Etikettierungen zu vermeiden.

            Begreifen Sie den Unterschied zwischen ‚xy schreibt Scheiße‘ und ‚xy ist Scheiße‘? Oder zwischen ‚yx schreibt göttlich‘ und ‚yx ist Gott‘?

            Das auch zum Wald, den Bäumen und dem sich darin verirren.

            Es ist Ihre Entscheidung, was Ihnen wozu wichtig ist und ob und wenn ja, was Sie dazu schreiben. Ebenso ist das auch bei mir: solange ich nicht ganz genau weiß, warum der Freitag vor Jebsen eingeknickt ist, schenke ich mir Spekulationen darüber.

          • Nachsatz @Genova

            Sie finden: „Was Augstein zu dem Fall sagt, ist extrem wichtig. Er ist es ja wohl, der dort das Sagen hat.

            Augstein sagt zu dem Fall im Moment offensichtlich nichts Öffentliches. Das ist nicht schön und dazu kann ich auch eine Meinung haben, aber ich weiß nicht, warum er nichts sagt.

            Es könnte (<-Konjunktiv) zum Beispiel sein, daß mit Jebsens Abmahnerei/Unterlassungserklärungsforderei auch eine Art Verschwiegenheitsklausel verbunden ist, deren Bruch extrem teuer sein könnte.

            Wenn ich spekulieren würde, dann noch am ehesten in die Richtung, daß sich Augsteins Anwälte und Jebsens Anwälte im Moment wahrscheinlich ziemlich oft schreiben.

  10. Ich möchte gern einen Punkt aus dem-> Blog beim Freitag aufgreifen, aus einem Kommentarwechsel zwischen-> Marian Schraube und SuzieQ ff.:

    Marian Schraube:

    Ob jemand Antisemit IST, ist eine Wertungsfrage, die weit über die hinausgeht, einen Text als antisemitischen Stereotypen zu entdecken.

    SuzieQ:

    Nö. Ein Antisemit lebt diesen Antisemitismus.

    Es ist ein inhaltlicher wie auch juristisch relevanter Riesenunterschied, ob ich über jemanden öffentlich meine, daß er Scheiße schreibt oder daß er Scheiße ist.

    Ich kenne Ken Jebsen nicht persönlich (und hoffe, daß das auch in Zukunft so bleibt). Allein schon deswegen kann ich mir kein Urteil darüber erlauben, ob er Antisemit ist oder nicht. Ich kann aber anhand seiner Texte nachweisen, daß er antisemitische Stereotype ohne Ende kolportiert. Nicht mehr, nicht weniger habe ich bei der Verschriftlichung von ‚KenFM Zionistischer Rassismus‘ getan.

    Weswegen es mir auch ein stinkendes Rätsel ist, wie Jebsen mit der Reklamierung (mutmaßlich) seiner Persönlichkeitsrechte erfolgreich sein und mein Blog beim Freitag „unveröffentlicht“ werden konnte. Ich habe mich nicht über seine Person geäußert, sondern über das, was Ken Jebsen öffentlicht verlautbart hat. Darüberhinaus habe ich in den Kommentaren jedem widersprochen, der behauptete oder mir die Behauptung unterschieben wollte, Jebsen sei Antisemit.

    Bemerkenswert daran ist aber noch etwas anderes: es ist überhaupt gar nicht verboten oder gar strafbar, Antisemit zu sein. Verboten und strafbar sind Volksverhetzung (dazu nötig: Gefährdung der inneren Sicherheit) und Holocaustleugnung. Nicht aber Antisemitismus.

    Es ist wesentlich verbotener und strafbarer, jemanden … Antisemit zu nennen.
    Man könnte das auch als gerichtlichen Ditfurth-Elsässer-Kurzschluß bezeichnen, der hoffentlich bald vom Bundesverfassungsgericht korrigiert wird. Ich kann Jutta Ditfurth nicht leiden, seit sie mal in meiner Nachbarschaft anläßlich des 1. Mai zu Gewalt aufrief. Gegenüber Elsässer und seinen öffentlichen Auftritten aber ist Solidarität mit ihr geradezu Pflicht.

    Falls jemand für den Prozess spenden möchte:
    Kontoinhaberin: ÖkoLinX-Antirassistische Liste
    Verwendungszweck: »Elsässer-Prozess«
    IBAN: DE40500100600717720600
    BIC: PBNKDEFF
    Bank: Postbank Frankfurt/Main
    Kto.-Nr.: 717720600
    BLZ: 50010060

    Falls jemand den Verlauf anhand der beiden Münchner Urteile, Medienberichten, Antisemitismusforschung etc. nochmal nachlesen möchte-> NEWS No. 48 vom 10.11.2015: Warum ich vor das Bundesverfassungsgericht gehe. Zur Verfassungsbeschwerde im Antisemitismus-Prozess(Elsässer ./. Ditfurth)

  11. Repost, https://www.freitag.de/autoren/suzieq/zu-einigen-meldungen#1453890352584381:
    Nicht völlig überflüssig erscheint, an den Beschluss des BVerfG vom 17. September 2012 – 1 BvR 2979/10 zu erinnern: Unterscheidung zw. Meinung u. Tatsachenbehauptung, was ist „Schmähung“ uam.

    https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2012/09/rk20120917_1bvr297910.html

    Zweifellos ist der nunmehr unveröffentlichte Blog von DvW eine sorgfältig begründete Meinungsäußerung, die sich am Text orientiert und sicher nicht irgendeine Herabwürdigung darstellt.

    Im Bewusstsein dieser nicht nur rechtlichen, sondern selbstverständlich auch politischen Maßgaben (iSv. welchen Popanz wer zur nachträglichen Erlangung einer vermeintlich blütenreinen Weste aufbaut u. damit durchkommt) ist die Unveröffentlichung umso schmerzhafter und unverständlicher – lässt sich doch augenscheinlich das Meinungsmedium der Freitag eben diese ausdrücklich geschützte u. vom Presseprivileg verstärkte Grundfreiheit vom Brot nehmen.

    Wie sollen sich da künftig BloggerInnen verhalten?

  12. Ich kenne Ken Jebsen nicht persönlich (und hoffe, daß das auch in Zukunft so bleibt). Allein schon deswegen kann ich mir kein Urteil darüber erlauben, ob er Antisemit ist oder nicht.

    Was ist das denn für eine absurde Definition? Wenn Jebsen eine Stunde lang haufenweise Antisemitismen produziert, dann ist er einer. Ob er da vielleicht ausgerastet ist und ihm das eine Stunde später leid tat, er aber aufgrund seines Narzissmus nicht in der Lage ist, das zuzugeben, könnte man in einem psychologischen Seminar erörtern, aber nicht in der politischen Sphäre. Und selbst wenn Sie ihn kennen würden: Welchen Unterschied machte das im Vergleich zum geschriebenen oder gesprochenen Wort?

    Es ist ein inhaltlicher wie auch juristisch relevanter Riesenunterschied, ob ich über jemanden öffentlich meine, daß er Scheiße schreibt oder daß er Scheiße ist.

    Schlimmstensfalls kriegen Sie eine Unterlassungserklärung.

    Davon abgesehen könnte man zwischen einem glühenden und einem strukturellen und einem berechnenden Antisemiten unterscheiden. Das ist übrigens das Problem der Ditfurthschen Formulierung gegenüber Elsässer. Der ist kein glühender Antisemit, sondern ein berechnender.

    Wie stehen Sie denn zu dem Gerichtsurteil gegen Ditfurth? Sie kennt Elsässer aus völlig anderen Zusammenhängen, in denen er sich nicht antisemitisch geäußert hat und nennt ihn nun einen glühenden Antisemiten? Also einen durch und durch fantatisch überzeugten?

    Bei Jebsen kann ich mir in Bezug auf seine Antisemitismuseinteilung kein Bild machen, aber wer eine Stunde lang (und darüber hinaus mehr) sich antisemitisch äußert, den nenne ich natürlich Antisemit.

    Irgendwie ehrt Sie Ihr Verhalten, aber fürs Politische sind Sie dann nicht geeignet.

