Make Pots or die

 

Ich lese gerade „Die weiße Straße“ von Edmund de Waal und kann nicht warten, bis ich ganz durch bin, um Ihnen davon zu erzählen. Lesen Sie dieses Buch!

Wenn Sie Porzellan ohnehin lieben, werden Sie vom Buch eingeschluckt und enorm viel klüger wieder ausgespuckt, nicht nur zu Material und Gefäß, sondern zum Zusammenhang aller Dinge. Falls Ihnen Porzellan nicht mehr bedeutet als der Teller, von dem Sie essen und die Tasse, aus der Sie trinken: das wird sich ändern, versprochen. Sie werden in Begleitung von Edmund de Waal durch 5 Jahrhunderte und die halbe Welt reisen, Sie werden Jesuiten, Alchemisten, Mathematikern, Kaisern, Königen, Kindern, Sammlern, Besessenen, Nazis, Sklaven und vielen fleißigen Töpfern begegnen und Ihre Tasse und Welt anschließend mit anderen Augen sehen.

Das Buch ist ein spannender Bildungsroman in der besten nur denkbaren Bedeutung.

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Verschlimmbessern

 

Können Sie eine Trennschärfe zwischen „bloßer Neugier“ und „begründetem“ bzw. „gerechtfertigtem öffentlichem Interesse“ ausmachen? In der selbstverschuldeten Medienkrise, in der (z.B. zum gestrigen Attentat in London) auch eigentlich seriöse Medien im Stundentakt neue Online-Artikelchen raushauen, um die Klickzahlen zu erhöhen und die Werbeeinnahmen zu mehren?

Seit gestern gilt eine Neufassung des Pressekodex:

Neue Richtlinie 12.1 – Berichterstattung über Straftaten (Gültig ab 22.03.2017)

In der Berichterstattung über Straftaten ist darauf zu achten, dass die Erwähnung der Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu ethnischen, religiösen oder anderen Minderheiten nicht zu einer diskriminierenden Verallgemeinerung individuellen Fehlverhaltens führt. Die Zugehörigkeit soll in der Regel nicht erwähnt werden, es sei denn, es besteht ein begründetes öffentliches Interesse. Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte.

Bisherige Richtlinie 12.1 – Berichterstattung über Straftaten
In der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann erwähnt, wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht. Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte.

Man ist also tatsächlich der Meinung, mit der neuen Richtlinie den Diskriminierungsschutz zu „präzisieren“ und die „eigenständige Verantwortung der Medien zu bekräftigen“. Der Presserat verlagert damit die Verantwortung für Leser-Ressentiments an Journalisten und in Redaktionen, nimmt ihnen aber gleichzeitig die bündig formulierte Richtlinie „begründbarer Sachbezug“.

Und das ist noch längst nicht alles.

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Falscher Freund

Kennengelernt hatte ich ihn ganz woanders. Wir teilten den gleichen Sinn für Humor, den gleichen Hang zu sorgfältiger Sprache und eine als 2-stündiger, lässiger Spaziergang verkaufte Exkursion „ins Feld“, zu einem Hmong-Dorf hinter den sieben Bergen, auf dessen Rückweg durch den Dschungel wir beide so alle und dehydriert waren, daß der Kreislauf zu kollabieren drohte. Und dabei hatte ich mir extra T.s Exkursion ausgesucht, weil er nicht so drahtig-sportlich war wie der andere Experte! Half alles nichts, der Guide und sein zwielichtiger Kumpan hüpften in Shorts und Flipflops vor uns her und waren sichtlich genervt von unserem Schneckentempo. Die Dolmetscherin, Professorin an der Uni in Hanoi, die auf diese Weise ihr karges Staatsgehalt aufbesserte, trug immerhin lange Hosen und Turnschuhe, ließ aber keine einzige Schweißperle sehen. Während T. und ich uns gute 6 Stunden bei 35°C und 90% Luftfeuchtigkeit bergauf bergab und klatschnaß durch den Wald schleppten. Nie im Leben war kaltes Bier so köstlich wie an diesem Abend in dem winzigen Restaurant ganz aus schönem Tropenholz am Ufer des Hồ Ba Bể und es war auch nicht mehr ganz so ernüchternd, daß der zwielichtige Guide-Kumpan T.s Verhandlungen mit dem Hmong-Chief (keine Brandrodung, keine Wilderei im Naturschutzgebiet, im Tausch gegen eine Schule im Dorf) beinahe zunichte gemacht hatte, als er am Ende mit einer Pistole herumfuchtelte.