    • Ich klink mich mal kurz ein… denn es geht weitläufig um Kommunikation, und die Regeln dazu gelten in jedem persönlichen, sprich privaten Bereich ebenso wie außerhalb:
      ich kritisiere niemals die Person, ich kritisiere, wenn überhaupt, das Verhalten einer Person. Und da ist der himmelweite Unterschied. Den scheint allerdings beim Thema ‚Blog depublizieren‘ auch niemand auch nur annähernd zu erkennen geschweige denn zu respektieren noch akzeptieren zu können.
      Die Verwechslung Person: ihr Verhalten ist allerdings weit verbreitet und führt zu ‚persönlich nehmen‘, wo das genau ausgeschlossen wird.

      • Wenn du das Verhalten einer Person kritisierst, dann kritisierst du die Person. Es geht gar nicht anders, denn das Verhalten einer Person ist konstitutiver Bestandteil der Person. Der Mensch ist nicht durch sein Sein, sondern durch sein Verhalten.

        „Ich kritisiere dich“ und „Ich kritisiere dein Verhalten“ ist dasselbe und kein himmelweiter Unterschied. Von mir aus könnte man sagen „Ich kritisiere dich, weil du dich so verhältst“. Das ist aber ein lediglich rhetorischer Unterschied.

        Das bedeutet nicht, dass sich das Verhalten und somit die Person nicht ändern können.

        • Die Person/Persönlichkeit ist, wie sie ist, sie zu verändern liegt, wenn, denn, allein in der Person selbst.
          Das Verhalten einer Person ist ihr Verhalten, das kann kritisiert, reflektiert, verändert gestaltet werden.
          In einer Konfliktsituation ist es sinnvoll, sich genau auf diesen Unterschied zu besinnen.
          Wenn diese Grenze gewahrt bleibt, dann braucht sich niemand persönlich angegriffen zu fühlen, dann verhärten keine Fronten, dann sind Dissens wie Konsens machbar.

        • “Ich kritisiere dich” und “Ich kritisiere dein Verhalten” ist dasselbe und kein himmelweiter Unterschied.

          Es geht bei dem Unterschied zwischen Antisemiten-Etikett (Person) und sauber herausgearbeiteten Antisemitismen (Verhalten) aber gar nicht um ‚Ich kritisiere‘, sondern um ‚Du bist‘.

          Das IST ein himmelweiter Unterschied.

    • Sie glauben: „Irgendwie ehrt Sie Ihr Verhalten, aber fürs Politische sind Sie dann nicht geeignet.

      Das sagte schon meine Oma zu mir…;-)… „Laß mir bloß die Finger von der Politik, mein Kind. Politik ist ein ganz übles und schmutziges Geschäft.‘

      Immerhin bin ich nicht ganz so fix mit der Verwischung von ‚Erwischthaben‘ und ‚Verurteiltsein‘ und in der Folge mit ‚Abschieben‘ wie Sie, lieber Genova. Sind Sie einverstanden, wenn ich Sie ab jetzt ‚abschiebegeiler Opportunist‘ nenne? Statt Ihnen auch weiter zugute zu halten, daß Sie sich in Ihrem Blog bloß in eine Ecke argumentiert haben, aus der Sie nicht mehr rauskommen, sonst aber ein begnadeter Fotograf und Architekturbeobachter sind und meistens auch ein guter Denker?

      Sie fragen: „Wie stehen Sie denn zu dem Gerichtsurteil gegen Ditfurth?

      Aus welchem Grund, glauben Sie, verlinke ich wohl die Spendenkontonummer 2 Kommentare über dem Ihren? Die beiden Urteile sind ein Skandal. Nicht nur, weil Ditfurths Recht auf Meinungsfreiheit zu den Äußerungen und Handlungen einer öffentlichen Person wie Elsässer beschnitten wurde, sondern und vor allem, weil für gleich zwei Gerichte in München Antisemitismus einen unmittelbaren Bezug zum 3. Reich und zur Shoa zu haben hat. #kopfschüttel

      Auch ich hätte jedes Recht, Jebsen einen Antisemiten zu nennen. Das wäre keine Schmähkritik aka falsche Tatsachenbehauptung, weil ich sie in der Verschriftlichung des Videos bestens begründen habe. Aber: erstens etikettiere ich möglichst niemanden, zweitens steht nirgendwo geschrieben, daß ich jedes Recht auch bis zum get-no ausreizen muß und drittens wird meinem Anliegen, daß nämlich jeder wissen kann, was ersiees an Antisemitismen bei Jebsen mitkauft, auch ohne Antisemiten-Etikettierung Genüge getan. Und: der Leser der Verschriftlichung darf sich über Ken Jebsen sogar noch seinen eigenen Teil denken. Unbetreutes Denken soll ja eine gute Übung für noch mehr unbetreutes Denken sein.

  13. Eine kleine Klarstellung, auch an Sie Genova, die mich Denkarbeit gekostet hat, seitdem DvW mir ihre Unterscheidung erstmals mitteilte: Es liegt nahe, eine (beliebige) Person mit dem Inhalt ihrer Rede zu identifizieren und zu charakterisieren. Dem steht diametral entgegen die (nicht nur gespielte) Empörung etwa von -iga-Gängern bei derartiger Zuschreibung, weil „sie Rassisten oder Antisemiten applaudieren oder ihnen folgen“. Das ad personam geführte Argument führt nicht nur zur Solidarisierung, sondern zur Verstärkung insofern, als dann sogar völlig irrationale Äußerungen diese „solidarische Gruppe“ nicht mehr stören.
    Das ganz erstaunliche aber dabei ist, dass dann sogar historisch belegte und in ihrer Konsequenz bekannte Äußerungen wie die aus dem Vorwort von Mein Kampf erst gar nicht mehr erwogen werden, wie sie etwa jener von Jebsen als Zeuge zur Krim herangezogene Ewald Stadler („die EU ist eine Verschwörung der Freimaurer“) im Vokabular führt.
    Diese Ignoranz, die vom Solidareffekt überspielt wird, ist die des durchschnittlichen Mitläufers ganz im Sinne westlicher Entnazifizierung. Zwar seinerzeit dann ohne Sanktionen davon gekommen, tatsächlich aber genau die Dispositionsmasse, die sich nun wieder andient.
    Mit dem Argument ad personsam aber wird dieses Mitlaufen weder unter- noch überwunden. Sondern es wäre verstärkt die Frage zu stellen, ob „man“ sich im Klaren sei, wie uralt die ausgedrückten Vorurteile (s. zB. zu Verschwörungstheorien Wippermann, Agenten des Bösen) sind, die allenfalls im neuen Kleid daher kommen.
    Diese Sisyphos-Arbeit scheuen freilich die Meisten, ja sie sind nicht einmal mehr bereit, sich televisiv mit diesem Gegner zu konfrontieren, wie die SWR-Pleite demonstriert. Das Epitheton als ultinatives Argument, das zeigt die Radikalisierung, taugt aber nicht – alleine die letzten 14 Monate sollten das verdeutlicht haben.

    • SuzieQ ist toll!

      Derweil habe ich ein bißchen herumgesucht, nachdem 7 von 10 in meinem unveröffentlichen Blog verlinkten FC-Blogs ebenfalls verschwunden sind:

      -> Montagsverschwörung – Heil Dir Querfront! (Blog und Autor verschwunden)
      -> Wunderlicher Frühling (Blog verschwunden, Account selbst aufgegeben)
      -> Showdown der Friedensfreunde (mit ein paar Körnchen Salz zu lesen) (Blog und Autor verschwunden)
      -> rechte Friedensbewegung AfD PdV & Holocaust (Blog und Autor verschwunden)
      -> Montagsdemos – Brauner Sumpf vereint? (Blog und Autor verschwunden)
      -> Wir sind Helden! (Blog verschwunden, Account selbst aufgegeben)
      -> Friedensdemo sorgt für Unfrieden (Blog und Autor verschwunden)
      Gegen den unter seinem Klarnamen schreibenden Blogautor Andreas Hallaschka (Chefredakteur von Merian und Jahreszeitenverlag) wurde kurz nach Erscheinen des Blogs ein übles Drohvideo bei YouTube eingestellt, etwas später wurden seine geschäftliche Telefon- und Faxnummer und seine Geschäftsadresse beim Freitag in seinem Blog veröffentlicht, wo sie mehr als 14 Stunden stehen blieben. Das Video wurde via Facebook und auf Nazi-Portalen weiter verbreitet und zu seiner „Festhaltung“ aufgerufen. Sein Auto wurde in der Nacht zum 23.4. demoliert, und der Staatsschutz eingeschaltet. Der Blog selbst wurde am 24.4. von der Online-Redaktion des Freitag nach telefonischer Beschwerde einer der Veranstalter der Hamburger Mahnwache, Robin Güldenpfennig, unveröffentlicht, der möchte den Blogautor auch verklagen. Unveröffentlich wegen angeblich fehlender Quellen, Andreas Hallaschka wurde von einem Mitglied der On-Red als Herr Hallschacka angeschrieben und äußerst unprofessionell angepampt, woraufhin er seinen Account löschte. Der Blog war gut geschrieben und sauber recherchiert, er wurde bei-> rivva und beim-> Störungsmelder von Zeit Online verlinkt (links, die jetzt ins Nirvana gehen), bei-> Marian Schraube ist er ganz zu lesen. Empfehlenswert im Zusammenhang des Umgangs mit mit juristischen Konsequenzen drohenden Wahnmachern ist die Erfahrung von Marian Schraube damit-> Demokratie wagen.

      • Issinich, nur hartnäckig ;o)
        genau, e2m, ich lass nicht locker.

        -> Montagsverschwörung – Heil Dir Querfront! (Blog und Autor verschwunden)
        -> rechte Friedensbewegung AfD PdV & Holocaust (Blog und Autor verschwunden)
        -> Montagsdemos – Brauner Sumpf vereint? (Blog und Autor verschwunden)
        SQ: diese 3 blogs sind von einem Autor. Ich kann nicht ermitteln, ob er bei der Abmeldung die blogs ‚mitgenommen‘ hat oder ob sie depubliziert wurden und er sich danach löschte. Oder ob er mitsamt blogs gelöscht wurde…

        -> Wunderlicher Frühling (Blog verschwunden, Account selbst aufgegeben)
        +
        -> Wir sind Helden! (Blog verschwunden, Account selbst aufgegeben)
        SQ: yep. Er ist fort. Sie ist neu wieder da, schrieb bisher nur Kommentare auf ein blog als dF-Autorin, nicht als dFC-Autorin.

        -> Showdown der Friedensfreunde (mit ein paar Körnchen Salz zu lesen) (Blog und Autor verschwunden)
        no. Das blog ist weg, er war heute noch aktiv.

        -> Friedensdemo sorgt für Unfrieden (Blog und Autor verschwunden)
        Das war der Anfang?! Ich bin zum blog °wir wollen eine Stadt bauen° erst wieder dazu gekommen. LG

        • Issewohl. Und hartnäckig…;-)…

          Wie ich mich kenne, habe ich die Blogs nach deren Erscheinungsdatum von unten aufsteigend in die Infoleiste gesetzt (im Kommentar oben allerdings die Reihenfolge geändert), demnach wäre der Hallaschkablog der zeitlich vierte gewesen und in der Tat der erste, der Abmahn-/Klagedrohungen zum Opfer fiel. Klaus Ehrlich und ‚männlicherlinker‘ hatte ich neulich erfolglos über die dF-Autorensuche gesucht, weil mir beide nicks nix sagten.

          Wie auch immer: keine Gewähr.

  14. von User-Bekannten, deren Mail-Addi +andere Angaben ich nach meinem katastrophalem HD-Crash nicht mehr habe, dementsprechend von ein paar Rundmails, die ich nicht schreiben kann und ein paar Dingen mehr.

    • wollte sagen, es gibt da einen ganz bestimmten User, der registriert, aber lange nicht mehr eingeloggt, ist, also der, der würd mir fürs Erste reichen, wenn er unterschreibt; nachts träum ich von was anderem, For sure.
      Danke für Ihre Antwort/Träume.

  15. Ich möchte – abschließend – auf einen Kommentar von-> ed2m in SuzieQs Blog eingehen:

    Der Verweis auf die AGB ist so richtig wie erwartbar. Der Unterschied zu Löschungen, die die Red. aus eigenem Antrieb bewirkt hat: In ihnen waren und sind neben der Ahndung von Verstössen gg. elementare Verhaltensregeln auch die Bemühungen erkennbar, die Lesbarkeit einer gemässigt linken Plattform zu erhalten. So etwas nennt sich Blattlinie, wofür ich in Ansehung einer „Community“ vor Jahren schallendes Gelächter erntete.

    Die jetzige Situation ist eine grundsätzlich andere. Hier wird von außen der Versuch unternommen, den über Jahre gepflegten kritischen Blick auf das Zeitgeschehen und seine Akteure extern zu unterbinden. Wenngleich dafür der Verlag in Haftung genommen ist, wird das nicht ohne Auswirkung auf die Blogosphäre bleiben. Das Ansinnen eines Akteurs, in einer bestimmten Weise (nicht) thematsiert zu werden, wäre nämlich ein Gebot pars pro toto, beispielgebend. Wie aber soll sich die Blogosphäre verhalten, wenn darüber, was (nicht) geht, völlige Ungewissheit herrscht? Das ist angesichts des Umstands, dass BloggerInnen weiterhin zum redaktionellen Teil von der Freitag und freitag.de beitragen (sollen) ein immanenter (Wertungs)Widerspruch.

    Und was, wenn politische Situationselastik und Harmlosigkeit längst Blattlinie von Der Freitag ist und das schon vor geraumer Zeit Auswirkungen auf die Freitag-Blogosphäre genommen hat?

    Man gönnt sich bei Der Freitag die Militarismen eines Jürgen Busche, die Missionen eines Christian Füller und den Learning-by-doing-Journalismus eines Felix Werdermann. Wo ist bloß Georg Seeßlen? Ein Wolfgang Wippermann und eine Hatice Akyün machen noch keinen klugen Sommer. Wo ist man bloß gelandet, wenn man über den späten Wegfall der chefredaktionellen Weinerlichkeiten einer Jana Hensel schon fast dankbar wird, wären da nicht die chefredaktionellen Ergüsse (-> auch in harmlos-kollegial beim Cicero) eines Michael Angele?

    Die meisten der interessanten Freitag-Blogger sind sowieso längst woanders (freiwillig oder nicht) und der verbliebene Rest bespiegelt vor allem den eigenen Bauchnabel, erregt sich über Kopftücher, verachtet beinahe unwidersprochen Frauen und Homosexuelle, giftet sich gegenseitig und mit unverhältnismäßigen Mitteln über Äquivalente zur Zahl der Engel auf der Nadelspitze an. Mission accomplished, die Freitag-Community kann ohne größere Verluste geschlossen werden.

    Daß der FC jederzeit begründungslos ihr virtuelles Wohnzimmer entzogen werden kann, steht ebenfalls in den Freitag-AGB, nicht weit entfernt von den begründungslosen Löschungen und Sperrungen und der Sakrosanktheit (ist das ein Wort?) der Entscheidungen von Löffler und Kosok.

    Jakob Augstein wird sich zu keinem zweiten ‚A plus tard‘ herbeilassen.

    Ihre moralischen Appelle werden nichts nützen. Auch, weil die Mehrheit der FC so windelweich im Kopf ist, daß sie keinen Anlaß zum Anschluß sieht (außer, man kann noch ein bißchen nachtreten).

    Freitag/FC ist ein für mich lost cause und ich war scheißfroh, daß mir das ganze Galama inzwischen so weit weggerückt war. Mich nervt im Moment vor allem – neben der Zerstörung des Netzes durch Löschung – daß mir 6 Jahre meiner Zeitverschwendung im Glauben an die gesammelten hohlen Augstein-Versprechungen durch die von Ken Jebsen bestellten Löschungen wieder so nahe gerückt wurden.