Biere teilten wir dort noch einige und wir tauschten später eine Menge Emails. Bis er auf einmal nicht mehr antwortete. Ich machte mir Gedanken, kontaktierte Kollegen, schrieb ihm schließlich einen Brief an seine schottische Adresse – nichts. Nach ewiger Zeit kam endlich eine Mail, er hatte quite a year gehabt, Scheidung, übler Unfall, Umzug aus Edinburgh in die Southern Highlands von Tanzania. Ob ich ihn nicht demnächst mal besuchen wolle?

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Wahlkampf

Wahlkampf ist, wenn eine demokratische Partei ihrem politischen Gegner und seiner Ein-Mann/Ein-Themen-Partei den Wahlsieg anträgt, indem sie seinen Forderungen nachkommt und Versammlungs- und Meinungsfreiheit zu Schönwetterrechten erklärt.

Wahlkampf ist auch, wenn man einem im In- und Ausland wahlkämpfenden Despoten noch Vorwände liefert, weiter an der Eskalationsschraube zu drehen, seine Chancen auf einen Wahlsieg erhöht und seine demokratische Opposition aktiv schwächt.


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Kinderbilder

Die Erfindung der Kindheit als Idealraum von Schutz, Bildung und fehlendem ‚Ernst des Lebens‘ ist in unseren Breiten nicht alt, gedanklich noch keine 250 Jahre.

Zuvor wurden Kinder als unfertige Erwachsene betrachtet, von den Reichen bis zu ihrer Menschwerdung irgendwohin aufs Land gegeben. Die Kinder der Armen arbeiteten immer schon mit. Ab der industriellen Revolution auch als praktische kleine Sklaven im Bergbau und in der Industrie.


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Wert und Preis

Der Arme Poet

Entgegen landläufiger Meinung üben Künstler kein ausgeufertes Hobby aus, sondern einen Beruf. Die Art der Ausbildung dazu hängt von der jeweiligen Branche, Kunstbegriff, Zeit, Land ab, sie reicht von der Erlernung eines Handwerks mit Lehr- und Gesellenjahren bis zum langjährigen Studium. Es gibt nicht wenige Künstler, die beide Ausbildungswege beschreiten. Weniger als die Hälfte der Künstler in Deutschland arbeitet angestellt, z.B. an einem Theater oder Orchester – die sollen hier nicht weiter interessieren.

Die meisten Künstler wachen nicht erst gegen Mittag auf, nehmen einen tiefen Schluck Rotwein und sind dann creativ mit c, das Tagwerk unterbrochen von zahlreichen Erholungsaufenthalten in Cafes und Kneipen. Besser als Karl Valentin kann man es nicht sagen:

Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit.

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Journalismus in Zeiten der Social Media

Facebook betont gern und oft die hauseigene Sicherheit und Familienfreundlichkeit.

Ein Team der BBC beschäftigt sich seit 2015 mit der Verbreitung pädokrimineller Inhalte und mit ‚closed groups‘ bei Facebook, mit klingenden Namen wie ‚We ♥ Skoolgirlz‘. In solchen Gruppen werden sexualisierte Kinderbilder und -filme verbreitet, mit gestohlenen unverfänglichen Kinderbildern und -filmen aus Medien, Katalogen und Blogs gemischt und von Nutzern sexualisiert kommentiert.

Unter den Betreibern der von der BBC beobachteten Gruppen firmiert u.a. ein einschlägig vorbestrafter Pädokrimineller als Initiator und Moderator, der im britischen ’sex offenders register‘ gelistet ist.

Facebook hatte nach der ersten BBC-Recherche erklärt, die Sicherheitsstandards erhöht zu haben und „solicitation of sexual material, any sexual content involving minors, threats to share intimate images and offers of sexual services“ sofort löschen zu wollen.

Das wollte das BBC-Team kürzlich genau wissen und meldete gegen die Nutzerrichtlinien verstoßende Bilder über das facebookeigene System.

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Jeder ist illegal

Der europäische Gerichtshof hat heute morgen ein Urteil gesprochen, das die europäische Menschenrechtscharta, die AEMR und die Genfer Flüchtlingskonvention so beugt, daß sie kaum noch quietschen können.

EU-Staaten müssen in ihren Auslandsbotschaften keine sogenannten humanitären Visa ausstellen. Es stehe den Mitgliedsstaaten frei, nach nationalem Recht ihre Einreisevisa zu vergeben. … Aus dem Unionsrecht ließen sich keine Verpflichtungen ableiten