    Weg mit Schaden!

    • Vielleicht äußert sich JA nur zZ nicht ———————–

      Community-Redaktion 01.02.2016 | 15:28

      Liebe Community,

      euer Unmut ist verständlich. Dennoch: Der Freitag haftet für die Beiträge und befindet sich in einem rechtlichen Verfahren. Dazu gehört auch, dass der Freitag nicht an Dritte weitergeben kann, worum es im einzelnen in den Unterlassungen geht. Es handelt sich um Interna, die auch in Absprache mit Chefredaktion und Geschäftsführung intern bleiben müssen. Das mag subjektiv unbefriedigend erscheinen, ist aber der Situation geschuldet. Was wir lediglich sagen können, ist das bereits bekannte: Wegen Unterlassungserklärungen mussten bestimmte Inhalte von freitag.de entfernt werden.

      Mit der Bitte um Verständnis grüßen herzlich

      die Onliner

      dies – abschließend – mit LG, SQ

    • Anwurf der „Moral“?

      Bitte?
      Nicht Anwurf, Fakt. Sorry about.

      Der Freitag hat das AGB-verbriefte Recht, zu handeln, wie dort gehandelt wurde, wird und vermutlich weiterhin werden wird. Vor dem Hintergrund von Augsteins Versprechungen ist das zweifellos moralisch verwerflich. Ich kann allerdings nicht mehr glauben, daß Verstand, Vorschläge, Loyalität ohne Ende, Laufzettel, offene Briefe, Appelle, reden-müssen bei Der Freitag etwas ändern wird und mit ’nuff said‘ war Augstein stilbildend, nicht ich.

      Ich danke Ihnen, SuzieQ, JR und anderen sehr für Ihre Unterstützung, das war persönlich wohltuend. Aber ich bin beim Freitag raus. Seit mehr als einem halben Jahr, aus Gründen. Ich sehe keinen Anlaß oder gar Grund, warum Sie sich davon verschnupft fühlen müßten, daß ich den Fakt erwähne, es handele sich um rein moralische Appelle.

      Inzwischen gibt es ja auch schon eine Stellungnahme der Online-Redaktion, 13 Tage nach Löschung:

      Liebe Community,

      euer Unmut ist verständlich. Dennoch: Der Freitag haftet für die Beiträge und befindet sich in einem rechtlichen Verfahren. Dazu gehört auch, dass der Freitag nicht an Dritte weitergeben kann, worum es im einzelnen in den Unterlassungen geht. Es handelt sich um Interna, die auch in Absprache mit Chefredaktion und Geschäftsführung intern bleiben müssen. Das mag subjektiv unbefriedigend erscheinen, ist aber der Situation geschuldet. Was wir lediglich sagen können, ist das bereits bekannte: Wegen Unterlassungserklärungen mussten bestimmte Inhalte von freitag.de entfernt werden.

      Mit der Bitte um Verständnis grüßen herzlich

      die Onliner

      Nein, kein Verständnis. Kein Verständnis für lausige Kommunikation, Unprofessionalität, nuff said, a plus tard, ‚Mitläufer und Metöke‘ und jede andere Scheiße, die (Ex-)FC-Mitglieder in Kakaotrinkersituationen gebracht haben und die sich tw. auch noch zu ‚Danke, gut geschmeckt, gib mir mehr‘ anhalten lassen.

      Was immer geschieht: Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken. (Erich Kästner)

      • Ich kann Ihre Reaktion, dvw, sehr gut verstehen und muss beipflichten, dass dF erstens per AGB abgesichert ist und wie mit der Antwort „Das ist bei uns nicht üblich.“ (auf die Frage warum eine Editierung weder Datum noch Grund enthält) ersichtlich, davon auszugehen ist, dass dF daran festhalten wird. Darf ich Ihren letzten Kommentarteil, nach dem Zitat, ‚drüben‘ einstellen? Es wäre mir ein Vergnügen, wie die beiden blogs es sind. Ich bin ja jetzt nicht still iSv ruhig (gestellt) ;o)

        • Liebe SuzieQ,
          wenn Sie das drübeneinstellen wirklich für sinnvoll halten, dann bitte den gesamten Kommentar und auch den von Marian Schraube, weil meiner ist eine Reaktion darauf und eigentlich gehört auch noch meiner von 13h dazu. Nur den letzten Absatz fände ich verkürzt und mißverständlich.

          Ich glaube eigentlich auch, daß die Verlinkung in Ihrem Blog völlig ausreichend ist – wenigstens, wenn ich mir in der WordPress-Statistik den Traffic vom Freitag nach hier so ansehe.

          Um eins auch noch einmal unmißverständlich deutlich zu machen: es liegt nicht in meinem Interesse, auf der On-Red rumzuhacken. Die sind zwar Rädchen in Augsteins Freitag, aber nicht dafür verantwortlich zu machen, daß Jebsens Unterlassungserklärungen unterschrieben wurden und daß sie nur eineinhalb Stellen für alles zur Verfügung haben.

          Btw noch ein-> Tweet von Augstein, bei dem ich nur noch mit den Augen rolle:

          Es ist leichter, Frauke Petry aus der DDR zu holen als die DDR aus Frauke Petry.

          Meine Fresse, was für ein intellektueller Offenbarungseid.

          • Danke für Ihre Sicht der Dinge.(das richte ich auch an JR, LG)
            Ich werd mind eine Nacht drüber schlafen, bevor ich entscheide. Es ist schön, dass Sie, sehr gern übernähme ich in sinngebender Form, einverstanden sind. Noch widerstrebt es mir sehr, sehr, sehr, dass es gerade so aussehen könnte, als sei jetzt ‚alles gut‘, denn das ist es mitnichten.
            Es ist, wie es zu Anfang war.
            Und das genügt mir nicht. Va in Anbetracht der Tatsache, dass bei heutiger Gesetzeslage derjenige, der mit Unterlassungserklärung wedelt, schon allein dafür bezahlt wird, und daraus auch eine Verpflichtung erwächst, Texte, die eine Zeit x online sind, scannen zu müssen. Fühlt sich an wie Maulkorb. Geht also gar nicht. LG, SuzieQ

  16. Die Enttäuschung wird generationsweise empfunden, glaube ich. Da ich erst seit April 2012 fc-blogge, habe ich die Aufbruchstimmung, die es wohl mal gegeben haben muss, nicht erlebt, und darum auch nicht mitempfunden.

    Für mich ist die FC in erster Linie eine Plattform, bei der ich mehr und mehr gucke, wie ich auf meine „Kosten“ komme. Diskussionen wie diese könnten ein interessanter weiterer Anfang sein. Bis zum wie auch immer gearteten Ende der Plattform.

    Moralische Appelle helfen tatsächlich nicht weiter. Es ist auch OK für mich, wenn Sie außer einem Moralaspekt dabei nichts sehen, zumal man ja darüber streiten kann, wie „praktisch“ Moral eben auch sein darf oder muss, damit sich mit ihr überhaupt Gutes anfangen lässt.

    Aber es gab schon auch am Geschäftsmodell und an der Selbstwahrnehmung der „Freitag“-Leitung ausgerichtete Bemerkungen in Suzies thread. Bemerkungen, die von praktischem Wert sein können, selbst wenn die Leitung des „Freitag“ keinen Wert mehr auf „unsere“ Angebote – die der Foristen – legen sollte.

    Ich will den „Freitag“ also gar nicht so wichtig nehmen, aber ich will das, was er zum Erkenntnisfortschritt beiträgt – über sich und auf den von ihm zur Verfügung gestellten Plattformen – auch nicht klein reden.

    Als Blogger lerne ich dort viel. Und ich warte – einstweilen – auf den von Suzie erwähnten „Tag X“.

    N.B.: ich sehe Augsteins Positionen skeptisch. Aber ich habe großen Respekt vor der Situation der Online-Moderation. Die schaufeln gerade jede Menge Scheiße und ich werde mir lieber die Zunge abbeißen, als sie zu kritisieren.

    • Sie haben ja nicht umsonst direkt an Augstein geschrieben, oder? Was „unten“ bei uns Foristen ankommt – und ich meine, man darf ein Wirtschaftsunternehmen ruhig als eine Hierarchie auffassen -, ist their masters‘ voice. Also ich meine, Sie haben jetzt Ihre Antwort vom Herausgeber und Chefredakteur erhalten. Allerdings ohne Signatur.

  17. Mich interessierte, wann und warum Ken Jebsen seine Volksrede ‚Rassistischer Zionismus‘ im KenFM-YouTube-Kanal ‚privat‘ geschaltet hat. Dazu ein paar Fundstücke:

    Im Mai 2014 scheint es einen SpiegelTV-Beitrag über Montagsdemonstrationen und Querfront gegeben zu haben, die unappetitlichen Reaktionen darauf verlinke ich aus hygienischen Gründen nicht, aber Stefan Niggemeiers Kritik in der FAZ-> Von Idioten umzingelt
    Wahrscheinlich ist das dieser Beitrag:

    als Bonustrack noch einer über den Friedenswinter:

    Auffallend ist, wie wenig die-> Suche bei SPON über Ken Jebsen zutage fördert. Zu ‚Ken Jebsen verklagt Spiegel Online‘ ließ sich nirgendwo gar nichts finden.

    Die-> Antilopengang am 21.11.2014 auf Facebook:

    Wer sich „Aversion“ noch nicht zugelegt hat, sollte sich lieber beeilen, denn es könnte bald zu spät sein: Der Berliner Verschwörungstheoretiker Ken Jebsen (spricht u.a. im Zusammenhang mit dem Massenmord vom 11. September 2001 von einer „Terrorlüge“ bzw. vom „warmen Abriss des World Trade Centers“) hat die Anwaltskanzlei „Scheuermann Westerhoff Strittmatter“ damit beauftragt, Teile unseres Liedes „Beate Zschäpe hört U2“ zu verbieten, weil er sich dadurch verunglimpft sieht. Ken Jebsen droht uns durch seine Anwälte mit gerichtlichen Schritten und Schadensersatz, sollten wir das Lied weiter verbreiten. Es belustigt uns, dass ausgerechnet der Typ, der ständig mit den abenteuerlichsten Anschuldigungen und wildesten Theorien gegen politische Gegner schießt, sofort schwerste rechtliche Geschütze auffährt und mit Strafandrohungen um sich wirft, wenn er sich mal selbst betroffen fühlt. Wir sind uns sicher, dass wir als Künstler in unserer Musik die Freiheit haben müssen, zu sagen, was wir sagen möchten, ohne dass direkt irgendein dahergelaufener Otto oder Ken ankommt, der uns inhaltlich beschneiden will und unseren finanziellen Ruin in Kauf nimmt. Bevor wir uns weiter dazu äußern, werden wir die nächsten Schritte nun sorgfältig prüfen müssen. Einschüchtern lassen wir uns jedenfalls nicht.

    1.12.2014:

    Friedensdemo-Watch bei Facebook

    Nachdem Ken Jebsen der Antilopen Gang eine Abmahnung zustellen ließ, veröffentlichten wir einige Zitate aus „Zionistischer Rassismus“. Interessanterweise verschwand der Beitrag kurz darauf vom Youtube-Kanal KenFM. Das er seinen ersten(!) den Beitrag „ausversehen“ vom Netz genommen hat, ist zwar erst wenige Wochen her, aber angeblich hat er schon vergessen, diesen überhaupt gemacht zu haben – zumindest behauptete er ähnliches gegenüber SPIEGEL.TV. Hier unser (geupdateter) Beitrag, mit einem Link zu einem Memoryspiel: Jebsens schönste Zitate als Spaß für die ganze Familie -Vl. sollte auch Ken es sich ausdrucken, damit er nicht wieder „vergisst“, was er gesagt hat. Mal schauen, ob demnächst auch noch das Gespräch mit Pedram Shahyar verschwindet…

    Aber warum verschwand der Beitrag? Etwa weil die „Kapitalismuskritik“ und die „legitime Israelkritik“ doch etwas zu deutlich antisemitisch war, als er behauptet, dass reiche Juden die Politik der USA dominieren würden?

    Update II

    Ken jebsen hat den Beitrag gegenüber SpiegelTV verleugnet und den Reportern mit Klage gedroht: https://www.youtube.com/watch?v=2R7hWBMojRo

    Seine Wortwahl ist mitunter bezeichnet. Angesprochen aufseine Aussage sagt er erst: „Meine Anwälte verklagen gerade SPIEGEL ONLINE“ – dabei dürfte es um einen anderen Fall gehen (schließlich spricht er von „gerade“ und der Reporter ist von SpiegelTV) aber zu suggeriert dami, man würde ihn etwas in den Mund legen, was er nicht gesagt habe noch sich in den Mund legen wolle.
    Dann behauptet er, dass er so viele Texte schreiben würde, dass er nicht wüsste, ob er so etwas gesagt habe – klingt auch unglaubwürdig, wenn man bedenkt, dass das sein erster großer Onlinebeitrag war UND das der Beitrag gerade vor wenigen Wochen erst verschwunden worden war. Die Frage ob er das „vorgetragen“ habe kann er aber sicher verneinen, wohl weil er sich damit hinaus reden könnte, dass er das auf keinen Vortrag gesagt habe – er weiß also noch ganz genau, was er in Vorträgen erzählt hat, ist aber furchtbar vergesslich was seinen ersten Beitrag angeht, den er zudem kurz zuvor gelöscht hat und der immer wieder thematisiert wurden ist, z.B. in seinem Gespräch mit Pedram Shahyar? Wirkt nicht gerade glaubwürdig.

    Mein ‚unveröffentlichter‘ Blog über Jebsens ‚Rassistischer Zionismus‘ beim Freitag erschien am 21.4.2014. Die Privatschaltung von ‚Rassistischer Zionismus‘ im KenFM-YouTube-Kanal scheint im November 2014 stattgefunden zu haben.

    Bleibt die Frage, wie es kommt, daß Ken Jebsen die ‚Unveröffentlichung‘ meines Blogs erst im Januar 2016 von Der Freitag erwirkt hat. Und je länger ich darüber nachdenke, desto wahrscheinlicher scheint es mir, daß jemand aus der Freitag-Community Jebsens Interesse befeuert haben könnte. Indem man sich womöglich Chancen ausgerechnet hatte, daß Der Freitag mit meinem Klarnamen und einer ladungsfähigen Adresse freigiebig würde, nachdem ich dort seit einem guten halben Jahr nicht mehr aktiv bin. Bei aller Kritik an Der Freitag: das bezweifele ich. Sehr sogar.

  18. Danke für den Artikel von Niggemeier über Spiegel-TV. Das musste mal gesagt werden. Das ist übelster Polit-Boulevard-Journalismus. Es ist schon bemerkenswert, wie die Marke Spiegel von Aust und Co. zerstört wurde.

    dame von welt,

    hat sich die Freitag-Redaktion schon geäußert? Das ist doch das Wesentliche in diesem Fall.

  19. Ah, ich sehe gerade, dass die Online-Redaktion geantwortet hat. Es gibt also ein juristisches Verfahren zwischen Freitag und Jebsen? Jebsen will eine Unterlassungserklärung und der Freitag verweigert sie? Und löscht dennoch vorsichtshalber den Artikel?

    Vermutlich ist mit einem Narzissten nicht zu spaßen. Mich würde auch mal interessieren, wer finanzmäßig hinter Jebsen steht. Der bezahlt offenbar mittlerweile eine Menge Leute. Woher kommt das Geld?

    Aber wie schon gesagt: Das schlimme ist nicht Jebsen, das schlimme ist die Masse an ausgesprochen dummen Fans.

    • Jebsen will nicht, sondern hat, nicht eine, sondern höchstwahrscheinlich mehrere. Woran genau es jetzt liegt, daß der Freitag hat, darüber kann im Moment nur spekuliert werden. Daß und warum Augstein/Der Freitag kaum noch mit seinen Bloggern kommuniziert, sondern eher ihre dem Freitag auf Treu und Glauben überlassenen Beiträge löscht, dazu wiederum kann man meinen.