Vater, Mutter und drei Kinder, das älteste gerade mal zehn Jahre alt: Sie fliehen im Oktober 2016 aus ihrer schwer umkämpften Heimatstadt, dem syrischen Aleppo, nach Beirut im Libanon. In der belgischen Botschaft dort beantragen die Eltern humanitäre Visa für sich und ihre Kinder zur Einreise nach Belgien. Dort wollen sie dann Asyl beantragen. In ihrer Heimat fürchtet die Familie – orthodoxe Christen – wegen ihres Glaubens um ihr Leben. Der Vater war bereits von einer bewaffneten Gruppe entführt und misshandelt worden und nur gegen ein Lösegeld wieder frei gekommen. … Die syrische Familie … bekam keine humanitären Visa zur Weiterreise nach Belgien. Gegen den offiziellen Ablehnungsbescheid der Behörden wehrte sie sich mithilfe eines Brüsseler Anwalts vor dem zuständigen belgischen Gericht. Dieses schaltete die höchsten Richter der EU ein …

… die Frage: Sind die EU-Staaten mit ihren Botschaften nach EU-Recht verpflichtet, humanitäre Visa zu erteilen, wenn die Antragsteller glaubhaft machen können, dass ihnen ansonsten Folter oder eine andere unmenschliche Behandlung droht?

Nein, das seien sie nicht – argumentierten etwa ein Dutzend EU-Staaten während der Verhandlung, darunter Deutschland: Sie könnten nach geltendem EU-Recht humanitäre Visa ausstellen, müssten es aber nicht.

Der Generalanwalt am EuGH dagegen sieht die Mitgliedsstaaten eindeutig in der Pflicht, humanitäre Visa zur Einreise in die EU auszustellen.

Dieses Urteil ist viel und schnelles Wasser auf die Mühlen aller europäischen Nationalisten und ein wirkames Konjunkturprogramm für das notleidende Schlepperwesen.

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Sugar Man

Wahres TV-Gold: Searching for Sugar Man (noch bis zum 23.3.17 bei arte+7 oder hier)

Das ist eine der schönsten Musik-Dokumentationen, die ich kenne. Malik Bendjelloul bekam 2013 sehr verdient einen Oscar dafür, nachdem ihm während der Arbeit am Film so das Geld ausgegangen war, daß er Teile des Films mit dem iPhone fertigstellen mußte. Es geht um (Sixto Diaz) Rodriguez, der in den 1970ern in den USA zwei großartige, aber völlig unerfolgreiche Platten herausbrachte, danach seine Musikerkarriere an den Nagel hing und Gelegenheitsjobs nachging, um seine Familie ernähren zu können.

Südafrika wurde damals von Musikern boykottiert und war völlig isoliert, das meiste seiner Musik stand auf dem südafrikanischen Index. Das Abspielen der indizierten Stücke im Radio wurde verhindert, indem man seine Platten zerkratzte. Rodriguez‘ Musik verbreitete sich unter jungen weißen Südafrikanern via raubkopierten Kassetten und schwarzgepressten Platten wie verrückt, sie entsprach dem Lebensgefühl und trug zum weißen Widerstand gegen die Apartheid bei. Der Mann war in Südafrika wie Bob Dylan, Cat Stevens, die Stones und Jimi Hendrix, nur beliebter. Einer seiner Fans hieß Steve Biko.

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„Opfer“

Das Muster des geschändeten, ehrlosen, unreinen Opfers stammt aus den noch gar nicht lange zurückliegenden Zeiten, als Frauen der Besitz von Männern waren und ihr Wert knapp über dem des lieben Vieh rangierte. Diesen Zeiten entstammt auch der Mythos, Männer hätten den stärkeren Sexualtrieb, den Frauen (notfalls mit dem Gedanken an England) passiv und ohne/mit wenig eigener Lust zu befriedigen hätten. Wenn Frauen Lust empfinden, sie äußern, suchen, wollen und sich verschaffen, sind sie auch heute ruckzuck Ehrlose, Unreine, Matratze, Honigfalle, Schlampe. In diesem magischen Denken sind Frauen selbst an Vergewaltigung schuld und dazu müssen nicht erst konservative muslimische Familien ins Visier genommen werden.

Vergewaltigte Männer kommen in diesem Mythos gar nicht vor, denn nicht selbst zu ficken, sondern gefickt zu werden, zur Frau gemacht zu werden, ist maximal ehrverletzendes Tabu für viele heterosexuelle Männer (zu dem mein Freund J. stets die Empfehlung bereit hält, sie sollten das mal ausprobieren, es entspanne ungemein, fördere die Lebenslust und steigere das Denkvermögen).

Ein weiteres Tabu ist sexualisierte Gewalt gegen Kinder. Ein Tabu ist ursprünglich ein heiliger Ort, dessen Betreten so verboten ist, daß er von der Landkarte gelöscht ist und nicht einmal gedacht werden kann.