      Sie finden: „Aber wie schon gesagt: Das schlimme ist nicht Jebsen, das schlimme ist die Masse an ausgesprochen dummen Fans.“ Hm. Und Jebsens Erfüllungsgehilfen, die ein Loch im Internet der Kommunikation mit ihrer Blogosphäre vorziehen.

      Was das Geld hinter (nicht nur) Jebsen angeht, ja, das täte mich auch brennend interessieren. Immer her damit, wenn Sie Information dazu haben.

      Aus-> zweifelhafter Quelle (mit u.a. hahnebüchenen Vergleichen, querfrontale Schöngeisterbahn, me thinks) Ken Jebsen in eigenen Worten auf die Frage:

      Ab wann ist für Dich eine Grenze erreicht, ab wann wehrst Du Dich gegen derartige Vorwürfe und Unterstellungen und kränken Dich derartige Ausfälle auch manchmal auf menschlicher Ebene oder fühlst Du Dich missverstanden?

      Ken Jebsen: Ich hab eine gute funktionierende Rechtsanwaltskanzlei hinter mir und die sind zum Teil rund um die Uhr beschäftigt. Aktiv werden sie aber nur, wenn man mich einerseits des Antisemitismus bezichtigt oder der Holocaustleugnung. Das sind Strafrechtsbestände, die durch Rufmord meine Existenz schädigen sollen.
      Von 41 Verfahren habe ich 40 gewonnen.
      Der Schaden ist aber durch die Verleumdung trotzdem schon angerichtet, weil die Gegendarstellung, das lesen die meisten Menschen dann ja gar nicht mehr. Die Lüge wird fett präsentiert und der Widerruf samt Entschuldigung kommt dann auf Seite 38 in zwei Sätzen.
      Das ist ja auch ein Prinzip des Rufmordes. Es geht nur darum was in dem Leser hängen bleibt.
      Den Verlagen selbst habe ich aber schon sehr viel Geld gekostet.
      Zum Teil arbeitet die Kanzlei schon selbstständig und ich bekomme von laufenden Verfahren oder Klagen gar nichts mit.

      Die zum-Teil-rund-um-die-Uhr-Beschäftigung einer Kanzlei wie Scheuermann Westerhoff Strittmatter kostet. Das ist die Kanzlei, deren branchenweit bekannte Dienste Jebsen gegen die Antilopengang in Anspruch nahm. Antisemitismus ist kein Straftatbestand. Und es bleibt die Frage offen, warum und durch was und wen Ken Jebsen knapp 2 Jahre nach Erscheinen meines Blogs dessen „Unveröffentlichung“ erwirkt.

      • Antisemitismus ist kein Straftatsbestand, bei Ditfurth lautete der Vorwurf, glaube ich, Beleidigung. Also klagt Jebsen wegen Beleidigung und bekommt in 40 von 41 Fällen recht? Angesichts der Indizien? Meine Fresse. Aber dem irgendwas zu glauben, wäre schon in die Falle getappt. Danke für den Interviewauszug. Man spürt sehr deutlich, welch unangenehmer egozentrischer Typ das ist.

        Gehen Sie mit dieser story doch mal an die Öffentlichkeit! Wenigstens Aluhut für Ken oder Friedensdemowatch, Ditfurth, etc. Das ist eine prima Geschichte, Mann!

        • Lieber Genova,
          Der Freitag und zahllose Verlinkungen zu meinem FC-Blog waren und mein Blog hier IST Öffentlichkeit.

          Besten Dank für Ihre Ratschläge, aber die hatte ich bereits vor ihrer öffentlichen Verlautbarung befolgt (soweit mir das ohne Facebook-Account möglich ist), darüberhinaus juristischen Rat eingeholt, u.a. Stefan Niggemeier angeschrieben, jeden mir per Emailadresse bekannten Blogger informiert und u.a. Sie öffentlich zum Vollzitat von-> ‚Hasbara andersrum. KenFM: Rassistischer Zionismus‚ zu ermuntern versucht: Solidarität, Sie wissen schon… Es gibt aber noch ein paar selbsternannt linke Blogger mehr, die sich dazu und so weit dann doch nicht ermutigen ließen, nicht nur Sie nicht. Sie spotteten lieber etwas weiter oben über mich und meine Haltung der grundsätzlichen Vermeidung von Etikettierungen.

          Elsässer klagte gegen angebliche-> Verletzung seiner allgemeinen Persönlichkeitsrechte durch Ditfurths Formulierung „glühender Antisemit“. Zwei Münchner Gerichte kamen zum Schluß, daß „Antisemiten“, gar „glühende“, unmittelbaren Bezug zum 3.Reich zu haben hätten, es also seit 1945 gar keinen Antisemitismus mehr gibt. Wie gesagt: Antisemitismus ist kein Straftatbestand, während selbst die wohlbegründetste Benennung von Antisemitismen pönalisiert wird.

          Btw: Nicht „Mann!“, Frau. Für mich ist das ganze Galama alles mögliche, nicht aber eine „prima Geschichte„, danke der Nachfrage^^

  20. Ich wandle dort ja noch, es ist Winter, die Auen sind nicht sonderlich grün, aber vielleicht sprießt dort das ein oder andere zarte Pflänzchen. Sie lasen einen Kommentar aus dem Reich der Sagen- und Märchenwelt, noch ziert sich der Prinz und spielt mit Fröschen ;o)

    • Liebe Dame, ich sehe, Sie sind auf dem Laufenden…
      Ich wandle ja noch immer dort, mittlerweile ist Frühling, und tatsächlich, es sprießen neue Pflänzchen:
      Beiträge und Kommentare in der dFC werden vor Veröffentlichung gescannt, ob sie denn auch dFpici sind (oder geht es darum, ob sie das Budget der Portokasse sprengen oder nicht…). Bis sie evtl. u.U., vielleicht, möglicherweise veröffentlicht werden können/dürfen (nicht müssen), bleiben die Texte unter moderatem Verschluss.
      Überlegungen, die ein oder andere Schmähkritik in der dFC zu ‚installieren‘ blühen schon.
      Die vom dF vertretene Ansicht gefällt mir schön: Augstein macht Affen, die nix sagen (dürfen)!
      Er selbst gibt den Frosch in der Aufführung ‚Es lebe die Ehre, und was die Ehre ist, bestimmen die Anderen‘.
      Und mit der Zwylle schießt er auf die eigene Community.
      Ehre, Meinungsfreiheit, Würde sind scheinbar verhandelbar. Offensichtlich sind sie aber auch unbezahlbar.
      Und wieder ist niemand autorisiert, klarzutexten.
      Und Augstein? Monologisiert und hat an Diskurs null Interesse.
      Mir würde es ja sowas von stinken, vor Anwälten den Bückling zu machen, ob JA wohl nach Lösungen sucht, suchen lässt? Um die Zähne auseinander zu bekommen…
      LG, SQ

      • Hmnuja, ich fürchte, man muß den Jebsen/Pirinçci-Crawler als Lösungsversuch begreifen, den Freitag nicht zur „Anwaltskanzlei mit angeschlossenem Zeitungsbetrieb“ verkommen zu lassen, wie Janto Ban so schön formulierte…;-)…

        Wäre ich noch FC-Mitglied, wäre ich °etwas ungehalten°, daß Jakob Augstein/Jan Jasper Kosok es nicht mal für nötig gehalten haben, die FC über Einrichtung und Gründe des Bots zu informieren.
        So geht Augenhöhe zur FC. Nicht.

        Eigentlich müßte beim Freitag Alarm rot sein, wenn selbst Silvio Spottiswoode nichts mehr in den allerschönsten Freitagsfarben malen will, sondern ihren Abflug plant:

        Was Kommunikation angeht, ist es leider nicht mal nur irgendwie ungenügend, diesen Sachverhalt hier jetzt von Dir zu erfahren. Dann erneut wieder im Nachhinein. Da fühle ich mich nicht ernst genommen.

        Mag ja sein, dass Dir deine Arbeit egal ist, aber schau doch mal MJs Blogreihe an …. Und als er die nicht angekündigten Neuformatierungen dann in der Technik ansprach, wurde ihm kurzerhand zu verstehen gegeben, er solle eben woanders bloggen. Da war ich echt platt, so viel ignorante Arroganz hätte selbst ich da nicht erwartet. Das ist eine Haltung, die in keinster Weise mit meiner Position vereinbar ist, davon kann ich kein Teil sein.

        Ich nehme an, mit „MJs Blogreihe“ ist Michael Jägers 7jährige Reihe zur anderen Gesellschaft gemeint. Michael Jäger ist der beinahe einzige Blaue, der sich überhaupt noch mit der FC auseinander setzt und er tut das überaus freundlich und geduldig. Wenn selbst ihm bedeutet wird, er könne auch woanders bloggen, muß ich annehmen, daß Augstein/Kosok wirklich nicht mehr alle Tässchen im Schränkchen haben, das ist unverschämt und es ist rasend bescheuert.

        Aber was rede ich, am Hegelplatz 1 ist FC-wise sowieso Hopfen und Malz verloren. Dafür gibt’s dann eben Strafe, wie neben-dem-Kopf-auch-noch-Blöde im Ebert-Kielwasser:

        Gerade bei Kim Jöpsen sollte doch ein klärendes Gespräch eine Lösung ermöglichen. Er liefert tolle Interviews mit oft herausragenden Gesprächspartnern. Ich persönlich hielte in der Sache sogar eine Kooperation Jöpsens mit Äugstoin für sinnvoll.

        Ohne Worte, Kopf->Tisch.

        • Ich hab mal bei Janto geantwortet:

          Es fehlt etwas Entscheidendes. Von JA.

          Das könnte so aussehen:

          DFC, ich muss reden.

          Aufgrund geltenden Rechts sind uns allen in geringem bis weitem Umfang die Hände gebunden, wenn es darum geht, die Meinungsfreiheit ggü diverser Persönlichkeitsrechte durchzusetzen.

          Bisher bedeuteten angemahnte mögliche Verstöße zuweilen, Geldbeträge zu transferieren.
          Hier eine Teil-Liste: K. aus B. erwirkte mithilfe eines RA Folgendes: a1, b1 und c1.
          Darauf reagiert dF mit a2, b2 und c2.

          Für die Zukunft besteht begründete Hoffnung, für a bis z Entwarnung geben zu können, da wir gemeinschaftlich (sehr gern auch mit Ihnen) daran arbeiten, Persönlichkeitsrechte zu wahren und (nicht oder) die Meinungsfreiheit zu beherzigen, ohne dafür einen Cent locker machen zu müssen. Wir leben nicht in der Türkei. (Der musste jetzt sein.)
          Ich bedaure, dass ich mich bisher nicht in der Lage sah, die Geschehnisse transparent zu machen, möchte aber, wie deutlich erkennbar ist, ab sofort einen anderen Kurs fahren.
          Denn der Weisheit letzter Schluss, die dFC zu schließen, kommt für mich nicht in Frage.

          Die Keine-Bredouille-Abmachung darf nicht dazu führen, dass Texte auf Eventualitäten abzuscannen sind und sein werden. Damit jeder Autor der dFC auf festem und abgesichertem Boden steht, erläutere ich gern die notwendigen Schritte.
          Es gibt in der dFC keinen Maulkorb.
          Der Disclaimer deckt nicht alles ab, das beanstandet werden kann.
          Allgemein gelten folgende Gesetze/Sachverhalte/übliche Abmahnanwaltsgebaren etc ….
          Z.Z. prüfen wir die Möglichkeit, auf bestimmte Wortwahl zu reagieren, sind aber unzufrieden damit, weil es einer Zensur gleicht und uns das von Außen aufgezwungen wird, um nicht zu einem Goldesel für Andere zu werden.
          Jederzeit bin ich hocherfreut über jeglichen Input, die Situation für den dF und Sie zu verbessern und bedanke mich im voraus für Ihr Verständnis und die Teilnahme.
          Ebenso bin ich jederzeit bereit, Auskunft zu erteilen, was den Istzustand und den Fortschritt betrifft. Dass bisherige Veränderungen von Seiten des dF nicht, nicht ausreichend, nicht komplett oder verspätet kommuniziert wurden, gehört von heute der Vergangenheit an.
          Nuff said?
          Ihr Plattformbereitsteller JA

          • Hmnuja, Schluck Wasser in der Hölle, um im Bild zu bleiben, die Community-Redaktion hat sich geäußert:

            Liebe Communarden,

            Kommentare mit empfindlichen Inhalten werden in der Tat nun von uns vorab geprüft. Dies ist notwendig geworden, da dem Freitag im letzten Jahr aufgrund von Unterlassungserklärungen immense finanzielle Kosten entstanden sind.

            Wir bitten um eurer Verständnis.

            Euer Community Support

            Wer bitte hätte denn für diese Kostenvermeidung kein Verständnis?
            Verständnis fehlt nur und nur dafür, daß alle möglichen und unmöglichen Veränderungen beim Freitag klandestin und nur selten zum Vorteil der FC oder gar zur allmählichen Einlösung der gesammelten Augstein-Versprechungen stattfinden.
            Was aber könnten „empfindliche Inhalte“ sein und soso, auch Kommentare werden gescannt? Na denn.

        • Früher (Mailbox) stand unter solchen Verlautbarungen immer SysOp, ein Synonym für Arschloch. Da hatte jemand einen Akustikkoppler, eine Commodore mit 40 MB Festplatte und rief die Welt zur sozialen Teilhabe auf, Die Moderation lief oft so ab: „Was ist los Du Penner, ich opfere meine Freizeit, bezahle die Telefonrechnung und Du kotzt meine Mailbox mit Kriitk an mir voll.“ Wenn man nicht unentgeltlich Frondienst leistete, Content, Content und nochmal Content lieferte und damit das Portal in die lokale Welt der Wichtigtuer bekannt machte, war man schneller draußen als man drin war. Eine Zeitlang waren Mitgliedsbeiträge erhoben worden, die meistens über Jahre gestundet wurden, weil sonst niemand mehr anrief,
          Die Freitag-Community, das Portal eine Veranstaltung mit einem Klein-Kosok als SySop, der nichtmal selbst Kosten hat und der Redaktion anscheinend einen ziemlichen Scheiß auftischt bis hin zu der Schwanz-wackelt-mit-Hund-Nummer mit dem Redakteur MJ, wie man erraten durfte. Mein Senf dazu: Die Software ist ziemlich verschimmelt obwohl ‚zig devs daran arbeiten sollen, kollaboratives Arbeiten ist nie unterstützt worden dadurch, In meinen Augen nur Dreck, der meine Zeit kostet. Kein Wunder, dass Herr Augstein und sein Knecht Dr. Engelchen lieber auf Fbk rumtoben. Mehr fällt mir ums Verrecken dazu nicht ein.

        • Ich persönlich hielte in der Sache sogar eine Kooperation Jöpsens mit Äugstoin für sinnvoll.

          Nun ja. Wollte ich Augstein unbedingt beleidigen, könnte der Satz auch von mir sein. :-))

          • Nun ja. Wollte ich Augstein unbedingt beleidigen, könnte der Satz auch von mir sein. :-))

            Jaja, was ist gegen diesen Vorschlag schon der in diesen Tagen vielbemühte Geitenneuker…;-)…

          • Och, die endlose Geitenneuklerbeleidigungsflut nehme ich gar nicht erst zur Kenntnis. Fließt alles folgenlos unter den untersten Schubladen durch.