Das Tabu der Vergewaltigung ist ein zweischneidiges Schwert: es läßt die Mehrheit unvergewaltigt, im Falle der vergewaltigten Minderheit aber schützt es die Täter, weil Betroffenen nicht geglaubt und/oder sie für geschändet, ehrlos, unrein, unmännlich gehalten werden. Mit diesem Ausblick auf ihre künftige Behandlung werden Vergewaltigte mundtot gemacht – weswegen Vergewaltigungen weitgehend straffrei in einem riesigen nicht-angezeigten Dunkelfeld stattfinden und Scham und Schande am Opfer, nicht am Täter kleben.


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„Dummheit und Journalismus“

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Prolog:

Planet Interview hatte im November ’16 ein Interview mit Nikolaus Blome geführt, der einen großen Teil seiner Äußerungen im Nachhinein nicht mehr autorisisieren wollte. Die dazugehörigen Fragen wurden veröffentlicht und sprechen für sich, nicht für Blome. Darauf bezog sich Augstein mit obigem Tweet und wurde ebenfalls zum Interview gebeten, bei Planet Interview erschienen am 17.2.17:

Viele Zeitungen vertreten nicht das Interesse ihrer Leser

Aus der Mitte des Interviews:

Jakob Buhre: Gibt es eine Blattlinie beim „Freitag“?

Jakob Augstein: Es gibt keine Blattlinien. Aber es gibt den Charakter und die Identität einer Zeitung. Wir sind eine linke Zeitung. Wir würden nie einen Artikel drucken –  jedenfalls nicht, wenn ich es vorher weiß – der auf dem Rücken von Schwächeren, von sozial ausgegrenzten Menschen oder von Migranten Stimmung machen will.

Da mußte ich das erste Mal auflachen.

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Aus dem Land mit der „größten Pressefreiheit der Welt“

pressefreiheit

Wo die Pressefreiheit eingeschränkt wird, sind immer auch alle anderen Grundrechte in Gefahr, von deren Verletzung die Grundrechteverletzer nichts in der Zeitung oder im Internet veröffentlicht wissen wollen. Die unabhängig voneinander erstellten Länderberichte von amnesty international, Human Rights Watch, Ärzte ohne Grenzen und den gleichnamigen Reportern gleichen sich sehr oft in ihrer Beurteilung einzelner Länder.


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Direkte Demokratie in Sachsen

direktedemokratieinsachsen

Das ist Andre Wendt von der AfD Sachsen. Andre Wendt ist Ex-Berufssoldat und macht was mit IT.

Mitunter sorgt er für Erheiterung, wenn er sich in seinen vielen Änderungsanträgen verläuft.

Sonst beschäftigt er sich und das Landesparlament gern mit vielen Kleinen Anfragen. Sein besonderes Augenmerk gilt derzeit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Er will u.a. wissen, ob und in welcher Höhe Kosten für deren Sterilisation übernommen werden.

Damit das auch jede/r wirklich würdigen kann, noch einmal: Andre Wendt (AfD) will wissen, in welchem Umfang unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Sachsen sterilisiert werden und welche Kosten dem sächsischen Steuerzahler dafür entstehen.

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Mariam Lau, Die Zeit und die Scripted Reality

mariamlau

Bei Zeit Online erschien gestern (in der Holz-Zeit am 9.2.17) ein Artikel von Mariam Lau mit dem für sich sprechenden Titel: No-go-Areas in Deutschland. Unterwegs an der Front

Man nehme:

1 „Front“ – according to Mariam Lau ist das die Neuköllner Sonnenallee, sie schreibt:

„Arabischer“ als diese Straße ist kaum eine in Berlin. Halal-Fleischereien gibt es da neben Hochzeitsgeschäften, die Nikabs im Schaufenster zeigen; libanesische Cafés konkurrieren um den besten Hummus. Von „No-go-Areas“ oder „Problemvierteln für Juden“ in Berlin spricht der Zentralrat der Juden schon seit einer ganzen Weile, und damit dürften wohl vor allem Straßen wie die Sonnenallee gemeint sein. Über die Frage, wie gefährlich es ist, sich dort zu erkennen zu geben, ist in der jüdischen Gemeinde heftiger Streit entbrannt. Wir wollen es testen.

1en möglichst fremd anmutenden Juden – Mariam Lau fand für diese Rolle Jehuda Teichtal geeignet, denn der ist kein beliebiger jüdischer Geistlicher, sondern das religiöse Oberhaupt der Berliner Lubawitscher, einer missionierenden, messianisch-chassidischen Sekte – mit strikter Geschlechtertrennung, streng eingehaltenen Speisevorschriften, obligater Kopfbedeckung, Bart und allem religionsfolkloristischen Pipapo. Die Lubawitscher positionieren sich oft politisch auf der besonders friedliebenden Seite der israelischen Siedler und gaben in Berlin schon zu einigen Kontroversen innerhalb der jüdischen Communities Anlaß.

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