            In einem Jahr meckert keine Ziege mehr danach, selbst wenn der Instanzenweg dann noch lange nicht vollendet ist. Nicht in attention-span-deprived times like these …

  21. Nun hat auch Richard Zietz einen FC-Blog veröffentlicht-> Zur Depublizierung einiger Blog-Beiträge – zu dem ich mir einen Punkt der Richtigstellung erlaube: ich wurde! am 20.1. angeschrieben, daß mein Blog unveröffentlicht wurde. Ich scheine aber die Einzige gewesen zu sein, die die On-Red von sich aus informiert hat. Charlie Schulze schrieb (ich glaube, in SuzieQs erstem Blog), daß ihr die Unveröffentlichung ihres Blogs erst auf Nachfrage bestätigt wurde.

    Unterstreichen möchte ich das Folgende:

    Existenziell tangieren die Löschungen ganz konkret das (sowieso eher suboptimale) Verhältnis zwischen dFC-Community und Redaktion. Hier ist klar zu konstatieren, dass Löschung(en) sowie Nichtbenachrichtung(en) zumindest den Eindruck verfestigen, dass der Online-Bereich nichts weiter ist als ein unverbindliches Pi-Pa-Po-Forum beziehungsweise ein Content-Zulieferer möglichst lifestylig ausfallender und den Print-Content flankierender Beiträge für die redaktionelle Ausgabe. Diese Rolle entspricht jedoch exakt derjenigen vergleichbarer Online-Bereiche bei etablierten Medien – beispielsweise der Zeit oder den Kommentar-Funktionen bei tagesschau.de oder Spiegel Online. Auch dort wird der Meinungsbereich stets dann zugemacht bzw. redigiert, wenn es – im Sinn der Betreiber – argumentativ eng wird oder zuviel Kritik kommt. Das ist, mit Verlaub, Kindergarten und eines ernsthaften Online-Sektors mit eigenständigen Artikeln nicht würdig!

    Da ist eine Menge dran. Der Freitag nimmt sich damit selbst auch noch das letzte seiner Alleinstellungsmerkmale. Statt aktiv gute Blogger zu scouten, sie zu fördern, redaktionell zu begleiten, in den Social Media zu produzieren und ihre Texte – wie von Jakob Augstein mal versprochen – als grundsätzlich gleichwertig zu den blauen Texten aus der Redaktion zu behandeln. M.W. generiert Der Freitag durch seine unentgeltlich Kontent anliefernde Community rund die Hälfte aller Klicks und gewinnt dadurch, nicht nur Leser und Abonennten, sondern auch Werbekunden.

    Nur: das ist mit eineinhalb (statt der geplanten und benötigten fünf) Stellen in der Online-Redaktion nicht zu leisten. Und: das ist Jakob Augsteins alleinige Eigentümer-Herausgeber-Chefredakteur-Entscheidung und der scheint seit langer Zeit bei ’nuff said‘ (anläßlich seines Lobgesangs auf die Blödzeitung, bzw. auf die Einrichtung der dortigen Paywall) stehen geblieben zu sein.

  22. Es gab ja n Service-Blog von Janto, um den Com-Red-Kommentar exponiert zu würdigen, nachdem das Ficken-Blog zurückdatiert worden war.
    Dort stand folgender Kommentar eines Nutzers der dFC (m..xx):
    „Ich wäre ja für eine Flucht nach vorn seitens dF, der sich doch auch einmal vor seine Community bzw. das Prinzip des offenen Bloggens stellen müsste. So wie schon vor Kurzem nach der anzunehmenden Unterlassungsklage des ehemaligen RBB-MA’s iranischer Herkunft mit Pseudonym im Anglosound wurden wir hier vor vollendete Tatsachen gestellt, die allerdings selbst geleakt werden mussten, bis es etwas Info nach der Salamitaktik vom Freitag gab. Und es lief mindestens eine, doch verdiente, Bloggerin davon.
    Die Flucht nach vorn hieße, Veröffentlichung der Selektorenliste. Und zwar nicht mit dem Sinn, dass künftig jeder seine Texte daraufhin prüfe und entsprechend „begradige“, sondern als Signal, das da hieße: Seht her, aufgrund dieser Worte rückt uns möglicherweise eine erdoganlike-Fraktion mit ihren Anwälten auf den Hals. Wir können da einstweilen zwar nicht viel machen, möchten aber, dass ihr das wisst sowie, dass wir das auch nicht gut finden, weil wir andere Auffassungen als diese erdoganlike Jöpsens teilen. Das wäre ein Signal, das den Bloggern und dem Prinzip den Rücken stärken würde, auch wenn die Situation halt so ist.
    Dass es wieder einmal nur im trockensten Tone eines Sachzwanges geht („Kommentare mit empfindlichen Inhalten werden in der Tat nun von uns vorab geprüft. Dies ist notwendig geworden […]“) – obendrein als Kommentar in einem thread; als die Community schon wieder längst angefangen hat, zu mosern – ohne das auch nur irgendeine Bindung oder Empathie zur Bloggerschaft deutlich wird, ist super enttäuschend!“

    Danach erinnerte ich an JAs ‚Unter den Linden‘-Auftritt vom 2. Mai 2016, bei dem am Ende er und der zweite Gast, T. Sarrazin, gefragt wurden, wie sie sich denn eine sinnvolle Debatte (… zum Thema Flüchtlingskrise, Stellung des Islam in unserer Gesellschaft und über die Rolle Europas) vorstellen.
    JA antwortete: „Ich glaube, dass Leben ohne Gefühl nicht funktioniert.“
    Und an S. gerichtet, sagte er, S. betreibe Ideologie komplett ohne Empathie, er fühle sich überhaupt nicht in die Leute ein, über die S. spräche, S. interessiere sich nicht für die Menschen…
    Mich hats vor Lachen vom Stuhl gehauen, so traurig war das…
    Und ich dachte nicht zum ersten Mal, jemand müsse JA dringend darauf aufmerksam machen, dass seine Mimik sprich sein Grimassenziehen, va, wenn der/die Andere spricht, in Talkshows von jeder einzelnen Kamera eingefangen wird und als arrogant empfunden werden kann. Von Menschen mit Empathie zB
    Es ist echt eine Schande, was dF aus der dFC macht. Punkt. LG, SQ

    • Ich wäre ja für eine Flucht nach vorn seitens dF, der sich doch auch einmal vor seine Community bzw. das Prinzip des offenen Bloggens stellen müsste.

      Wahrscheinlicher scheint mir, daß sich irgendwann keine Community und kein offener Blogger mehr vor Augstein/dF stellt. Irgendwie scheinen Augstein, Verlag und On-Red zu glauben, die Loyalität der Blogosphäre sei für sie völlig unwichtig und verzichtbar. Anders kann ich mir die Tritte ins Gesicht von FC-Bloggern nicht erklären. Der FC wird zunehmend vermittelt, sie sei hauptsächlich teuer und lästig.

      Und ich dachte nicht zum ersten Mal, jemand müsse JA dringend darauf aufmerksam machen, dass seine Mimik sprich sein Grimassenziehen, va, wenn der/die Andere spricht, in Talkshows von jeder einzelnen Kamera eingefangen wird und als arrogant empfunden werden kann.

      Vor allem, wenn er sich auf Rückschlüsse von Lächeln auf Personen kapriziiert, statt sich auf deren politische Äußerungen zu konzentrieren. Beispiel:

      Die Rechten lächeln immer. Das fällt auf. Und viele haben so glatte Gesichter. Bernd Lucke hatte schon dieses glatte Lächeln im Gesicht, der geschasste Parteigründer der AfD. Frauke Petry, die neue Parteivorsitzende, lächelt andauernd. Und auch Björn Höcke kann lächeln. Es ist ein unheimliches Lächeln. Höcke warnt vor Flüchtlingen „mit stellenweise hochansteckenden Krankheiten“ und dabei lächelt er. Die Stars der neuen Rechten haben die Gesichter von gewissenlosen Kindern.

      Das geht kaum noch als phänomenologische Betrachtung durch.

      Es ist echt eine Schande, was dF aus der dFC macht.

      Es ist auch echt eine Schande, was die FC aus sich machen läßt (und einige auch noch ‚Danke, gut geschmeckt‘ und ‚Mehr!‘ signalisieren). Und vor allem, was sie selbst aus sich macht, nicht zuletzt mit Hilfe der unerträglichen FC-Selbstreferenzialitis.

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